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Natur in der Stadt: Absolventen der Hochschule OWL gewinnen bei IGA-Ausschreibung 1. Platz

25.11.2014 - (idw) Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Ein Wettbewerb, zwei Anerkennungen: Miriam Dittrich und Kevin Lawitzky sind Absolventen der Landschaftsarchitektur an der Hochschule OWL. Sie haben sowohl den renommierten Peter-Joseph-Lenné-Preis als auch die Karl-Foerster-Anerkennung der gleichnamigen Stiftung gewonnen. Ein Ideenwettbewerb des Landes Berlin suchte ein nachhaltiges Konzept für einen Bildungs-, Begegnungs- und Experimentierort für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2017 in Berlin. Der Sieger-Entwurf für den sogenannten IGA-Campus ist mit 5.000 Euro dotiert, die Karl-Foerster-Anerkennung mit 1.500 Euro. Auf einem Gelände von insgesamt über 160 Hektar widmet sich die IGA 2017 thematisch der Zukunft des urbanen Grüns die Förderung städtischer Naturräume und Projekte wie urbanes Gärtnern, urbane Bienengärten oder School Gardens sind dabei Schwerpunkte. Auch Kindern und Jugendlichen soll in einem eigenen Areal, dem IGA-Campus, ein Zugang zu diesen Themen ermöglicht werden. Dessen Gestaltung war Ausschreibungsinhalt in der Kategorie A (Garten- und Landschaftsarchitektur) des Peter-Joseph-Lenné-Preises, der alle zwei Jahre vom Land Berlin ausgelobt wird. In diesem Jahr haben zwei Absolventen der Hochschule OWL gewonnen: Miriam Dittrich und Kevin Lawitzky. Ihr Konzept Zellkultur, das sie im Rahmen ihres Bachelorstudiums entwarfen, überzeugte insgesamt 6.500 Euro sind die Belohnung. Ihre Arbeit wurde zudem im Rahmen der Preisverleihung am 21. November von einer externen Agentur visualisiert.

Das Konzept
Für die Gestaltung des IGA-Campus griffen die Absolventin und der Absolvent der Landschaftsarchitektur den Leitgedanken der IGA 2017 immer wieder auf: Stadt und Natur zu verbinden. Das wichtigste Gestaltungselement ist dabei die Zelle sie ist nicht nur die kleinste Einheit der Natur, sondern steht auch sinnbildlich für das gemeinschaftliche Stadtgefüge. Erst im Zusammenschluss verwandeln sich die Zellen von vielen, autarken Arbeitseinheiten in einen Verband, eine leistungsstarke Einheit genau wie es in Städten der Fall ist, erklärt Lawitzky. Das Gebäudedesign in ihrem Entwurf Zellkultur ist deshalb an große Zellhaufen angelehnt. Die Gebäude bestehen aus einer netzartigen Rahmenkonstruktion, die aus gefärbten Holzelementen gefertigt und mit transparenten Stoffen bespannt wird. Bei gutem Wetter werden die Zellen geöffnet, sodass der Eindruck erweckt wird, man befinde sich im Freien und nicht in einem geschlossenen Raum. Gleichzeitig können die Besucher von außen beobachten, was im Inneren der Gebäude passiert. Eine Herausforderung bei der Gestaltung des Campus war der Aspekt der Nachhaltigkeit was geschieht mit den Bauten und angelegten Gärten wenn die IGA 2017 vorbei ist? Die beiden Berufseinsteiger schlagen eine Nachnutzung durch Partnerschaften mit Schulen und Kindergärten, die extensive Bepflanzung mit Wildblumen sowie die Pflege durch Beweidung, beispielsweise mit Schafen, vor. Auch eine Vermietung von Gartenparzellen ist denkbar, um städtisches Gärtnern auch im Anschluss zu ermöglichen und zu fördern. Es liegt stark im Trend, weil es das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, den Umgang mit Ressourcen und Nahrungsmitteln sowie den Gemeinschaftssinn und die soziale Kompetenz stärkt, so Lawitzky.

Zu den Preisen
Der Peter-Joseph-Lenné-Preis ist ein Ideenwettbewerb für Studierende und Berufsanfängerinnen und -anfänger aus den Fachgebieten Garten- und Landschaftsarchitektur, Architektur, Wissenschaft und Kunst, der vom Land Berlin alle zwei Jahre ausgelobt wird. Er gilt als einer der größten Wettbewerbe seiner Art mit dem Ziel, Studenten und junge Berufsanfänger zu fördern. Die Aufgabe A beinhaltete die Gestaltung des IGA-Campus mit seinen drei Teilbereichen: dem IGA-Camp, dem Global School Garden und dem IGA-Klassenzimmer. Geplant ist, dass internationale Jugendgruppen die Gebäude und Gärten des Endkonzepts in gemeinsamer Projektarbeit, im sogenannten IGA-Camp, im Vorfeld der Ausstellung aufbauen und mitgestalten. Im Global School Garden kann gemeinsam gegärtnert werden beispielsweise sind Kooperationen mit lokalen Schulen vorgesehen. Das IGA-Klassenzimmer soll vor allem als Bildungsmaßnahme für Schulklassen zu Themen wie Umwelt und gesunde Ernährung dienen insgesamt werden ca. 30 bis 50 Schulklassen am Tag im Ausstellungszeitraum erwartet.

Die Karl-Foerster-Anerkennung erhalten sehr gute und gute Entwürfe mit besonders guten Leistungen in der Pflanzenverwendung. Weitere Informationen:http://www.hs-owl.de
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