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Preise für MHH-Forscher

20.11.2014 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

Rudolf-Schoen-Preis, Sir Hans Krebs-Preis und Ernst-August Schrader-Stipendium bei Jahresversammlung der Freundesgesellschaft verliehen Hohe Auszeichnungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Sie erhielten den Rudolf-Schoen-Preis, den Sir Hans Krebs-Preis und das Jahresstipendium von Ernst-August Schrader während der Jahresversammlung der Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover e.V. (GdF). Die Verleihung fand am gestrigen 19. November im Congress Center der TUI AG statt.

Rudolf-Schoen-Preis der TUI-Stiftung

Den mit 20.000 Euro dotierten von der TUI-Stiftung zur Verfügung gestellten Preis erhielt Professorin Dr. Ulrike Raap, Oberärztin an der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Sie befasste sich in ihrer Arbeit mit der Mastozytose. Das ist eine seltene Erkrankung, bei der bestimmte Immunzellen, sogenannte Mastzellen, in der Haut und im Knochenmark vermehrt vorliegen. Die Symptome der Mastozytose umfassen einen schweren Juckreiz, bräunlich-rote Flecken der Haut, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall bis hin zur Osteoporose. Mastozytose-Patienten haben mehr Botenstoffe vom Typ IL-31 im Blut als Gesunde. Die Konzentration dieses Botenstoffs korreliert mit dem Fortschreiten der Erkrankung, erläutert Professorin Raap ihre Forschungsarbeit. IL-31 ist somit ein wichtiger und neuer diagnostischer Biomarker bei erwachsenen Patienten mit Mastozytose, der dazu genutzt werden kann, die Krankheitsprogression zu erfassen.

Sir Hans Krebs-Preis
gestiftet von der Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover e.V.
Professor Dr. Dr. Thomas Thum und Dr. Claudia Bang, Institut für Molekulare und Translationale Therapiestrategien, erhielten den mit 10.000 Euro dotierten Sir Hans Krebs-Preis. Sie fanden einen neuen Mechanismus der Kommunikation zwischen den Herzzellen, der zu krankhaftem Herzwachstum führt. Daraus kann Herzschwäche oder Herzversagen entstehen. Wir entdeckten eine kurze Ribonukleinsäure, miR-21star, und fanden heraus, dass sie aus Bindegewebszellen herausgeschleust wird und dann in Herzmuskelzellen eintritt. Das regt Herzmuskelzellen zu krankhaftem Wachstum an, erläutert Professor Thum. Die Wissenschaftler fingen miR-21star bei Mäusen mit krankhaftem Herzwachstum ab, wodurch sich das Wachstum der Herzmuskelzellen minderte. Diese Entdeckungen können zu neuen Therapien führen, die Menschen vor Herzversagen schützen.

Jahresstipendium von Ernst-August Schrader

Dr. Nadine Sarah Schaadt, MHH-Institut für Pathologie, erhält für ihr Forschungsvorhaben ein Jahresstipendium in Höhe von 10.000 Euro aus Mitteln von Ernst-August Schrader, Hannover. Sie widmet sich dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa. Es ist insbesondere für immungeschwächte Patienten gefährlich, kann das menschliche Immunsystem schädigen und bei Patienten mit zystischer Fibrose zu schweren Lungeninfektionen führen. Zudem ist es gegen die meisten Antibiotika resistent. Um Therapien zur Immunstärkung zu finden, ist ein detailliertes Verständnis der Beziehung zwischen dem Bakterium und dem Menschen nötig. Deshalb entwickele ich ein mathematisches Modell, welches das Wachstum einer Bakterienkolonie in einer menschlichen Lunge simuliert, erläutert Dr. Schaadt.
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