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Vorstoß in der Altersmedizin: Robert Bosch Stiftung fördert drei neue Lehrstühle für Geriatrie

04.12.2014 - (idw) Robert Bosch Stiftung

:: Erster Lehrstuhl wird an der Universität Aachen mit Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan hochrangig besetzt, Lehrstühle in Göttingen und Heidelberg folgen
:: Stiftungsförderung mit knapp vier Millionen Euro erhöht Zahl der Geriatrie-Lehrstühle in Deutschland um fast die Hälfte
:: Dr. Ingrid Wünning Tschol: Die Universitäten haben die Bedeutung der Altersmedizin endlich erkannt Der erste von der Robert Bosch Stiftung geförderte Lehrstuhl für Geriatrie wird prominent besetzt: Die renommierte Geriaterin Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan wechselt zum 1. Januar 2015 von der Universitätsklinik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg an die medizinische Fakultät der RWTH Aachen. Finanziert wird die Professur u.a. durch eine Förderung der Robert Bosch Stiftung.

Im Laufe des kommenden Jahres sollen auch die Universitäten Göttingen und Heidelberg einen Lehrstuhl für Geriatrie besetzen. Insgesamt wird die Robert Bosch Stiftung in den nächsten fünf Jahren knapp vier Millionen Euro für die Einrichtung der drei Lehrstühle zur Verfügung stellen. Obwohl der demographische Wandel eine deutliche Zunahme älterer Patienten erwarten lässt, sind Lehrstühle für Altersmedizin in Deutschland noch rar. Dank der Förderung erhöht sich die Zahl der Geriatrielehrstühle in Deutschland um fast die Hälfte, von sieben auf insgesamt zehn. Dabei zeichnen sich die drei von der Robert Bosch Stiftung geförderten Lehrstühle besonders durch intensive geriatrische Forschung aus. Dieser starke Forschungsfokus ist nicht an allen anderen Standorten möglich.

Die Universitäten haben die Bedeutung der Altersmedizin endlich erkannt, sagt Dr. Ingrid Wünning Tschol, Bereichsdirektorin Gesundheit und Wissenschaft der Robert Bosch Stiftung. Dass sich fast jede zweite medizinische Fakultät in Deutschland auf unsere Ausschreibung beworben hat, unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz, die geriatrische Forschung und die Versorgung von älteren Patienten haben.

Von bundesweit 36 Universitäten mit medizinischen Fakultäten hatten sich 15 bei der Stiftung um die Anschubfinanzierung von jeweils 1,25 Millionen Euro beworben. Die Lehrstühle an den ausgewählten Universitäten in Heidelberg, Göttingen und Aachen werden sich zukunftsweisenden Themen der Geriatrie wie Kardiologie, Neurologie, Medizintechnik und Telemedizin widmen. So wird Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Expertin für molekulare Mechanismen von Herzerkrankungen und Herzalterungsprozesse, in Aachen die Möglichkeiten der Medizintechnik für die Versorgung geriatrischer Patienten erforschen.

Die Robert Bosch Stiftung setzt sich bereits seit 2002 dafür ein, die akademische Geriatrie in Deutschland zu stärken. Mit dem Forschungskolleg Geriatrie hat sie die Weiterbildung von über fünfzig Nachwuchsmedizinern mit rund zehn Millionen Euro gefördert. Mit der Finanzierung der Professuren will die Stiftung jetzt attraktive Positionen schaffen und der Altersheilkunde zu einem festen Platz in Forschung, Klinik und Lehre verhelfen.

Die Robert Bosch Stiftung feiert 2014 ihr 50-jähriges Bestehen. Sie gehört zu den großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa und investiert jährlich rund siebzig Millionen Euro in die Förderung von ca. 800 eigenen und fremden Projekten aus den Gebieten der Völkerverständigung, Bildung, Gesellschaft und Kultur sowie Gesundheit und Wissenschaft. Insgesamt hat die Stiftung seit ihrer Gründung mehr als 1,2 Milliarden Euro für ihre gemeinnützige Arbeit eingesetzt.


Die Robert Bosch Stiftung setzt die gemeinnützigen Ziele des Firmengründers und Stifters Robert Bosch (1861-1942) fort. Sie hält rund 92 Prozent der Geschäftsanteile an der Robert Bosch GmbH und finanziert sich aus den Dividenden, die sie aus dieser Beteiligung erhält. Die Stiftung hat ihren Sitz im ehemaligen Stuttgarter Wohnhaus von Robert Bosch. Dort und ihrer Berliner Repräsentanz beschäftigt sie rund 140 Mitarbeiter.

www.50-jahre-richtung-zukunft.de Weitere Informationen:http://www.bosch-stiftung.de
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