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Zum 4. Mal zertifiziert: Universität Hohenheim ist älteste familiengerechte Hochschule des Landes

03.11.2014 - (idw) Universität Hohenheim

Familiengerecht seit 10 Jahren! Doch für optimale Kinderbetreuung braucht es stärkere Unterstützung der Stadt - und ein Sponsor Bei Berufungsverhandlungen mit neuen Professoren haben sich Familienangebote zum echten Pluspunkt entwickelt, bestätigt der Rektor der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Stephan Dabbert: Wann immer wir in den vergangenen zwei Jahren jemand mit Kindern beriefen war das Thema Kinderbetreuung immer auch ein Teil der Verhandlung. Und das unabhängig davon, ob der Ruf an eine Professorin oder einen Professor ging. Kinderbetreuung ist heute kein Mann-/Frau-Thema mehr, sondern ein Elternthema, bestätigt auch die Gleichstellungsbeauftragte, Prof. Dr. Ute Mackenstedt. Jetzt hat sich die Universität Hohenheim zum vierten Mal erfolgreich als familiengerechte Hochschule zertifiziert. In Baden-Württemberg hat sie damit die längste familiengerechte Tradition. Doch ausgerechnet der dringend notwendige Ausbau der Kinderbetreuung stellt die Universität vor Herausforderungen, die sie alleine wohl nicht lösen kann.

Rund 80 Betreuungsplätze gibt es derzeit auf dem Campus. Und davon sind 35 vor allem durch das Engagement der Eltern gesichert, die sich in Elterninitiativen zusammenschlossen.
Der tatsächliche Bedarf liegt viel höher, wie Umfragen und Wartelisten zeigen. In den vergangenen Jahren verdoppelte sich die Studierendenzahl und auch die Zahl der Professoren stieg im zweistelligen Prozentbereich. Nicht so das Angebot von Kita und Kindergarten.

Trotz kreativer Pioniertaten stockt der Ausbau an Betreuungsplätzen
Als Pionierin in Sachen Familiengerechtigkeit hat sich die Universität Hohenheim bislang immer recht kreativ gezeigt. So schuf sie z.B. die Kinderfeuerwehr, die immer dann einspringt, wenn das professionelle und private Betreuungsnetz einmal versagt.
Den Ausbau um 10 Kita-Plätze im Jahr 2007 verband die Universität mit einem bundesweit einmaligen pädagogischen Konzept: Im Haus der kleinen Forscher können sich dort bereits die Kleinkinder an speziellen, kindgerecht angelegten Experimenten in Naturwissenschaften versuchen.

Bedarf liegt doppelt so hoch wie das Angebot
Auch der Wunsch nach einem Betriebskindergarten ist nicht neu. Gerne würden wir unsere 80 Plätze mindestens verdoppeln und die über den ganzen Campus verstreuten Einrichtungen in einem Kinderhaus zusammenführen, sagt Prof. Dr. Mackenstedt.
Dann ließe sich wahrscheinlich auch ein weiterer Wunsch der Universität realisieren: Eine Spätbetreuung einzurichten, die der Entwicklung Rechnung trägt, dass sich Vorlesungen zunehmend in die Abendstunden ausgedehnt haben.

Universität braucht Unterstützung der Stadt und einen Sponsor
Doch selbst bescheidenere Ausbaupläne sind auf einen stärkeren Goodwill der Stadt Stuttgart angewiesen: Das fängt an mit der Baugenehmigung und endet mit dem immer noch ungelösten Problem, dass unser Campus an der Stadtgrenze liegt und die Stadt Stuttgart keine Zuschüsse für Kinder zahlt, deren Eltern südlich des Campus in den Fildergemeinden wohnen, klagt Prof. Dr. Dabbert.
Für einen größeren Wurf ist die Universität erst recht auf externe Hilfe angewiesen: Derzeit suchen wir auch einen Sponsor, der sich gleichermaßen als Förderer der Wissenschaft wie auch als sozialer Mäzenat verdient machen will, bestätigt der Rektor. Denn bei der Berufungspolitik ist es die erklärte wissenschaftlichen Strategie der Universität, gerade auf junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Beginn ihrer Laufbahn zu setzen und das ist genau die Generation, die Kinder mit auf den Campus bringt.

Hintergrund Audit familiengerechte Hochschule
Als erste Universität des Landes bekam die Universität Hohenheim 2004 das Grundzertifikat zum "audit familiengerechte hochschule" durch die berufundfamilie gGmbH der Hertie-Stiftung zugesprochen. Damit machte die Hochschulleitung der Universität die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur Chefsache. Neben wissenschaftlichem Renommée und Ausstattung erwarten Forscher auch ein Umfeld, in dem ihre meist ebenfalls hochqualifizierten Partnerinnen und Partner ihre Karriere verfolgen können. Mit bundesweit einmaligen Angeboten nimmt die Universität Hohenheim hier eine Vorreiterrolle ein. Die bisher umgesetzten Maßnahmen sollen weiter ausgebaut und optimiert werden. Das Zertifikat zum audit familiengerechte hochschule wurde am 31.10.2014 für weitere drei Jahre bestätigt. Mehr unter www.uni-hohenheim.de/familiengerecht

Text: Klebs

Kontakt für Medien:
Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Universität Hohenheim, Gleichstellungsbeauftrage
Tel.: 0711 459 22275, E-Mail: Mackenstedt@uni-hohenheim.de
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