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Die ersten 100 Tage. Gewalt als soziale Gestaltung

13.11.2014 - (idw) Hamburger Institut für Sozialforschung

17. nicht öffentliches Berliner Colloquium zur Zeitgeschichte (BCZ) Auf dem 17. Berliner Colloquium am 5. und 6. Dezember 2014 wird diskutiert, inwieweit Gewalt für revolutionäre Regime nicht nur das entscheidende Mittel ist, Macht zu gewinnen und zu behaupten, sondern und gerade auch um die Gesellschaft in ihrem Sinn umzugestalten. "Gewalt ist das Medium brachialer sozialer Gestaltung. Es geht um die Frage, mit welchen aktuell oder latent gewaltsamen Mitteln Regime in der ersten Phase ihrer Herrschaft diese absichern", erläutert Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma vom Hamburger Institut für Sozialforschung. "Wir fragen uns, welche Institutionen die Gewaltakteure dringlich zerstören wollen, welche gesellschaftliche Gruppen zuerst umworben und wie die Gewaltmaßnahmen legitimiert werden", ergänzt Prof. Dr. Michael Wildt von der Humboldt-Universität Berlin, der das Colloquium gemeinsam mit Jan Philipp Reemtsma vorbereitet hat.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa und den USA werden darüber nachdenken, ob sich im Vergleich unterschiedlicher revolutionärer Regime Gemeinsamkeiten und Überschneidungen in der ersten Phase der Machtübernahme erkennen lassen, oder ob die Situationen zu verschieden sind, um miteinander verglichen werden zu können. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Colloquiums werden diese Debatte um Korrespondenzen und Differenzen anhand von vier ausgewählten Beispielen führen: Jakobinerherrschaft in Frankreich, bolschewistische Oktoberrevolution 1917, nationalsozialistische Machteroberung 1933 und der Putsch in Chile 1973.

Die Berliner Colloquien zur Zeitgeschichte sind ein Projekt des Hamburger Instituts für Sozialforschung in Kooperation mit dem Einstein Forum, Potsdam. Sie finden vier Mal im Jahr statt und werden von Dr. Bettina Greiner koordiniert.

Sollten Sie Rückfragen haben oder ein Gespräch mit der Koordinatorin Dr. Bettina Greiner oder den beiden wissenschaftlichen Organisatoren - Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma und Prof. Dr. Michael Wildt - führen wollen, wenden Sie sich gern an:

Hamburger Institut für Sozialforschung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Regine Klose-Wolf
Mittelweg 36
20148 Hamburg
Tel. 040 4140 9712
presse@his-online.de Weitere Informationen:http://www.his-online.de/forschung/9041/berliner-colloquien-zur-zeitgesc/ mehr Informationen über die BCZhttp://www.einstein-forum.de/ zur Website des Einstein Forums
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