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Fünf Jahre Campus Velbert/Heiligenhaus

21.11.2014 - (idw) Hochschule Bochum

Zwei persönliche Rückblicke auf eine Erfolgsgeschichte Sind es tatsächlich schon fünf Jahre? Ja, solang gibt es ihn schon, den Campus Velbert/Heiligenhaus. Das wird vor allem deutlich an den Absolventinnen und Absolventen, die bereits verabschiedet oder in einen Masterstudiengang eingeschrieben werden konnten. Das sieht man auch jeden Tag an der Baustelle an der Kettwiger Straße, wo jetzt der Neubau wächst Da ist der Zeitpunkt gekommen für einen Rückblick oder besser gleich für zwei: für die Professorinnen und Professoren, die den Campus mit ihrer Arbeit tagtäglich zum Leben erwecken, hat Standortleiter Prof. Christian Weidauer zurückgeschaut, für die Studierenden, die den Campus mit immer neuem Leben füllen, wagte Master-Studentin Nadine Sticherling den Blick zurück.

Als Geburtstagsgeschenk zusammengetragen von Eva Rüther

Prof. Christian Weidauer: Stehenbleiben werden wir nie!

Ihr müsst den Standort aufbauen! Etwas ausführlicher wird das Präsidium es natürlich formuliert haben, doch inhaltlich war es tatsächlich so: Es war klar, dass ich gemeinsam mit meinen Kollegen Prof. Dietmar Gerhardt und Prof. Jörg Frochte den Standort Campus Velbert/Heiligenhaus aufbauen würde, doch dass es so schnell in verantwortlicher Position gehen würde, war mir damals nicht bewusst, erinnert sich Prof. Christian Weidauer an den Beginn seiner Tätigkeit am Campus Velbert/Heiligenhaus vor fünf Jahren. Es ist schon ungewöhnlich, mit dieser Aufgabe gleich am Anfang konfrontiert zu werden. An uns dreien lag es, ob sich der Standort etablieren und entwickeln würde natürlich mit Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen aus Bochum, so beschreibt Prof. Christian Weidauer seine schwierige Aufgabe.
Eine Herausforderung, die er gerne annahm und mit Begeisterung umsetzte:
Wir hatten zunächst nur 28 Studierende, die in einem Raum untergebracht waren. Die übrigen Büroräume standen leer; viele Büros waren noch gar nicht bezogen. Eine spannende Zeit begann, denn nicht nur der Lernstoff musste vermittelt und die Projekte im Rahmen der dualen Ingenieursstudiengänge entwickelt, sondern auch neue Kollegen eingestellt werden. Ich habe drei Berufungskommissionen geleitet und bei weiteren mitgewirkt, sagt Prof. Christian Weidauer. Über die dazugewonnene fachliche Kompetenz hinaus freut er sich, dass alle neuberufenen Kolleginnen und Kollegen gut ins Team am Campus passen. Zwischen Professoren und Studierenden entstand ein enges Verhältnis, alle kannten sich mit Namen. Die Studierenden bekamen schnell mit, dass wir alle an einem Strang ziehen und gemeinsam den Aufbau des Campus Velbert/Heiligenhaus mitgestalten. Mittlerweile steht die Dependance der Hochschule Bochum vor der 13. Berufung. Über 200 Studierende lernen hier in KIS-, KIA- oder Vollzeit-Studiengängen. Nach fünf Jahren Campus Velbert/Heiligenhaus werden die Studiengänge reakkreditiert, zum neuen Wintersemester werden voraussichtlich weitere zwei Studiengänge das Angebot erweitern: Technische Informatik sowie Mechatronik und Produktentwicklung kommen zum Studiengang Mechatronik und Informationstechnologie hinzu.
Anfangs waren einzelne Unternehmen noch skeptisch und abwartend, ob unser Konzept wirklich funktionieren kann, weiß Prof. Christian Weidauer. Heute unterstützen die Schlüsselregion und 105 Unternehmen aus der Region den Campus Velbert/Heiligenhaus. Und das nächste Ziel ist nicht weit: Auf dem nördlichen Teil des Kiekert-Areals entsteht ein U-förmiger, knapp 10.000 Quadratmeter großer Gebäudekomplex, in dem künftig bis zu 400 Studierende ab dem Wintersemester 2016/2017 zu qualifizierten Fachkräften ausgebildet werden. Mit dem Bau wurde gerade begonnen. An den Planungen war Prof. Christian Weidauer von Anfang an als Nutzervertreter einbezogen.
Wir fühlen uns hier wohl, aber sind natürlich gespannt, wie es in dem Neubau ist. Der Umzug wird eine große Herausforderung, sagt er. Ich wünsche mir sehr, dass der gute Kontakt untereinander erhalten bleibt. Sicher ist der organisatorische Aufbau des Campus Velbert/Heiligenhaus nach fünf Jahren bald einmal abgeschlossen, wir haben vieles richtig gemacht, und darauf können wir stolz sein. Aber stehenbleiben werden wir nie.

