Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 23. Oktober 2017 

Vom Genozid bedroht

17.11.2014 - (idw) Universität Konstanz

Universität Konstanz veranstaltet Hearing zur Lage der aramäischsprachigen Gemeinschaft in Syrien und im Irak

Die Forschungsstelle für aramäische Studien im Fachbereich Geschichte und Soziologie der Universität Konstanz veranstaltet vom 21. bis 23. November ein Hearing über die Lage der aramäischsprachigen Gemeinschaft in Syrien und im Irak. Dabei werden in der Christuskirche St. Konrad in Konstanz die Betroffenen selbst zu Wort kommen: Für diese außergewöhnliche interkonfessionelle Veranstaltung konnten die höchsten Vertreter der syrischen Kirchen aus Mosul, Bagdad und Damaskus gewonnen werden. Zu den internationalen Gästen gehören der Patriarch der syrisch-orthodoxen Kirche, S.H. Moran Mor Ignatius Afrem II., der Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche, S.B. Mar Louis Raphaël I. Sako, sowie der Bischof der Heiligen Apostolischen und Katholischen Assyrischen Kirche des Ostens in Europa, S.E. Mar Odisho Oraham. Renommierte Wissenschaftler werden die aktuelle Situation in Deutschland sowie die Hintergründe des Erfolgs islamistischer Gruppen beleuchten und mit den Vertretern der Kirchen erörtern. Mit ihnen werden aramäischsprachige und deutsche Christen, Flüchtlinge und Ansässige, Betroffene des Bürgerkriegs im Irak und in Syrien und der Eroberungen von IS offen diskutieren. Die Einschätzungen und Wünsche der Betroffenen und die Ziele der deutschen Politik werden erörtert..

Hier steht eine uralte, autochthone Kultur vor dem Aus, die die Geschichte des Vorderen Orients und die globale Geschichte des Christentums mitgeprägt hat, betont Prof. Dr. Dorothea Weltecke, Professorin für die Geschichte der Religionen und Leiterin der Forschungsstelle für aramäische Studien an der Universität Konstanz.

Aramäisch ist eine der ältesten, bis heute benutzten Schriftsprachen. Es war auch die Sprache von Jesus Christus. Die Forschungsstelle für Aramäische Studien an der Universität Konstanz wird von der NISIBIN-Stiftung für Aramäische Studien getragen. Die Forschungsstelle, die im Fachbereich Geschichte und Soziologie angesiedelt ist, hat zum Ziel, sich aus dieser Perspektive mit der Geschichte und Kultur dieser Gemeinschaften zu beschäftigen. In dieser Hinsicht ist die Forschungsstelle in Deutschland ein einmaliges Pilotprojekt. In Deutschland gibt es zwischen 100.000 und 150.00 Einwanderer mit aramäischsprachigem Hintergrund, die vorwiegend als Flüchtlinge ins Land gekommen sind.

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Konstanz finden am Freitagabend und am Sonntag öffentliche Friedensgebete für die verfolgten religiösen Minderheiten und die Opfer der gegenwärtigen Gewalt statt, zu der alle herzlich eingeladen sind. Für Vertreter der Medien wird es überdies die besondere Gelegenheit geben, mit den kirchlichen Würdenträgern selbst zu sprechen. Am Sonntag um 11.30 Uhr ist eine Pressekonferenz im Kloster Hegne/Hotel St. Elisabeth Haus angesetzt.

Weitere Informationen sowie das Programm der Veranstaltung unter:
http://www.geschichte.uni-konstanz.de/professuren/prof-dr-dorothea-weltecke/fors...

Hinweis an die Redaktionen:
Das Hearing ist öffentlich und ndet in der Christuskirche St. Konrad, Münsterplatz/Gymnasiumgasse in 78462 Konstanz statt. Um eine Anmeldung unter info@nisibin.de wird gebeten.


Pressekonferenz:
Kloster Hegne, Hotel St. Elisabeth Haus, Konradistraße 1, 78476 Allensbach um 11.30 Uhr am 23.11.2014

Kontakt:
Universität Konstanz
Kommunikation und Marketing
Telefon: + 49 7531 88-3603
E-Mail: kum@uni-konstanz.de

Zeki Bilgic
Wissenschaftlicher Koordinator
Forschungsstelle für Aramäische Studien
FB Geschichte und Soziologie
Universität Konstanz
Telefon: +49 7531 88-5623
E-Mail: zeki.bilgic@uni-konstanz.de

- uni.kn
uniprotokolle > Nachrichten > Vom Genozid bedroht
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/288325/">Vom Genozid bedroht </a>