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Universität Magdeburg und Universität für Chemische Technologie und Metallurgie Sofia unterzeichnete

07.02.2004 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg


v.l.n.r. Die Rektoren Prof. Dr. Kiril Stanulov und Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann während der Vertragsunterzeichnung. Heute, Freitag, den 06. Februar 2004, unterzeichneten die Rektoren der Universität für Chemische Technologie und Metallurgie Sofia (UCTM), Bulgarien, Prof. Dr. Kiril Stanulov, und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, einen Rahmenvertrag über die weitere Intensivierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit in Lehre und Forschung.

Beide Rektoren bekräftigten ihre Absicht, die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre weiter zu intensivieren. Prof. Pollmann hob während der Vertragsunterzeichnung hervor, dass die Kooperation insbesondere auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik zu zahlreichen Forschungsaktivitäten auf höchstem Niveau geführt habe. Prof. Stanulov würdigte die langjährige Partnerschaft zwischen beiden Hochschulen als wichtigen Schritt zu einer universitären Kooperation und die Initiative der Magdeburger Verfahrenstechniker bei der Einführung des Doppeldiploms sowie die Betreuung von Diplom- und Doktorarbeiten.

Seit mehr als 25 Jahren arbeiten die Magdeburger Universität und die Sofioter Universität eng auf dem Gebiet der Ausbildung von Studenten, des Austauschs von Lehrkräften und der gemeinsamen Forschung, insbesondere auf dem Gebiet des Chemieingenieurwesens, zusammen. Die Kooperation ist nach 1990 deutlich intensiviert worden. In diese Zeit fällt auch die Gründung eines deutschsprachigen Studienganges Chemieingenieurwesen an der UCTM, wo jährlich 20 bis 30 Studenten immatrikuliert werden. Maßgeblichen Anteil an der Gründung und Entwicklung dieses Studienganges haben von bulgarischer Seite Dr. Mirjana Kostova, eine ehemalige Absolventin der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (1972), und Prof. Dr. Mihai Christov sowie von Magdeburger Seite Prof. Dr. Lothar Mörl, geschäftsführender Direktor des Institutes für Apparate- und Umwelttechnik. Die Ausbildung im Studiengang Chemieingenieurwesen findet in Sofia in deutscher Sprache statt und wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert. Seit ca. 12 Jahren haben die besten Absolventen dieser Fachrichtung auch die Möglichkeit, an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ihre Diplomarbeiten anzufertigen.

In den zurückliegenden Jahren hat sich die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Chemieingenieurwesens weiter verstärkt. So beträgt die Zahl der in Magdeburg verteidigten Diplomarbeiten aus dieser Fachrichtung bereits mehr als 60. Derzeit sind auch 20 Absolventen dieses Studiengangs als Promovenden an der Otto-von-Guericke-Universität bzw. im Max-Planck-Institut für komplexe technische Systeme in Magdeburg tätig.

Heute, am 06. Februar 2004, wird Dipl.-Ing. Kiril Kojouharov, ein Absolvent dieser Studienrichtung, seine Dissertation zum Thema "Entwicklung einer neuen Anströmeinrichtung für Strahlschichtapparate" in Magdeburg verteidigen. Doktorvater in diesem Promotions- und Forschungsvorhaben ist Professor Lothar Mörl. Der Magdeburger Verfahrenstechniker wurde kürzlich vom Senat der bulgarischen Universität für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Wirbelschichttechnik und für seine Bemühungen um die Festigung und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit beider Universitäten mit der Ehrendoktorwürde geehrt.

Eine weitere gemeinsame Aktivität ist das 1999 zwischen beiden Universitäten abgeschlossene Doppeldiplomierungsabkommen. In den vier Jahren haben bereits 8 Absolventen das Doppeldiplom in der Fachrichtung Chemieingenieurwesen in Magdeburg und Sofia mit sehr guten Ergebnissen erreicht. Im September 2003 haben fünf weitere Doppeldiplomierungskandidaten in Magdeburg das letzte Studienjahr dieser Ausbildung begonnen und werden voraussichtlich im Sommer 2004 ihr Diplom verteidigen. Ab 2004 sind über das ERASMUS-Programm (Förderprogramm der EU) jährlich sechs Kandidaten für das Doppeldiplom in Magdeburg und Sofia geplant.

Darüber hinaus gibt es weitere Aktivitäten der wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Dies wird durch eine Reihe von wissenschaftlichen Publikationen und gemeinsamen Patenten dokumentiert. In jüngster Zeit haben neben der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik auch die Fakultät für Informatik (Prof. Dr. Georg Paul) und die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik (Prof. Dr. Frank Palis) ihre Zusammenarbeit mit der UCTM intensiviert. Die Sofioter Einrichtung ist darüber hinaus Partner im neu gegründeten Osteuropainstitut an der Otto-von-Guericke-Universität.

Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen Bulgariens hat insbesondere für die regionale Wirtschaft Sachsen-Anhalts Bedeutung für die Zukunft, da es bereits jetzt eine Reihe von Verbindungen und Kooperationen zwischen klein- und mittelständischen Unternehmen beider Länder gibt, die durch den geplanten Beitritt Bulgariens im Jahre 2007 zur Europäischen Union sicher eine neue Dimension erhalten werden.

Derzeit studieren an der Magdeburger Universität über 120 bulgarische Kommilitonen.

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