Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 23. Oktober 2017 

Sachsen-Anhalt ist reif für nachhaltiges Wachstum in der Bioökonomie

01.12.2014 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Der WissenschaftsCampus Halle Pflanzenbasierte Bioökonomie (WCH)
kann dank einer aktuellen Auswahlentscheidung der Leibniz-
Gemeinschaft für weitere vier Jahre seine Arbeit fortsetzen. Gemeinsam
gefördert wird die regionale Kooperation durch die Leibniz-
Gemeinschaft, das Land Sachsen-Anhalt sowie die Martin-Luther-
Universität Halle-Wittenberg (MLU). Aufgrund der weiteren Förderung sind wir nun bestens gerüstet, um die
Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des WCH in den Feldern
Forschung, Lehre und Öffentlichkeit in den nächsten vier Jahren auszubauen.
Hierzu will der WCH die Integration weiterer Forschungseinrichtungen
vorantreiben und besonders die Beteiligung von Partnern aus der Wirtschaft
verstärken, speziell mit Firmen aus der Bioökonomie", sagt Klaus Pillen,
Professor für Pflanzenzüchtung an der MLU und einer der beiden Sprecher des
WissenschaftsCampus Halle.

In der zweiten Förderphase will der WCH zudem neue
Verbundforschungsprojekte unterstützen und ein eigenständiges Konzept zur
strukturierten Nachwuchsförderung im Bereich der Bioökonomie erarbeitet.
Des Weiteren soll die Internationale Bioökonomie Konferenz in Halle
fortgesetzt werden.

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Hartmut Möllring ist die weitere
Förderung ebenfalls ein wichtiges Anliegen: Der Bereich Bioökonomie gehört
zu einem der fünf strategischen Zukunftsmärkte des Landes Sachen-Anhalt
und hat für uns eine hohe Bedeutung: Bereits heute verfügen wir über eine
hervorragende Forschungsinfrastruktur. Durch eine noch stärkere Vernetzung
der Wissenschaftseinrichtungen der Bioökonomie, Ernährung und
Landwirtschaft, aber vor allem auch zwischen Wissenschaft und der
heimischen Wirtschaft werden vielversprechende Projekte entstehen und so
Wachstumspotenziale gehoben.

Um ein zukunftsfähiges Wirtschaftssystem auf der Basis von nachwachsenden
Rohstoffen zu erreichen, ist es unter anderem erforderlich, die Nutzpflanzen
von morgen an Anbau- und Umweltbedingungen anzupassen. Die umfassende
Nutzung aller Pflanzenteile muss weiter verbessert werden, um pflanzliche,
gesunde Nahrungsmittel und Produkte für die Weltbevölkerung
bereitzustellen. Der WCH als Zusammenschluss von Experten auf dem Gebiet
der Pflanzen-, Agrar-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und der
Biotechnologie, hatte sich bereits in den vergangenen drei Jahren speziell
dieser Aufgabe gewidmet.

Die Welt steht unter anderem durch Klimawandel und einer wachsenden
Weltbevölkerung vor enormen Herausforderungen. Mit ihren vielfältigen
Möglichkeiten kann die Bioökonomie, einen wichtigen Beitrag zur Lösung
dieser globalen Probleme leisten. Bioökonomie ist die Erzeugung und Nutzung
biologischer Ressourcen, die sich an natürlichen Stoffkreisläufen orientiert, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren
im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Sie gilt
als eine der Schlüsselindustrien des 21. Jahrhunderts.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Klaus Pillen
Telefon: +49 (0) 345 55 22 680
E-Mail: klaus.pillen@landw.uni-halle.de

Prof. Dr. Ludger Wessjohann
Telefon: +49 (0) 345 55 22 680
E-Mail: ludger.wessjohann@ipb-halle.de

www.sciencecampus-halle.de
uniprotokolle > Nachrichten > Sachsen-Anhalt ist reif für nachhaltiges Wachstum in der Bioökonomie
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/289216/">Sachsen-Anhalt ist reif für nachhaltiges Wachstum in der Bioökonomie </a>