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Tunesien nach den Wahlen was kann deutsche Außenpolitik beitragen?

18.11.2014 - (idw) Philipps-Universität Marburg

Zur Diskussion über die aktuelle Lage in Tunesien lädt die Veranstaltungsreihe Außenpolitik live Diplomaten im Dialog Marburg, 27.11.2014

Über die aktuelle Lage in Tunesien referiert Dr. Andreas Reinicke, deutscher Botschafter in Tunesien. Über drei Jahre nach den Aufständen in Tunesien, die zum Sturz der Diktatur geführt haben, haben sich bei den Parlamentswahlen mit der Partei Nidaa Tounes die säkularen Kräfte durchgesetzt. Bei den ersten freien Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung 2011 hatte die islamisch-konservative Partei Ennahda einen klaren Sieg davon getragen. Anfang des Jahres wurde nun eine neue Verfassung verabschiedet, der politische Transformationsprozess in Tunesien scheint, ungeachtet der Rückschläge in seinen Nachbarstaaten, voranzuschreiten. Ende November steht mit den Präsidentschaftswahlen ein weiterer wichtiger Schritt an.

Auch die relativ niedrige Wahlbeteiligung, die Ernüchterung einiger Tunesier angesichts wirtschaftlicher Stagnation und die extreme Zersplitterung der Parteienlandschaft können das positive Bild von der Entwicklung des Landes nicht trüben: Kann sich Tunesien zu einem Modellstaat für die Region entwickeln? Wird die Demokratie in Tunesien sich weiter konsolidieren? Was sind die aktuellen Schwerpunkte deutscher Außenpolitik in Tunesien und wie kann Deutschland Tunesien bei den neuen Herausforderungen zukünftig unterstützend zur Seite stehen? Über die aktuelle Lage in Tunesien referiert Dr. Andreas Reinicke, deutscher Botschafter in Tunesien. Vortrag: Die Transformationsprozesse in Tunesien im Kontext deutscher Außenpolitik am Donnerstag, den 27.11.2014 um 18.15 Uhr im Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) der Philipps-Universität Marburg, Hörsaal 00A26 Deutschhausstr. 12, 35032 Marburg. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Dr. Andreas Reinicke, 1955 geboren, trat 1984 nach seinem Studium der Rechtswissenschaften ins Auswärtige Amt ein. Nach Posten in Tel Aviv, New York, Ramallah, Damaskus und zahlreichen weiteren Positionen, unter anderem als EU-Sonderbeauftragter für den Nahostfriedensprozess, ist er seit 2014 Botschafter in Tunesien.

Die Veranstaltung wird vom ifa in Kooperation mit dem Centrum für Nah- und Mittelost-Studien der Philipps-Universität Marburg ausgerichtet. Außenpolitik live Diplomaten im Dialog ist eine Veranstaltungsreihe des ifa und des Auswärtigen Amts.

Informationen zu Außenpolitik live: Dr. Odila Triebel, ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), Tel. 0711.2225.146, triebel@ifa.de

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) engagiert sich weltweit für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen. Es fördert den Kunst- und Kulturaustausch in Ausstellungs-, Dialog- und Konferenzprogrammen. Als Kompetenzzentrum der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vernetzt es Zivilgesellschaft, kulturelle Praxis, Kunst, Medien und Wissenschaft. Es initiiert, moderiert und dokumentiert Diskussionen zu internationalen Kulturbeziehungen. Das ifa ist weltweit vernetzt und setzt auf langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.

Das Centrum für Nah- und Mitteloststudien (CNMS) ist eine Lehr- und Forschungseinrichtung der Philipps-Universität Marburg und wurde im Jahre 2006
gegründet. Mit insgesamt sieben Professuren und einer Vielzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt das CNMS als größtes vergleichbares Institut in Deutschland, das einen gegenwartsbezogenen Fokus mit der historischen Tiefendimension verbindet. Im CNMS stehen die Vielgestaltigkeit und Komplexität der MENA-Region sowie ihre spezifischen Strukturen und Entwicklungsprozesse im Mittelpunkt der Forschung. Durch die Integration vielfältiger Methoden und komplementärer Fachdisziplinen werden innovative Forschungsansätze möglich.


Pressekontakt: Carola Wichert, ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), Tel. 0711.2225.105, Fax 0711.2264.346, presse@ifa.de. Interviews können vereinbart werden.

(Text: ifa) Weitere Informationen:http://www.ifa.de
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