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TU Berlin: Grenzzonen im urbanen Wasserkreislauf

18.11.2014 - (idw) Technische Universität Berlin

Gemeinsame Presseinformation der TU Berlin und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei

Grenzzonen im urbanen Wasserkreislauf
Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert neues Graduiertenkolleg an der TU Berlin und dem IGB Berlin mit rund 4,8 Millionen Euro

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses das Graduiertenkolleg Urban Water Interfaces (UWI) ein, das in enger Kooperation der TU Berlin und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), Berlin durchgeführt wird. Es befasst sich mit städtischen Wasserkreisläufen und erforscht natürliche und technische Grenzzonen, wie zum Beispiel Uferfiltration.

Der urbane Wasserkreislauf ist insbesondere in Metropolregionen vielfältigen Belastungen hinsichtlich Wasserquantität und -qualität ausgesetzt. Hinzu kommen Klima- und demografischer Wandel, die mehr Extremereignisse (z.B. Wasserknappheit, Starkregen) und erhöhte Einträge von neuen, schwer abbaubaren Substanzen (z.B. Schadstoffe, Pharmaka) im Wasserkreislauf zur Folge haben. Damit die urbanen Wassersysteme unter den derzeitigen und den künftig zu erwartenden Bedingungen zuverlässig funktionieren, ist ein Management auf Grundlage eines soliden Systemverständnisses erforderlich. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des neuen Graduiertenkollegs legen dabei ihren Fokus auf die Erforschung von Prozessen an Grenzzonen in urbanen Wassersystemen, um darauf aufbauend eine zukunftsorientierte nachhaltige Wasserwirtschaft in urbanen Räumen sicher zu stellen. Das Graduiertenkolleg nimmt zum Juli 2015 die Arbeit auf und wird zunächst für 4,5 Jahre gefördert. Die gesamte Fördersumme beträgt rund 4,8 Millionen Euro.

Bei den zu untersuchenden Grenzzonen im urbanen Wasserkreislauf handelt es sich beispielsweise um natürliche Grenzzonen zwischen Oberflächengewässer und Grundwasser, technische Grenzzonen zwischen Abwasser, Gasraum und Abwasserkanal oder natürlich-technische Grenzzonen im Bereich der Uferfiltration. Die dort ablaufenden physikalischen, biologischen und biogeochemischen Prozesse sind komplex. Ein verbessertes System- und Prozessverständnis ist erforderlich, um den gesamten urbanen Wasserkreislauf besser zu verstehen und managen zu können. Mit dem Graduiertenkolleg soll die Forschung und interdisziplinäre Ausbildung zu den komplexen Grenzzonenprozessen in enger Zusammenarbeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern vorangetrieben und Simulationswerkzeuge für Vorhersagen entwickelt werden.

Das Graduiertenkolleg wird von einem Sprecherteam geleitet. Zu ihm gehören Prof. Dr.-Ing. Reinhard Hinkelmann und Prof. Dr. Birgit Kleinschmit von der TU Berlin, Dr. Sabine Hilt vom IGB sowie Prof. Mark Gessner von der TU Berlin und dem IGB.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Prof. Dr.-Ing. Reinhard Hinkelmann, TU Berlin, Leiter des Fachgebietes Wasserwirtschaft und Hydrosystemmodellierung, Tel.: 030 / 314 - 72307 E-Mail: reinhard.hinkelmann@wahyd.tu-berlin.de,
Prof. Dr. Birgit Kleinschmit, TU Berlin, Leiterin des Fachgebiets Geoinformation in der Umweltplanung, E-Mail: birgit.kleinschmit@tu-berlin.de,
Prof. Dr. Mark Gessner, Leiter der Abteilung Experimentelle Limnologie am IGB und Professor an der TU Berlin, E-Mail: gessner@igb-berlin.de, und
Dr. Sabine Hilt, Gruppenleiterin in der Abteilung Ökosystemforschung am IGB, E-Mail: hilt@igb-berlin.de
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