Masterstudentin Nadine Sticherling: Wir gucken uns das mal an...!

Als ich in meinem Ausbildungsbetrieb Huf in Velbert eingestellt wurde, gab es den Campus Velbert/ Heiligenhaus noch gar nicht richtig, lacht Nadine Sticherling. Sie gehört zu den allerersten 28 Studierenden, die im Wintersemester 2009 mit dem dualen Ingenieursstudium starteten. Dass sie Mechatronik studieren würde war klar, doch erst vier Monate vor Beginn des Studiums stellte sich heraus, ob sie dies an der Hochschule Bochum oder in Heiligenhaus tun würde. Es ist schon sehr ungewohnt, in einem Bürogebäude mit nur einem Vorlesungsraum zu lernen; zumal ich den `richtigen`Unibetrieb kennen gelernt hatte. Doch Nadine Sticherling nahm es gelassen. Wie auch die Bewerbungsphase: Ich komme ja aus Norddeutschland und wollte eigentlich in dieser Region ein duales Studium beginnen. Bei einer Ausbildungsbörse lernte ich das Unternehmen Huf kennen. Ich hatte einen sehr guten Eindruck, der Ausbildungsleiter war sehr nett und stellte mir das Konzept des dualen Studiums vor. So wusste ich, dass ich eine der ersten Studierenden bei Huf sein würde und bin einfach mal ins Assessmentcenter gegangen. Nadine Sticherling wurde sofort auswählt. Und ihr gefiel die persönliche Atmosphäre in dem Velberter Unternehmen. Im August 2009 begann sie mit dem Studium, nun hat sie bereits den Bachelor in der Tasche und ist im Moment mit dem Master beschäftigt.
Ich habe mich überhaupt nicht davon abschrecken lassen, dass der Campus noch im Aufbau war. Die wollen was Neues ausprobieren, dachte ich. Da mach ich mit. Immerhin hatte sie etwas Unterstützung von den drei anderen Studierenden von Huf. Wir schauen uns das einfach mal an, sagten wir uns. Alle waren motiviert und hatten das Gefühl, mitbestimmen zu können. Die Professoren legten Wert darauf, ein Feedback von uns zu bekommen, erzählt sie. Durch den Hochschul-Präsidenten Prof. Martin Sternberg gefördert, wurde vor zwei Jahren eine Fachschaft eingerichtet. Nadine Sticherling ist die Vorsitzende und zeigt auch hier ihr Engagement für die Mitarbeit am Campus.
Natürlich haben die Studenten untereinander nicht mehr so ein enges Verhältnis wie in meinem Jahrgang zu Anfang. Andererseits finde ich gut, dass wir nun eigene Professoren für die entsprechenden Fächer haben. Anfangs wurden ja die Professoren von der Hochschule Bochum ausgeliehen. Auch die Labore sind heute besser ausgestattet. Bald steht der große Umzug in den Neubau auf dem ehemaligen Kiekert-Gelände an. Ich finde toll, dass es klappt. Vor allem hofft sie, dass sich die Studierenden und Professoren nicht mehr als Gast fühlen Wir haben uns hier die ganze Zeit wohl gefühlt, aber zum Beispiel gehen wir eben bisher in die Kiekert-Kantine und nicht in die eigene. Ich kann mir auch vorstellen, dass es einfacher wird, zum Beispiel für die Erstsemester auf unserem Campusgelände eine Fete zu organisieren. Dann müssen wir uns nicht nach einer anderen Räumlichkeit umschauen. Auch die Studentenwohnungen sind angenehm. Alles in allem waren die letzten fünf Jahre auch für Nadine Sticherling spannend und erfolgreich zugleich: Ich bin froh, dass ich am Campus Velbert/ Heiligenhaus studiere. Wir hatten immer lebendige Diskussionen mit den Professoren, was in einer Vorlesung mit über 70 Zuhörern sicher nicht so möglich ist. Ich hätte vielleicht ohne das duale Studium am Campus Velbert/ Heiligenhaus hier nie mit einem Masterstudium begonnen. Weitere Informationen:http://www.hochschule-bochum.de/campus-velbert-heiligenhaus.html - Die Webseiten des Campus Velbert/Heiligenhaus der Hochschule Bochum.

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