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Geld, Banken, Krise: Wirtschaftsexperten treffen sich in Witten

05.12.2014 - (idw) Universität Witten/Herdecke

Schwerpunkt der 1st Witten Conference on Institutional Chance ist die wirtschaftswissenschaftliche Österreichische Schule In Kooperation mit der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft veranstaltet das Wittener Institut für institutionellen Wandel (WIWA) der Universität Witten/Herdecke vom 12. bis 14. Dezember die 1st Witten Conference on Institutional Change zum Thema Money, Banking, and the Crisis: An Austrian Economics Perspective.

Die sogenannte Österreichische Schule wurde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts von dem Wiener Ökonomen Carl Menger (1840-1921) begründet. In seinen Arbeiten knüpfte er stark an Adam Smiths Ideen der spontanen Ordnung und an die Idee an, dass der Vorteil der Marktwirtschaft vor allem im dezentralisierten Umgang mit der knappen Ressource Information liegt. Mit dieser Betonung von unvollkommenem Wissen und Unsicherheit unterscheidet sich der Österreichische Ansatz fundamental von der im mainstream der ökonomischen Theorie vorherrschenden Gleichgewichtsvorstellung, die auf den Annahmen hochgradig rationaler und gut informierter Akteure basiert. Und genau diese Annahmen waren es, die sich im Zuge der jüngsten Krise als besonders problematisch erwiesen haben.

Die Austrian Economics haben eine radikal andere Perspektive auf die Rolle von Banken und Geld als die herkömmliche Gleichgewichtstheorie, erläutert der WIWA-Direktor und Organisator der Tagung, Prof. Dr. Joachim Zweynert. Deshalb kommen sie auch zu völlig anderen Lösungsvorschlägen. Ihr Augenmerk gilt neben der Krisenerklärung vor allem auch der nachhaltigen Neuarchitektur des Bankwesens und der Finanzmärkte. Einer Neuarchitektur, die etwa systematisch berücksichtigt, dass reale Menschen in Situationen der Unsicherheit typischerweise zu einem Herdenverhalten neigen.

Dem Wittener Institut für institutionellen Wandel ist es gelungen, für die Tagung mehr als dreißig Ökonominnen und Ökonomen aus dem In- und Ausland zu gewinnen; darunter so bekannte Namen wie Carl Christian von Weizsäcker, Thomas Mayer und Guido Hülsmann. Ein Tagungsprogramm nebst Sessionplan finden Sie hier: www.uni-wh.de/wirtschaft/wittener-institut-fuer-institutionellen-wandel/veranstaltungen/

Das WIWA hat es sich zum Ziel gesetzt, Antworten auf jene Fragen zu geben, die die Gesellschaft zu Recht von Ökonomen erwartet und gerade im Hinblick auf die jüngste weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise zu selten bekommt.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Joachim Zweynert, 02302 / 926-598 oder joachim.zweynert@uni-wh.de

Hinweis an die Redaktionen: Zur öffentlichen Tagung sind Sie herzlich eingeladen! Wenn Sie Interesse an einer Berichterstattung haben, wenden Sie sich bitte an Prof. Zweynert (joachim.zweynert@uni-wh.de), der Ihnen mitteilen kann, wann sich ein Besuch vor Ort am meisten lohnt.

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.000 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

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