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How various brain areas interact in decisions

26.11.2014 - (idw) Universität Zürich

Our decisions can be pictured in the brain. Scientists at the University of Zurich were able to show in a recent study which areas are most active in decision making. Often the so-called prefrontal cortex not only apparently shows increased activity during decisions that require self-control, but in general during decision making. The results could be of use in promoting decision skills in difficult decisions. Der Wert eines Stücks Schokoladenkuchen ist veränderlich. Wer gerade auf Diät ist, entscheidet sich eher für das Fruchtdessert und bewertet den kalorienreichen Kuchen als ungesund. Bisherige Studien haben gezeigt, dass ein bestimmtes Netz im Gehirn aktiv ist, wenn man sich zwischen verschiedenen Auswahlmöglichkeiten entscheiden muss, deren Wert je nach Kontext variiert. Sie heben dabei die Interaktion zwischen den Neuronen zweier Hirnregionen des präfrontalen Kortex hervor der Kontrollinstanz des Gehirns an der Stirnseite.

Präfrontaler Kortex bei allen Entscheidungen erhöht aktiv
Sarah Rudorf und Todd Hare vom Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Zürich können nun in ihrer neuen Studie jene Gehirnareale bestimmen, die während des Prozesses der Entscheidungsfindung am aktivsten sind. Ihre Ergebnisse weisen darauf hin, dass die neuronalen Interaktionen zwischen dem sogenannten dorsolateralen und ventromedialen präfrontalen Kortex nicht nur dann eine zentrale Rolle spielen, wenn zwischen mehreren Möglichkeiten abgewogen werden muss, sondern ganz allgemein für eine flexible Entscheidungsfindung ausschlaggebend sind. Dies widerspricht der Meinung, dass eine erhöhte Aktivität des präfrontalen Kortex nur dann auftritt, wenn Selbstbeherrschung verlangt ist, um zwischen gegensätzlichen Präferenzen entscheiden zu können.

Bisher wurden in den Experimenten nur Situationen betrachtet, in denen Personen gegensätzliche Wünsche in Einklang bringen müssen, um ein Ziel zu erreichen. Beispielsweise haben Probanden finanzielle Gewinne gegen Fairnessinteressen abzuwägen oder unmittelbare Gewinne gegen langfristige Auszahlungen. Sara Rudorf und Todd Hare fragten sich, was sich im Gehirn abspielt, wenn keine widersprüchlichen Wünsche gegeben sind und keine Selbstkontrolle verlangt wird.

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler mittels funktioneller Magnetresonanztomographie die Gehirne von 28 Probanden, während dem diese Auswahlfragen beantworteten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich dabei für Handlungen entscheiden, die stets mit einem finanziellen Gewinn verbunden waren. Allerdings änderten sich im Verlauf der Untersuchung mehrmals die Regeln, wonach eine Handlung die grösste Auszahlung mit sich brachte.

Anknüpfungspunkte für neue Therapien
«Entscheidungen, die Selbstbeherrschung verlangen, sind überaus wichtig, da sie das körperliche, gesellschaftliche und finanzielle Wohlergehen einer Person direkt beeinflussen», erklärt Sarah Rudorf. Dank der Bestimmung der Mechanismen im Gehirn, die nicht nur bei Entscheidungen, die Selbstbeherrschung verlangten, sondern auch bei generellen Entscheidungen zum Tragen kommen, könnten sich neue Anknüpfpunkte für Therapien auftun. «Man könnte Schulungsprogramme entwickeln, um bestimmte Entscheidungskompetenzen für schwierige Situationen zu fördern, in denen es auf Selbstbeherrschung ankommt», schliesst Todd Hare.


Literature:
Sarah Rudorf und Todd Hare. Interactions between Dorsolateral and Ventromedial Prefrontal Cortex Underlie Context-Dependent Stimulus Valuation in Goal-Directed Choice.
Journal of Neuroscience, November 26, 2014, 34(48):15988 15996.

Contac:
Prof. Todd Hare
Department of Economics
University of Zurich
Phone +41 44 634 10 17
E-mail: todd.hare@econ.uzh.ch Weitere Informationen:http://www.mediadesk.uzh.ch
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