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Universität Halle erneuert Backup-System für Forschungsdaten - 1,7 Millionen Euro Fördermittel

05.12.2014 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) generieren täglich hunderte Gigabyte an wertvollen Daten. Es ist die Aufgabe des IT-Servicezentrums (ITZ) der MLU, diese Forschungsdaten durch ein Backup- und Archivsystem vor Verlust zu schützen. Das ITZ erneuert im Dezember Server und Bandbibliothek des zentralen Backup- und Archivsystems. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft empfohlene Projekt wird vom Bund und vom Land Sachsen-Anhalt mit insgesamt 1,7 Millionen Euro gefördert. Die Erneuerung trägt der technischen Entwicklung und dem rapiden Anstieg des Volumens an Forschungsdaten Rechnung. Seit 1999 betreibt das IT-Servicezentrum einen zentralen Backup- und Archivservice für die gesamte Universität. Dieser basiert im Wesentlichen auf einer zentralen robotergesteuerten Bandbibliothek. Magnetbänder bieten gegenüber plattenbasierten Systemen Kostenvorteile, hohe Energieeffizienz und die Möglichkeit, nahezu beliebig lange offline - und damit vor jeder Cyberattacke geschützt - Daten speichern zu können.

Gegenwärtig befinden sich rund 1,2 Petabyte Daten (1 Petabyte = 1 Billiarde Bytes) in der Obhut des ITZ. Die zu bewahrende Datenmenge nimmt jährlich rund um die Hälfte zu. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität können jederzeit auf ihre gesicherten Datensätze zugreifen. Trotz der Fülle an Daten und der Lagerung auf Bändern dauert die Bereitstellung von der Anfrage bis zum Beginn des Rückspeicherns maximal eine Minute. Dafür sorgt ein Roboter, der das richtige Band aus über 3.200 Stellplätzen vollautomatisch auswählt und in eines der 14 Laufwerke transportiert.

Das neue System verfügt über 4.500 Stellplätze, die Anzahl der um zwei Drittel schnelleren Laufwerke steigt auf 19. Auch die Speicherkapazität der neuen Magnetbänder ist um mehr als das Dreifache höher als bisher. Die Gesamtkapazität wird dann den Bedarf für die kommenden fünf Jahre abdecken können.

Mit der Installation des Systems wird gleichzeitig eine Kooperation mit der Hochschule Merseburg gestartet. Das Backup- und Archivaufkommen der Hochschule wird ebenfalls durch die neue Anlage in Halle bedient. Eine bereits bestehende leistungsfähige Datenleitung zwischen den beiden Standorten gewährleistet den Datentransport.
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