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Kompetenzen von Lehrenden in der Erwachsenenbildung sichtbar machen

25.11.2014 - (idw) Deutsches Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V.

Bonn, 25. November 2014. Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung startet ein BMBF-Projekt mit acht Bundesverbänden Seit Jahren ist es im Gespräch jetzt werden die schon lange geforderten, ersten Schritte getan: Ähnlich wie in Österreich und in der Schweiz kann es bald auch in Deutschland eine bundesweite, trägerübergreifende Anerkennung der Kompetenzen von Erwachsenen- und Weiterbildnern geben. Mit dem Projekt GRETA des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) wird der Grundstein für eine mehrjährige Entwicklungsphase gelegt. Im Projekt werden Verfahren und Instrumente entwickelt und vereinbart, die non-formal und informell erworbene Kompetenzen von Lehrenden in der Erwachsenen-/Weiterbildung sichtbar machen und validieren und die später in ein berufsqualifizierendes Zertifikat münden können. Durch die enge Kooperation mit acht Dachverbänden aus allen wichtigen Feldern der Erwachsenen- und Weiterbildung entsteht eine neue Dynamik für die Professionalitätsentwicklung im Feld.

Mit den Lehrkräften werden Akteure in den Fokus gerückt, die je nach Handlungsfeld als Trainer/innen, Dozent/inn/en, Kursleitende oder Lernbegleiter/innen bezeichnet werden und die mit mindestens 400.000 Personen eine sehr große Berufsgruppe darstellen. Für die Teilnehmenden sind sie das Aushängeschild der Weiterbildung und für die Qualität der Lehr-/Lernprozesse verantwortlich.

Es fehlt ein überverbandliches, akzeptiertes Verfahren zur Anerkennung von Kompetenzen. Das zu etablieren können weder die Verbände im Alleingang umsetzen noch das DIE, sagt Andreas Seiverth, Bundesgeschäftsführer der DEAE, eine der Partnerorganisationen des Projekts.

Konkret wird im Rahmen des GRETA-Projekts zunächst ein Kompetenzmodell entwickelt, auf das sich alle nachfolgenden Fragestellungen und Verfahren beziehen sollen. Dies gilt vor allem für Fortbildungen und Qualifizierungswege, die die Träger der Erwachsenen- und Weiterbildungen anbieten und die später akkreditiert werden können. Schließlich sollen Verfahren entwickelt werden, mit denen die im Zuge der Berufstätigkeit erworbenen professionellen Handlungskompetenzen der Lehrkräfte anerkannt werden können.

Ansprechpartner im DIE: Dr. Peter Brandt (brandt@die-bonn.de) und Dr. Anne Strauch (strauch@die-bonn.de).

GRETA steht für Grundlagen für die Entwicklung eines trägerübergreifenden Anerkennungsverfahrens für die Kompetenzen Lehrender in der Erwachsenen- und Weiterbildung und wird für drei Jahre mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Projektpartner sind:
Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. (AdB)
Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben (AuL)
Bundesverband der Träger beruflicher Bildung e.V. (BBB)
Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE)
Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF)
Deutscher Volkshochschul-Verband e. V. (DVV)
Dachverband der Weiterbildungsorganisationen e.V. (DVWO)
Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) Weitere Informationen:http://www.die-bonn.de/Greta
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