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Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert drei Graduiertenkollegs aus Niedersachsen

11.11.2014 - (idw) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Universitäten Göttingen, Oldenburg und Hannover erhalten rund 13,3 Millionen Euro für die Nachwuchsförderung Niedersachsens Hochschulen haben erneut die hohe Qualität ihrer Projekte zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses unter Beweis gestellt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat insgesamt rund 13,3 Millionen Euro zur Fortsetzung von drei bereits laufenden Graduiertenkollegs an niedersächsischen Hochschulen bewilligt. Die Universitäten Göttingen, Oldenburg und Hannover konnten mit ihren Anträgen einmal mehr überzeugen. Dies zeigt, dass wir den wissenschaftlichen Nachwuchs in Niedersachsen erfolgreich fördern, sagt die niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljaji. Das Graduiertenkolleg in Hannover hat eine Internationale Kooperation mit der französischen Ecole Normale Supérieure de Cachan (ENS-Cachan).

Graduiertenkollegs bieten Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, unter dem Dach eines gemeinsamen thematischen Forschungs- und Qualifizierungsprogramms und innerhalb eines Verbundes von betreuenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren. Graduiertenkollegs werden für maximal neun Jahre gefördert. Ziel der DFG ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt Wissenschaft intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.

Die geförderten Graduiertenkollegs:

Das Graduiertenkolleg Selbst-Bildungen Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive an der Universität Oldenburg wird mit rund drei Millionen Euro gefördert. Wie steht es um das souveräne Subjekt angesichts zunehmender Überwachung und Ausspähung? Welche Bedeutung haben Reflexion und Kritik unter diesen Vorzeichen? Diese Fragen sind es, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Disziplinen in der zweiten Phase des Graduiertenkollegs behandeln. Sie erforschen die Handlungsmöglichkeiten des Subjekts, abweichend vom Alltagsverständnis, um zu einem besseren Verständnis unserer Gesellschaft beizutragen.

Das Internationale Graduiertenkolleg Virtual Materials and Structures and their Validation der Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit der Ecole Normale Supérieure de Cachan wird mit rund fünf Millionen Euro gefördert. In der ersten Förderphase hat sich das Graduiertenkolleg mit der Entwicklung von robusten und zuverlässigen Simulationstools zur Durchführung virtueller Experimente von Materialien und Strukturen befasst. Diese Werkzeuge sollen nunmehr methodisch weiterentwickelt und auf heterogene Werkstoffe angewendet werden.

An der Universität Göttingen wird das Graduiertenkolleg Skalenprobleme in der Statistik mit rund 5,3 Millionen Euro unterstützt. Das zentrale Ziel des Graduiertenkollegs ist die Entwicklung, Anwendung und Erweiterung statistischer Methoden für Skalenprobleme. Die Statistik bildet damit das Zentrum des Graduiertenkollegs, das die Verbindung zwischen den Anwendungsbereichen (Ökologie, Ökonomie, Genetik) herstellt. Damit wird es möglich, die Entwicklung methodischer Innovationen basierend auf angewandten Forschungsfragen zu fördern, neue Methodik in die verschiedenen Anwendungsgebiete zu transferieren und den Austausch statistischer Methoden zwischen den Anwendungsgebieten zu ermöglichen.
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