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TU Berlin: Neues Forschungszentrum für Telekommunikation

07.02.2004 - (idw) Technische Universität Berlin

TU Berlin und Deutsche Telekom AG planen gemeinsame Forschungsaktivitäten für Telekommunikation / Universität ist Knotenpunkt für internationales Netzwerk


Die Technische Universität Berlin und die Deutsche Telekom AG werden ein gemeinsames Forschungszentrum auf dem Campus der Universität gründen. Das "Deutsche Telekom Innovation Center" soll als Forschungsinstitut in der TU Berlin fungieren. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Innovationsarbeit der Deutschen Telekom und soll die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit der TU Berlin und anderen Partneruniversitäten bündeln.

Insgesamt werden 75 hochwertige Arbeitsplätze im Bereich Forschung und Entwicklung neu geschaffen - 25 für Telekom-Mitarbeiter und 50 für Spitzenwissenschaftler aus aller Welt, die projektbezogen arbeiten.

"Noch in diesem Jahren fließen rund 5 Millionen Euro in die Projekte des neuen Forschungsinstitutes", erklärte Hans Albert Aukes, Chief Innovation Officer der Deutschen Telekom AG auf der heutigen Pressekonferenz. Die TU Berlin mit ihrer starken Telekommunikationsforschung sei für die Deutsche Telekom AG ein Focuspunkt, von dem aus sie das weltweite wissenschaftliche Netzwerk der Universität nutzen kann.

"Für die TU Berlin ist das Projekt von sehr großer Bedeutung. Die Deutsche Telekom ist einer unserer stärksten Drittmittelgeber und mit dem neuen Forschungszentrum, das seine Arbeit im Frühsommer aufnehmen wird, setzen wir eine strategische Allianz fort, mit der wir weltweit ins Spitzenfeld der Forschung vorstoßen", so der Präsident der TU Berlin, Prof. Dr. Kurt Kutzler. "Die neue Kooperation zeigt deutlich, dass wir ein attraktiver wissenschaftlicher Dienstleister für große Unternehmen und damit einer der wichtigsten Wirtschaftsmotoren für den Standort Berlin sind. Wir denken aber nicht nur lokal, sondern verfolgen eine globale Strategie. Mit unserem internationalen Forschungsnetzwerk und dem starken Partner Deutsche Telekom sind wir dafür sehr gut aufgestellt."

Die TU Berlin sei extrem gut vernetzt und arbeite gerade im Bereich der Telekommunikation auf einem sehr hohen wissenschaftlichen Niveau, begründet Hans Albert Aukes die Standortentscheidung der Deutschen Telekom zu Gunsten der TU Berlin. "Berlin wird mit dem neuen 'Deutsche Telekom Innovation Center' ein noch größerer und wichtigerer Netzwerkknoten. Beispielhaft dafür stehen die Kooperationen von TU-Forschern mit chinesischen Kollegen. Hier gibt es nicht nur ein großes wissenschaftliches Potenzial, sondern es eröffnen sich für uns auch wichtige Marktchancen."

"Der Bedarf an aufbereiteten Informationen wächst in allen Gesellschaftsbereichen. Gleichzeitig werden aber die Informationsstrukturen immer komplexer und nicht unbedingt anwendungsfreundlicher", sagt TU-Professor Dr.-Ing. Sahin Albayrak. Hier wird die Forschung des neuen Instituts ansetzen. Die Wissenschaftler sollen effektive, intel-ligente und kostengünstigere Lösungen für Nutzer von Informationsdiensten entwickeln. Dabei geht es beispielsweise um die Integration von Chips in Kleidung oder um so genannte intelligente Zugänge, die von fast jedem Ort aus möglich sein sollen. Einfacher und schneller soll der künftige Nutzer mit Telekommunikationsgeräten und
-diensten umgehen können. Auch Spracherkennung und -steuerung wird ein Thema sein. "Ebenso werden wir über das Forschungszentrum Kundenforschung betreiben", ergänzt der Innovationsmanager der Telekom.

Das "Deutsche Telekom Innovation Center" wird eng mit der Fakultät Elektrotechnik und Informatik und einer Reihe weiterer Lehrstühle der TU zusammen arbeiten. Das Forschungsspektrum an der TU-Fakultät setzt bereits heute europaweit Maßstäbe. Keine vergleichbare andere Fakultät an einer deutschen Universität hat ihre Arbeit so intensiv mit der industrienahen Forschung verknüpft. So leiten TU-Professoren aus der Fakultät fünf Fraunhofer-Institute und ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft in Personalunion. Die engen Beziehungen zur Industrie werden auch durch Stiftungsprofessuren der Deutschen Telekom AG und SUN Microsystems dokumentiert. Rund 10 Millionen Euro werben die Wissenschaftler der Fakultät pro Jahr ein. Davon profitieren auch die Studierenden in ihrer Ausbildung. "Wichtig für die Deutsche Telekom sind hochqua-lifizierte Absolventen", ergänzt Hans Albert Aukes. Weitere Ansiedlungen von Unternehmen, die die Nähe des neuen Forschungszentrums und der Universität suchen, sowie Ausgründungen aus Forschungsprojekten erhoffen sich die Partner.

"Ich bin mir sicher", so TU-Professor Dr.-Ing. Sahin Albayrak, "dass ergebnisorientierte Forschung nur in enger Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universitäten gedei-hen kann. Das Innovationszentrum der Deutschen Telekom AG auf dem Campus der TU Berlin ist die beste Voraussetzung dafür, dass wir uns zur Nummer eins auf unserem Forschungsgebiet entwickeln."

Weitere Informationen erteilen Ihnen gerne: Dr. Kristina R. Zerges, Leiterin Referat für Presse und Information der TU Berlin, Tel.: 030/314-23922, E-Mail: zerges@tu-berlin.de, oder DAI-Labor an der TU Berlin, Prof. Dr.-Ing. Sahin Albayrak, E-Mail: sahin.albayrak@dai-labor.de, Telefon: 030/314-24943, www.dai-labor.de

Diese Medieninformation finden Sie auch im World Wide Web unter der Adresse http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2004/pi35.htm

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