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Forschung zum Anfassen

14.11.2014 - (idw) Universität Witten/Herdecke

Das Forschungs- und Lehrzentrum (FLZ) Herdecke bringt Klinikärzte und Forscher zusammen Das Forschungs- und Lehrzentrum (FLZ) Herdecke hat am 12. November im Gemeinschaftskrankenhaus seinen 2. Forschungstag ausgerichtet. Der Forschungstag bringt Klinikmitarbeiter und Forscher zusammen, um Forschungsfragen der Kliniker bearbeiten zu können und um den Klinikern Zugang zur Forschung zu ermöglichen. Das FLZ wird vom Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin, dem Integrierten Begleitstudium Medizin der Universität Witten/Herdecke (UWH) sowie dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (GKH) getragen.

Der Forschungstag präsentierte Forschungsergebnisse wie zum Beispiel zum Umgang mit alkoholisierten Patienten in der Notaufnahme, die geplante Arzneimittelstudie zum Einsatz des Homöopatikums Hypericum als Schmerzmedikation nach Bandscheiben-Operationen, das Projekt Terminüberschreitung bei gesunden Schwangeren, die Curriculumabbildung und Evaluation der anthroposophisch erweiterten Kinder- und Jugenddiabetologie, die Projekte zur Ausbildungsforschung, wie die aktive Mitbetreuung von Patienten durch Medizinstudierende, oder zu den psychosozialen Bedürfnissen von Müttern mit Früh- oder kranken Neugeborenen.

In den drei anschließenden Workshops diskutierten die Teilnehmenden verschiedene Studientypen exemplarisch an Hand laufender Studien am GKH: die nicht-pharmakologischen Studien am Beispiel der kürzlich abgeschlossenen Studie zur Untersuchung von Heileurythmie, Yoga und Physiotherapie bei Rückenschmerzen im Vergleich. Oder eine qualitative Studie, in der es um die Entwicklung eines Selbstwirksamkeits-Trainingsprogramms für Menschen mit Epilepsie geht. Der dritte Workshop präsentierte ein Schulungsprogramm für Ärzte zur Verbesserung der Patienteneinbeziehung in Therapieentscheidungen.

Das FLZ- so machte Prof. Alfred Längler bereits in seinem Grußwort deutlich - hat in den zwei Jahren seiner Existenz solide Forschung systematisch am Gemeinschaftskrankenhaus angesiedelt. In ihren Eröffnungsreden wiesen Prof. Peter Heusser und Dr. Friedrich Edelhäuser darauf hin, dass das FLZ neben der Einrichtung der klinische Professuren, den klinischen Blockpraktika und den Ausbildungsstationen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Gemeinschaftskrankenhauses zu einem universitären Klinikum leistet - ganz im Sinne der Begründer der UWH.Der Forschungstag zeigte die Methodenvielfalt des FLZs - von der randomisiert kontrollierten Arzneimittelstudie und den kontrollierten nichtpharmakologischen Studien bis hin zu qualitativen und Einzelfallstudien, erläutert Studienkoordinatorin und Organisatorin Dr. Bettina Berger.

Deutlich wurde auch, dass das GKH besonders stark ist in der nicht-pharmakologischen Forschung, mit ihrer sektorenüberschreitenden Ausweitung in den Bereich der Versorgungsforschung hinein. Daraus möchten die Ärzte und Forscher eine mögliche Leitidee für das FLZ entwickeln - neben dem Know- How und den Möglichkeiten für die Durchführung von Arzneimittelstudien am FLZ.

Ansprechpartnerin: Dr. Bettina Berger, 02330 / 62 47 63, bettina.berger@uni-wh.de

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.000 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.


Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft. Weitere Informationen:http://www.gemeinschaftskrankenhaus.de/de/ueber.uns/universitaet.witten.herdecke...
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