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Förderpreise des Landes NRW für junge Künstler/innen 2014 gehen an vier Absolvent/innen der KHM

01.12.2014 - (idw) Kunsthochschule für Medien Köln

Die KHM-Absolvent/innen Verena Friedrich, Janina Jung, Kerstin Neuwirth und Timo Seber erhalten je einen der mit 7.500 Euro dotierten Förderpreise des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler.
Die Preisverleihung fand am 26. November 2014 in Münster statt. Kulturministerin Ute Schäfer zeichnete am vergangenen Mittwoch vier KHM-Absolvent/innen mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler 2014 aus: in der Sparte "Medienkunst" die KHM-Absolventin Verena Friedrich (Diplom 2013), in der Sparte "Film: Regie, Bühnenbild, Kameraführung" die Absolventinnen Janina Jung (Diplom 2013) und Kerstin Neuwirth (Diplom 2014) und in der Sparte "Malerei, Graphik, Bildhauerei" den Absolventen Timo Seber (Diplom 2011). "Der Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler ist ein wichtiges Element der Künstlerförderung. Deshalb freue ich mich sehr, auch in diesem Jahr die hervorragenden Leistungen der Nachwuchskünstlerinnen und -künstler mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen auszeichnen zu können", sagte Schäfer bei der Verleihung der Preise im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster..

Auszüge aus den Laudationes:
"Die Medienkünstlerin Verena Friedrich setzt sich mit biowissenschaftlicher Forschung zwischen Kosmetik und Medizin auseinander. Sie hinterfragt die dort entwickelten Hybridprodukte, die uns Manipulation, Verjüngung und Verbesserung des eigenen Körpers versprechen und damit nicht länger Signifikant von Individualität sondern Grundlage für ein Optimierungsprojekt werden. Die in Hanau geborene Künstlerin eröffnet mit ihrem komplexen Werk die Schnittstellen von Kunst und Naturwissenschaft; mit den Mitteln der Kunst hinterfragt sie die transdisziplinäre Erforschung des Körpers und das daraus erwachsende neue Körper- und Menschenbild. (...)"

"Was ist Heimat? Wie kann man von ihr ohne Vorbehalt erzählen? Die ausgezeichneten Arbeiten von Janina Jung belegen, dass es durchaus gelingen kann wenn man sich wie sie der Mittel und Möglichkeiten der dokumentarischen Erzählung sicher ist. (...) So kristallisiert sich in (ihren) beiden Filmen ein sehr facettenreiches Bild von Heimat mit Abschattungen von Wehmut über das Vergangene und Sehnsucht nach andauernder Geborgenheit.Wenn man so will, hat Janina Jung den Begriff Heimat mit ihrer Arbeit und in ihrer Arbeit rehabilitiert. Als Boden der Geschichte, als Ort der Menschen, als Hort der Erinnerung. Und rehabilitiert damit auch den Heimatfilm, dieses Mal ohne Anführungsstriche."

" (...) Kerstin Neuwirth ordnet ihre Bilder zu klaren Tableaus, die immer wieder in fließende Bewegung übergehen und so die Stimmung eines Tagtraums anklingen lassen, in der alles wie notwendig und sinnvoll erscheint. Die Tonspur verstärkt diese Stimmung, indem sie in die Laute der Natur leise Bedrohlichkeit mischt. Die Jury war beeindruckt von den Arbeiten Kerstin Neuwirths, die zwischen Traum und Wirklichkeit zerfließen und dabei filmische Räume schaffen, in denen wie selbstverständlich Zeiten und Orte verschmelzen."

"Das noch junge Werk von Timo Seber hat die Jury überzeugt mit seiner gekonnten Aufnahme und Weiterbearbeitung von Aspekten unserer Alltagsrealität. Denn Referenzen scheinen auf gewisse Weise das eigentliche Material von Timo Sebers Werk zu sein, das in Form von skulpturalen Objekten, überarbeiteten Gegenständen oder angeeigneten Fundstücken wie Buchcovern, Stoffen, Schallplatten oder alten Fotografien seinen Ausgangspunkt nimmt. (...) Er strickt damit ein ganz eigenes Netz aus verschiedenartigen Referenzen, die selbst aus der Popkultur, dem modernen Pantheon der Celebrities, den Medien, aber auch aus seiner persönlichen Geschichte stammen. So gelingt es Timo Seber, sich selbst, seine Kunst und unsere tägliche Lebenswelt auf spannungsreiche Weise miteinander in Beziehung zu setzen.

Gewürdigt wurden insgesamt 19 junge Künstlerinnen und Künstler in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik, Film, Theater, Architektur und Medienkunst. Die Auszeichnung wird seit 1957 jährlich von der Landesregierung für überdurchschnittliche Begabungen im Bereich der Kunst vergeben.


Weitere Informationen und Bildmaterial zu den Preisträgerinnen stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Kunsthochschule für Medien Köln
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Film
Ute Dilger
Peter-Welter-Platz 2
50676 Köln
Tel.: +49 221 20189-330
Fax: +49 221 20189-17
Email: dilger@khm.de

www.khm.de Weitere Informationen:http://www.khm.dehttp://www.mfkjks.nrw.de/presse/ministerin-schaefer-vergibt-foerderpreis-des-lan...
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