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Regionale wirtschaftliche Zusammenarbeit in Zentralasien

18.11.2014 - (idw) Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)

IAMO organisiert Konferenz mit dem Schwerpunkt auf Agrarproduktion und Handel in zentralasiatischen Regionen Halle (Saale), 18. November 2014 Unter dem Titel Regional Economic Cooperation in Central Asia: Agricultural Production and Trade (ReCCA) richtet das IAMO vom 24. bis 26. November 2014 in Halle (Saale) eine Konferenz aus. Die teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorzugsweise aus den zentralasiatischen Ländern werden auf insgesamt drei Plenarsitzungen und mehreren Parallelsitzungen ihre aktuellen Forschungsergebnisse zur regionalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit und nachhaltigen Entwicklung in diesen Ländern vorstellen und diskutieren.

Die Agrarproduktion spielt in Zentralasien eine wichtige Rolle. Der Beitrag der Agrarwirtschaft zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt etwa 27 Prozent in Tadschikistan, 20 Prozent in Kirgistan, 19 Prozent in Usbekistan, 14,5 Prozent in Turkmenistan und 5 Prozent in Kasachstan. Vor allem die Baumwollproduktion sowie der Export von Baumwolle und Weizen bilden die Grundlage des Agrarsektors in diesen Ländern. Darüber hinaus nimmt der Export von alternativen Landwirtschaftskulturen zu, wie beispielsweise die zunehmenden Bohnenexporte aus Kirgistan. Eine besondere Herausforderung der Region ist der beschränkte regionale Handel zwischen den zentralasiatischen Ländern, der auf die Konflikte bezüglich der Grenzen und Ressourcen zurückzuführen ist. Eine bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern würde zu einer effizienteren Ressourcennutzung und wirtschaftlichen Entwicklung in der Region beitragen.

Auf der Konferenz werden Alternativen für eine bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den zentralasiatischen Ländern diskutiert. Zugleich wird eine Plattform zur Beurteilung der potenziellen Vorteile dieser Zusammenarbeit für die Wirtschaft der Region geschaffen. Es werden u. a. Themen, wie die Verbesserung der Effizienz der Ressourcennutzung, die Entwicklung der Wertschöpfungsketten und die Beurteilung der Potenziale des Handels zwischen zwei Staaten angesprochen. Die Mehrheit der Konferenzredner kommt aus Zentralasien und gehört anerkannten Forschungszentren an, wie dem regionalen Zentrum für Umweltforschung in Zentralasien, der Universität für Landwirtschaft in Samarkand, dem kasachischen wissenschaftlichen Forschungsinstitut für Agrarwissenschaft und ländlicher Entwicklung, dem Institut für Agrarwissenschaft der Akademie der Wissenschaften in Tadschikistan sowie der nationalen agrarwirtschaftlichen Universität in Kasachstan.

Die dreitägige Konferenz wird in Zusammenarbeit mit dem Institut vom Regional Environmental Centre for Central Asia in Kasachstan, der Agraruniversität Samarkand in Usbekistan und der Kirgisischen Nationalen Agraruniversität organisiert sowie finanziell vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Fiat Panis Stiftung unterstützt.

Die Veranstaltung findet in Englisch statt und wird zudem teilweise in die russische Sprache übersetzt. Weiterführende Informationen und das vollständige Programm zur Konferenz können Sie hier einsehen: www.iamo.de/event/recca

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Medienvertreterinnen und -vertreter sind auf der Konferenz herzlich eingeladen. Gerne arrangieren wir für Sie Interviewtermine mit den Expertinnen und Experten auf der Veranstaltung. Bei Interesse zur kostenlosen Teilnahme senden Sie bitte eine E-Mail an: presse@iamo.de

Über das IAMO

Das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) widmet sich der Analyse von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungsprozessen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie in den ländlichen Räumen. Sein Untersuchungsgebiet erstreckt sich von der sich erweiternden EU über die Transformationsregionen Mittel-, Ost- und Südosteuropas bis nach Zentral- und Ostasien. Das IAMO leistet dabei einen Beitrag zum besseren Verständnis des institutionellen, strukturellen und technologischen Wandels. Darüber hinaus untersucht es die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Agrar- und Ernährungssektor sowie die Lebensumstände der ländlichen Bevölkerung. Für deren Bewältigung werden Strategien und Optionen für Unternehmen, Agrarmärkte und Politik abgeleitet und analysiert. Seit seiner Gründung im Jahr 1994 gehört das IAMO als außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft an.


Pressekontakt

Daniela Schimming
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 345 2928-330
Fax: +49 345 2928-499
presse@iamo.de
www.iamo.de Anhang
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