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Bad Salzunger Epitaph gerettet

26.11.2014 - (idw) Fachhochschule Erfurt

Wanderausstellung "In letzter Minute gerettet" stellt Restaurierungsprojekte vor: Kunstwerk statt Brennholz. Hölzernes Andenken erstrahlt in neuem Glanz. Anfang November hatte es in Leipzig zum elften Mal die denkmal gegeben, eine europäische Messe für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung. Dabei präsentierten die Volontäre der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland (VdL) besondere, spektakuläre Rettungsgeschichten fast schon aufgegebener Denkmale. Es entstand eine Wanderausstellung mit dazugehöriger Broschüre mit dem Titel In letzter Minute gerettet. Die Wanderausstellung reist jetzt durch Deutschland, zu sehen ist sie vom 4.-19. Dezember im LWL-Landeshaus in Münster, weitere Termine und Ausstellungsorte werden Anfang 2015 feststehen.

Eines der ausgewählten Projekte ist das Hoßfeld-Epitaph aus der Stadtkirche St. Simplicius Bad Salzungen. Das rund 350 Jahre alte Kunstwerk wurde unter Leitung von Prof. Dr. phil. Sabine Maier, Professorin für Restaurierung von bemalten Oberflächen (Leinwand- und Tafelmalerei) an der FH-Erfurt, und in der Restaurierungswerkstatt von Gisela Tilly (Paderborn) in Zusammenarbeit mit Studierenden der FH Erfurt aufwändig wiederhergestellt. Dipl.-Rest. (MA) Gisela Tilly ist selbst Erfurter Absolventin.
Im Begleittext wird hervorgehoben, dass dank des studentischen Engagements die hohen Restaurierungskosten um ca. 80% reduziert werden konnten.
Das Motto des Broschüren-Beitrags beschreibt den problematischen Vorzustand des Hoßfeld-Epitaphs: "Kunstwerk statt Brennholz. Hölzernes Andenken erstrahlt in neuem Glanz".

Ein Epitaph ist eine Grabinschrift oder ein Grabdenkmal für einen Verstorbenen an einer Kirchenwand oder einem Pfeiler. Bei dem geretteten Epitaph handelt es sich um eine Gedächtnistafel in Herzform. Sie wurde dem Andenken an die 1668 verstorbenen Kinder des Dr. Friedrich Hoßfeld, Friedrich Hiob und Juliane Sabine Elisabeth, gewidmet. Das Epitaph befand sich bis zu ihrer Zerstörung (1945) in der Bad Salzunger Husenkirche und wurde später im Turm der Stadtkirche eingelagert. Erst 2004 wurde die Tafel in sehr desolatem Zustand wiederentdeckt. Es ist eines der wenigen barocken Zeugnisse, die nach dem Bad Salzunger Stadtbrand von 1786 erhalten sind. Nach der mehrjährigen Restaurierung erstrahlt das Epitaph heute in neuem Glanz und kann in der Stadtkirche St. Simplicius Bad Salzungen besichtigt werden.
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