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FHWS-Studiengang Vermessung und Geoinformatik baut internationales thematisches Netzwerk auf

17.11.2014 - (idw) Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Ziel des Netzwerks ist der Entwicklung von Verfahren zur virtuellen Rekonstruktion von russisch-orthodoxen Kirchen Der Studiengang Vermessung und Geoinformatik der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) hat in den letzten Monaten ein internationales thematisches Netzwerk zur Frage der Sicherung des kulturellen baulichen russischen Erbes aufgebaut. Beteiligt sind Partner aus Russland, der Ukraine und Weißrussland. Es handelt sich um die Staatliche Agrarakademie Iwanowo vom Akademiker D.K. Beljaew (IVGSHA) in Iwanowo (Russland), Iwanowoer Staatliche Universität für Energietechnologien Namens W.I. Lenin (ISPU) in Iwanowo, Russland, das Institut für Kunst, Ethnografie und Folklore namens K. Krapiwa bei dem Zentrum der Forschungen der belarussischen Kultur, Sprache und Literatur der Nationalen Akademie für Wissenschaften von Belarus in Minsk (Weißrussland) und dem Institut für Architektur und Kunst bei der Staatlichen Akademie für Bauwesen und Architektur in Odessa (Ukraine).

Partnerschaftsverträge über die Zusammenarbeit, den Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden wurden von der FHWS mit allen Partnern durch den Präsidenten der FHWS, Professor Dr. Grebner und die Rektoren der beteiligten Hochschulen geschlossen. Bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsträge zwischen den Hochschulen wies Grebner auf die besondere Bedeutung der Kontakte nach Ost- und Südosteuropa für die Entwicklung der FHWS hin.

Ziel des Netzwerks ist der Entwicklung von Verfahren zur virtuellen Rekonstruktion von russisch-orthodoxen Kirchen aufgrund der real vorhandenen baulichen Reste. Die FHWS bringt in das internationale Netzwerk seine Kompetenzen in der Photogrammetrie, dem terrestrischen Laserscanning sowie der Interpretation von geometrischen Daten ein. Extern betreut werden diese Entwicklungen im Rahmen eines Promotionsvorhabens an der FHWS durch Professor Uwe Stilla an der TU München, Lehrstuhl für Photogrammetrie. Die IVGSHA wirkt bei den Messungen vor Ort mit, die ISPU unterstützt in der mathematischen Modellierung der Oberflächen, der ukrainische Partner wie auch der weißrussische Partner bringen ihre Expertise über russisch-orthodoxe Kirchen in das Netzwerk ein.

Neben der Forschung ist die Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Mitarbeitern der beteiligten Hochschulen für das Projekt wichtig. Dazu werden sowohl in Würzburg als auch in Iwanowo (Russland) für ausgewählte Studierende und Mitarbeiter Fachkurse angeboten. Entstanden ist dieses Netzwerk aus der mehrjährigen Zusammenarbeit der FWHS mit der IVGSHA in Iwanowo (Russland), die im Sommer dieses Jahres in einem Partnerschaftsvertrag formal fixiert wurde. Dipl.-Ing. Maria Chizchowa von der IVGSHA und Professor Dr.-Ing. Ansgar Brunn von der FHWS haben das Netzwerk initiiert und in den letzten Monaten ausgearbeitet.

Kurzfristig, noch im November dieses Jahres, wird ein erster Besuch des Projektverantwortlichen der ISPU Professor Dr. D.I. Korowin an der FHWS erfolgen, um einen ersten Schritt des persönlichen fachlichen Austausches zu starten. Das konkrete Arbeitsprogramm für die nächsten Wochen und Monate soll erarbeitet werden. Ein erster deutscher Student hält sich in diesen Tagen bereits in Iwanowo auf. Beide Reisen wurden durch die Unterstützung des Bayerischen Hochschulzentrums für Mittel-, Ost- und Südosteuropa (BAYHOST) möglich.

Für die finanzielle Ausstattung des thematischen Netzwerks zur Sicherung des baulichen kulturellen Erbes der Russisch-Orthodoxen Kirchen wurde ein Förderantrag beim Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) im Programm Thematische Netzwerke gestellt.
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