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Im Spannungsfeld von Recht und Religion

02.12.2014 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Wissenschaftler aus 20 Ländern treffen sich vom 10. bis zum 13. Dezember an der Universität Würzburg. Im Rahmen der internationalen Tagung beschäftigen sie sich mit einem hochaktuellen und brisanten Thema: dem Verhältnis von Religion, Bürgerrechten und Demokratie weltweit. Religion, Bürgerrechte und Demokratie sind gegenwärtig brisante Themen. Konflikte in der Ukraine, den Balkanstaaten oder in Israel zeigen, wie brüchig der Schutz ebenjener Bürgerrechte sein kann und wie Menschen um ihre Rechte kämpfen. Religionen vor allem religiöse Institutionen sind bei diesen Auseinandersetzungen oftmals direkt oder indirekt als Akteure beteiligt.

Internationale Forschergruppe diskutiert ihre Ergebnisse

Vor diesem Hintergrund trifft sich vom 10. bis zum 13. Dezember die Forschergruppe Religion and Human Rights an der Universität Würzburg, um Ergebnisse ihrer internationalen empirischen Studie zu diskutieren. Im Zentrum stehen die Fragen: Welchen Stellenwert geben junge Menschen aus verschiedenen Ländern den Bürgerrechten? Wie beurteilen sie die demokratischen Institutionen in ihrem Land? Welchen Einfluss hat ihre Religiosität auf diese Einschätzungen?

Dabei wird auf länderspezifische Probleme eingegangen: Wie ist es um den Schutz von Minderheiten bestellt? Gibt es eine Gleichstellung von Frauen und Männern? Gibt es eine klare Trennung von Kirche und Staat? Die Analyse der Situation in einzelnen Ländern und der internationale Vergleich bieten dabei eine einmalige Chance: Es geht darum zu verstehen, wie sich Einstellungen zu Bürgerrechten vor dem Hintergrund einer konkreten geschichtlichen Situation und unter Einfluss von Religion herausbilden.

Internationales Projekt wird von Würzburg aus geleitet

Gastgeber der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Tagung ist Professor Hans-Georg Ziebertz, Inhaber des Lehrstuhls für Religionspädagogik, der seit 2010 das internationale Projekt als Koordinator leitet. Am Projekt sind rund 25 Länder aus Europa, Afrika, Asien und Südamerika beteiligt Das Projekt hat eine Laufzeit bis 2017. Von nun an sind jährliche Tagungen zu weiteren menschenrechtsbezogenen Themen geplant, bei denen die Ergebnisse der Studie systematisch ausgewertet werden.

Kontakt

Prof. Dr. Dr. Hans Georg Ziebertz, Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts, Universität Würzburg, T (0931) 31-83131, hg.ziebertz@uni-wuerzburg.de Weitere Informationen:http://www.rhr.theologie.uni-wuerzburg.de/ Zur Homepage der Tagung "Religion and Human Rights"
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