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Gemeinschaft als Zukunftsweg

28.11.2014 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Als starkes Netzwerk will Leibniz die Herausforderungen der Gesellschaft angehen.
Mit kooperativer Wissenschaft bündelt die Leibniz-Gemeinschaft die individuellen Stärken ihrer Mitglieder für die Zukunft. Auf der Leibniz-Jahrestagung lobt EU-Forschungskommissar Moedas den Beitrag der Leibniz-Gemeinschaft für die europäische Forschung. Bei seinem ersten Besuch in Deutschland lobte der neue EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, Carlos Moedas, den Beitrag der Leibniz-Gemeinschaft zur europäischen Forschung in den vergangenen 20 Jahren. Der Kommissar kündigte bei seiner Rede auf der Festveranstaltung der Leibniz-Jahrestagung Aktivitäten für eine innovations-zugängliche Gesellschaft in Europa an. Diese basiere unbedingt auf einer angemessenen öffentlichen und privaten Finanzierung von Forschung und Entwicklung und einem gemeinsamen europäischen Forschungsraum, der offen für weltweite Kooperationen ist, aber eine starke Basis im Binnenmarkt hat. Außerdem müssten gute Ideen und Innovationen schneller in kommerzielle Produkte und Dienstleistungen überführt werden.

Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner, hat die Mitglieder der Forschungsorganisation bei ihrer Jahrestagung zu mehr Gemeinschaft eingeladen. Unter dem Motto Mehr Gemeinschaft wagen sollten die 89 Mitgliedseinrichtungen ihr Wissen, ihre Kräfte und ihre Methoden bündeln. Diese Form der Kooperativen Wissenschaft halte ich vor dem großen internationalen Hintergrund der kommenden Herausforderungen in Wissenschaft und Forschung für ihren wahren Zukunftsweg, sagte Matthias Kleiner am Donnerstagabend bei der Festversammlung der Jahrestagung. Zwischen der Mission der Institute und ihrer Kooperation miteinander und mit externen Partnern bestehe ein produktives Verhältnis, so der Leibniz-Präsident. Damit wohne der Leibniz-Gemeinschaft eine allgemeine Interaktion zwischen Grundlagenforschung und Anwendungsforschung, zwischen Erkenntnisorientierung und Anwendungsorientierung als echte Wechselwirkung inne, betonte Matthias Kleiner. Daran anschließend hob der Leibniz-Präsident die mobilen Diagnostik-Labore des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin aus Hamburg im von Ebola geplagten Guinea als Modellbeispiel von Wissenstransfer à la Leibniz hervor.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka lobte in ihrem Grußwort die themenorientierte institutsübergreifende Vernetzung innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft und über sie hinausgehend als wichtige Entwicklung der Wissenschaftsorganisation. Die Leibniz-Forschungsverbünde und Leibniz-WissenschaftsCampi führten so dazu, dass die Leibniz-Gemeinschaft künftig stärker in strategische Überlegungen und Entscheidungen der Forschungspolitik einbezogen werden könne, so Wanka.
Für die Leibniz-Forschungsverbünde und Leibniz-WissenschaftsCampi bewilligte der Leibniz-Senat ergänzende Mittel aus der Förderlinie Strategische Vernetzung in Höhe von mehr als 10,5 Mio. Euro. Damit fördert die Leibniz-Gemeinschaft ab 2015 über vier Jahre den neuen Leibniz-Forschungsverbund zu Infektionskrankheiten im 21. Jahrhundert und den bestehenden zur Historischen Authentizität. Außerdem werden sechs neue und vier bestehende WissenschaftsCampi zu den Themen Verbraucherpolitik (Berlin), empirische Linguistik und computerbasiertes Sprachlernen (Mannheim), neurologische Lern- und Gedächtnisforschung (Magdeburg), gesundes Altern (Jena), Infektionsbekämpfung (Jena), Kognition von Primaten (Göttingen), Byzanzforschung (Mainz), Phosphorforschung (Rostock), pflanzenbasierte Bioökonomie (Halle) und Bildung in Informationsumwelten (Tübingen) gefördert.

Als neues Mitglied des Senats der Leibniz-Gemeinschaft wählte das oberste Aufsichtsgremium Ilse Helbrecht, Professorin für Kultur- und Sozialgeographie und Direktorin des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung (GSZ) an der Humboldt-Universität zu Berlin, und Robert F. Singer, Professor für Werkstoffkunde und Technologie der Metalle, Universität Erlangen-Nürnberg. Für eine zweite Amtszeit im Senat wurden gewählt: Norbert Berthold (Ordinarius für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg), Jan-Hendrik Olbertz (Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin), Heinz-Elmar Tenorth (emeritierter Professor für Historische Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin) und Monika Wulf-Mathies (Beraterin des Vorstands der Deutsche Post DHL).

Die Mitgliederversammlung bestätigte die Vizepräsidenten Matthias Beller (Leibniz-Institut für Katalyse, Rostock) und Friedrich Hesse (Leibniz-Institut für Wissensmedien, Tübingen) für eine weitere Amtszeit von zwei Jahren.

Pressekontakt Leibniz-Gemeinschaft:
Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 89 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen u.a. in Form der WissenschaftsCampi , mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 17.500 Personen, darunter 8.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,5 Milliarden Euro. Weitere Informationen:http://www.leibniz-gemeinschaft.de

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