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Ärzte und Pflege entlasten Erlöse sichern Die Herausforderung an die IT in der Intensivmedizin

04.11.2014 - (idw) Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V.

Die 4. PDMS Clinical Documentation Challenge (CDC) auf der 14. Jahrestagung der DIVI in Hamburg Vor 10 Jahren wurden die DRGs eingeführt. Damit veränderte sich die Intensivdokumentation, erinnert sich Prof. Dr. Christian Waydhas, Sprecher der Sektion Qualität und Ökonomie in der Intensivmedizin der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI), insbesondere die Erfassung der Parameter und Berechnung der Scores für die intensivmedizinische Komplexbehandlung, aber auch das Zusammenzählen von Arzneimittelgaben, Beatmungsstunden oder Zeiten an der Dialyse kostet viel Zeit Zeit, die am Patienten fehlt, Aufgaben, die gut von den IT-Systemen übernommen werden können. Doch dies ist schwieriger als es scheint.

Patientendatenmanagementsysteme, kurz PDMS, bieten hier auch eine gute Unterstützung an doch die Tücke liegt im Detail, weiß Dr. Rainer Röhrig, Sprecher der DIVI-Sektion Informations- und Medizintechnik (IT & MT). Um die Vielzahl an erforderlichen Informationen und Regeln effizient verarbeiten zu können, muss die Dokumentation strukturiert und standardisiert, Schnittstellen zu anderen IT-Systemen geschaffen und gepflegt werden, sowie die Funktionalität des PDMS zu den lokalen Arbeitsabläufen und der IT-Infrastruktur passen. Das Ganze muss ein soziotechnisches System sein, in dem alle Räder ineinandergreifen.

Dies sieht auch Dr. Christof Seggewies, Sprecher der AG Klinische Arbeitsplatzsysteme (AG KAS) der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) so: Auch wenn das DRG- System, ICD, OPS und Kodierrichtlinien für alle Häuser gleich gelten, die organisatorischen und technischen Strukturen sind so unterschiedlich, dass es nicht das eine perfekte System geben kann. Die Kliniken müssen das System wählen, welches für sie am besten passt. Eine Methode, die Unterschiede zwischen den Systemen transparent zu machen und ihre Usability zu bewerten, ist eine Softwaredemonstration mit vorgegebenen, identischen Arbeitsabläufen (Szenarien). Dies ist auch das Prinzip der Clinical Documentation Challenge (CDC).

Röhrig erläutert das Prinzip. Die Hersteller bekommen ein einheitliches Szenario, in dem alltägliche Anforderungen wie die Erfassung der Scores für die Komplexbehandlung oder die ICD-Kodierung eines Dekubitus auf Basis der Pflegedokumentation aufgeführt sind. Die Hersteller demonstrieren dann, wie Ihre Softwarelösungen die Erledigung dieser Aufgaben unterstützen können. Die CDC ist damit ein öffentliches Usability-Labor, in dem auch IT-unerfahrene Intensivmediziner die Unterschiede zwischen den Systemen erkennen und bewerten können.

Prof. Dr. Kluge freut sich als Wissenschaftlicher Leiter des Kongressprogramms auch über die Industriebeteiligung. Es werden sich auch in diesem Jahr wieder sechs der führenden PDMS Hersteller der CDC stellen. Bei dem Vorbereitungsaufwand für eine CDC, aber auch dem Druck bei einer solchen Präsentation ist dies keine Selbstverständlichkeit. Es zeigt die Bedeutung der CDC.

Kongresspräsident Prof. Andreas Unterberg ist von der interdisziplinären und interprofessionellen Zusammenarbeit bei Organisation der CDC begeistert. Die Kombination der Perspektiven von Ärzten, Pflege, Medizincontrolling und Medizinischer Informatik und die Kooperation der DIVI als medizinische und GMDS als medizininformatische Fachgesellschaft trifft zentral unser Kongressmotto Humanität und Technik.

Hintergrundinformationen

4. DIVI & GMDS Clinical Documentation Challenge Medizincontrolling in der Intensivmedizin

Die CDC findet am 04.12.2014 (08:30 Uhr bis 15:30 Uhr; Saal 4) im Rahmen der 14. Jahrestagung der DIVI (03.12. bis 05.12.2014) im Congress Centrum Hamburg (CCH) statt.
Weitere Informationen und Szenario finden Sie auf www.Clinical-Documentation-Challenge.de Programm

Zeit
Programmpunkt
Hersteller
Software
Moderatoren


08:30 - 09:15
Vorstellung des Szenarios

09:15 - 10:00
Philips GmbH
IntelliSpace Critical
Care and Anesthesia (ICCA)
Röhrig / Schultheis
Brammen / Bingold
Ahlbrandt / Riessen
Seggewies / Waydhas Röhrig / Seggewies / Waydhas

Pause

10:15 - 11:00
Dräger Medical Deutschland GmbH
Löser Medizintechnik GmbH
Integrated Care Manager (ICM) PREDEC® VIEW

11:00 - 11:45
Pause

12:15 - 13:00
LOWTeq GmbH COPRA System GmbH
LOWTeqpdms COPRA 6

13:00 - 13:45
Pause

14:00 - 14:45
IMESO GmbH
ICUdata

14:45 - 15:30
Podiumsdiskussion mit allen Herstellern

DIVI weltweit einzigartig
Die 1977 gegründete DIVI ist ein weltweit einzigartiger Zusammenschluss von mehr als 2000 Anästhesisten, Neurologen, Chirurgen, Internisten, Kinder- und Jugendmedizinern sowie Fachkrankenpflegern und entsprechenden Fachgesellschaften und Berufsverbänden: Ihre fächer- und berufsübergreifende Zusammenarbeit und ihr Wissensaustausch machen im Alltag den Erfolg der Intensiv- und Notfallmedizin aus. Insgesamt bündelt die DIVI damit das Engagement von mehr als 30 Fachgesellschaften und persönlichen Mitgliedern.

Gerne vermitteln wir Ihnen unsere Experten für Ihre Anfragen und Interviews sowie Bildmaterial. Um Belegsendung wird im Veröffentlichungsfall gebeten.

Die Experten der DIVI:
Dr. Rainer Röhrig
Sprecher der Sektion IT und Medizintechnik der DIVI
Rainer.Roehrig@chiru.med.uni-giessen.de

Dr. Christof Seggewies
Sprecher der AG KAS der GMDS
Christof.Seggewies@uk-erlangen.de

Prof. Dr. Stefan Kluge

Wissenschaftlicher Leiter Kongressprogramm der DIVI
s.kluge@uke.de

Ihre Ansprechpartnerin:
Larissa Vogt
Pressesprecherin
Luisenstraße 45
10117 Berlin
Telefon: 0173/6194422
E-Mail: pressestelle@divi-org.de Weitere Informationen:http://www.divi.de - Homepage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)http://www.divi2014.de - Website des 14. Kongresses der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
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