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Das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung DOSB-Preis für Regensburger Kommunikationskonzept

04.12.2014 - (idw) Universität Regensburg

Im November 2013 hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einen Ideen-Wettbewerb für Studierende ins Leben gerufen, um die Kommunikation rund um das Deutsche Sportabzeichen zu verbessern. Mehr als zwanzig Hochschulen und Universitäten beteiligten sich am Wettbewerb. Studierende der Universität Regensburg konnten dabei mit ihrem Kommunikationskonzept Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung den Sonder-Preis der Jury gewinnen. Einige der Regensburger Ideen sollen bereits bei der Sportabzeichentour 2015 des DOSB umgesetzt werden. Die Preisverleihung fand in der vergangenen Woche in Neu-Isenburg bei Frankfurt a.M. statt. Für ihr Kommunikationskonzept haben sich die Studierenden aus drei Sportpädagogik-Seminaren unter der Leitung von Dr. Uta Engels intensiv mit dem Thema Inklusion auseinandergesetzt. Leitend war einerseits die Überzeugung, dass sich Sport hervorragend als Medium für Inklusion eignet: Denn gemeinsames Sporttreiben verbindet und baut Berührungsängste ab. Andererseits machte die Gruppe die Beobachtung, dass es leider immer noch wenig bekannt ist, dass auch Menschen mit Behinderung das Deutsche Sportabzeichen ablegen können. Als Grund indentifizierten die Regensburger Studierenden unter anderem ein Sprachproblem. So sind die Bestimmungen zum Sportabzeichen von Fachausdrücken geprägt, die für viele Menschen mit Behinderung eine große Hürde darstellen.

Entsprechend legten die Regensburger Sportstudierenden einen Schwerpunkt auf Barrierefreiheit in der Sprache. Sie übersetzten die Informationstexte zum Sportabzeichen in leichte Sprache und nutzen mit Plakaten, Flyern, eigenen Radiospots, Kurzfilmen und Musikbeiträgen vielfältige und unterschiedliche kommunikative Kanäle, um ihre Botschaften zu transportieren.

Mit einem zum Fächer gefalteten Blatt Papier und dem darauf gedruckten Slogan In unserer Gesellschaft ist nicht jeder gleich, sondern wir sind breit gefächert! führten die Regensburger Studierenden in ihre Präsentation in Neu-Isenburg ein. Damit konnten sie die Jury überzeugen: Der DOSB zeichnete die Gruppe mit dem Sonderpreis aus. Das Thema Inklusion habe man beim Deutschen Sportabzeichen etwas vernachlässigt. Wir sind froh über die sehr interessanten Anregungen, sagte Andreas Klages, stellvertretender Direktor des Ressorts Sportentwicklung im DOSB. Dazu zählte auch ein selbst komponierter und getexteter Inklusions-Rap, denn die Regensburger Studierenden setzen in ihrem Konzept auf audiovisuelle Motivation und eine leichte Sprache, ganz im Sinne der Barrierefreiheit.

Zum Deutschen Sportabzeichen:
Das Deutsche Sportabzeichen (DSA) ist die traditionsreichste Marke des organisierten Sports in Deutschland. Von Carl Diem aus Skandinavien nach Deutschland importiert, wurden die ersten Auszeichnungen für vielfältige Leistungen auf dem Gebiet der Leibesübungen im September 1913 in Berlin verliehen. In den zurückliegenden 100 Jahren hat das DSA eine wechselhafte Entwicklung genommen, war stets ein Spiegel seiner Zeit und der jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Mehr als 34 Mio. Menschen weltweit haben seither die Prüfungen zum DSA erfolgreich absolviert. Seit 1958 ist es ein Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland mit Ordenscharakter (www.deusches-sportabzeichen.de).

Weiterführende Informationen zum Wettbewerb des DOSB unter:
www.deutsches-sportabzeichen.de/de/das-sportabzeichen/ideenwettbewerb/

Ansprechpartnerin für Medienvertreter:
Dr. Uta Engels
Universität Regensburg
Leitung Sportzentrum
Tel.: 0941 943-2512
Uta.Engel@psk.uni-regensburg.de
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