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Mehr als eine halbe Million für Frankfurter Hirnforschung gespendet

03.12.2014 - (idw) Universitätsklinikum Frankfurt

Eine Spenderin hat der Arthur Merx-Stiftung 550.000 Euro und der Edinger-Stiftung weitere 125.000 Euro zur Verfügung gestellt. Beide Institutionen unterstützen die Hirnforschung am Frankfurter Universitätsklinikum. Mit einem Grundstockvermögen von 1,9 Millionen Euro wurde vor rund einem Jahr die Arthur Merx-Stiftung gegründet. Sie fördert mit finanziellen Mitteln die Hirnforschung am Edinger-Institut des Universitätsklinikums Frankfurt. Jetzt hat eine Stifterin, die anonym bleiben möchte, weitere 675.000 Euro gespendet. Davon gehen 550.000 Euro an die Arthur Merx-Stiftung. Entsprechend der Satzung werden diese Mittel vollständig für die neurologische Forschung am Edinger-Institut verwendet. Zudem wurden der Ludwig Edinger-Stiftung 125.000 Euro überlassen. Diese zweckgebundene Spende unterstützt das Projekt Sammlung Edinger eine Stätte für Forschung und Lehre an der Goethe-Universität. Mit diesem Projekt möchten das Universitätsklinikum und der Fachbereich Medizin gemeinsam mit der Hertie-Stiftung, den Freunden und Förderern der Goethe-Universität und der Edinger-Stiftung ein Museum zur Geschichte der Hirnforschung aufbauen. Mit ihrem Engagement will die Stifterin die neurologische Forschung an ihrem Heimatort Frankfurt am Main fördern. Wir sind ihr für diese großzügige Unterstützung sehr dankbar, erklärt Prof. Karl H. Plate, Direktor des Edinger-Instituts.

Wie die bereits seit 1919 bestehende Edinger-Stiftung hat die Arthur Merx-Stiftung als Hauptzweck die Förderung der Forschung am Edinger-Institut. In dieser Forschungseinrichtung widmen sich fünf Arbeitsgruppen den Themen Nervensystementwicklung, Blut-Hirn-Schrankenfunktion, Neuroinflammation, Hirntumorforschung sowie der klinischen und translationalen Neuropathologie.
Der Namensgeber der Arthur Merx-Stiftung wurde 1900 in Pößneck (Thüringen) geboren. Er studierte zunächst in Jena Chemie. Als sein Vater starb, hat er das Studium abgebrochen, um die familieneigenen Lederwerke Emil Brüderlein in Pößneck zu leiten. 1953 flüchtete er aus der DDR und lebte seitdem in Bad Homburg, wo er 1967 verstarb.

Stiftungstradition fördert historischen Neuro-Standort Frankfurt

Das Neurologische Institut am Universitätsklinikum Frankfurt ist das älteste Hirnforschungsinstitut Deutschlands. Seine Anfänge reichen zurück in das Jahr 1883, als sich sein Begründer, der Nervenarzt Ludwig Edinger (1855-1918), in Frankfurt am Main als einer der ersten Spezialisten dieses Gebietes niederließ. Ab 1885 baute er das erste Hirnforschungsinstitut Deutschlands aus privaten Mitteln auf und begründete damit eine national einzigartige und herausragende Forschungstradition. 1912 gehörte er zu den Stiftern der Frankfurter Universität und errichtete für den Unterhalt seines Instituts die Ludwig Edinger-Stiftung, deren Satzung 1919 in Kraft trat. Zur Erinnerung an seinen Begründer trägt das Institut weiterhin den Namen Neurologisches Institut mit dem Zusatz Edinger-Institut. Es ist Eigentum der Ludwig Edinger-Stiftung, die bislang große Teile seiner Forschung finanziert. Diese Arbeit wird seit einem Jahr auch durch die Arthur Merx-Stiftung unterstützt. Innerhalb des Frankfurter Universitätsklinikums ist das Neurologische Institut ein Institut mit besonderer Rechtsnatur. Seit 2001 ist Prof. Karl H. Plate Geschäftsführender Direktor.
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