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Umweltsystemforschung - Antrittsvorlesungen von Humboldt-Professorin Engel und Prof. Hilker

05.12.2014 - (idw) Universität Osnabrück

OSNABRÜCK.- Zu zwei Antrittsvorlesungen laden der Fachbereich Mathematik/Informatik und das Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück am Mittwoch, 10. Dezember, ein: Die Alexander von Humboldt-Professorin Dr. Stefanie Engel spricht über das »Politikdesign für nachhaltige Ökosystemleistungen« und Prof. Dr. Frank M. Hilker über die »Modellierung komplexer ökologischer Systeme«. Die Vorlesungen beginnen um 16:15 Uhr, im Institutsgebäude, Barbarastr. 12, Raum 66/E33, in Osnabrück. Erstmalig konnte die Universität Osnabrück eine Alexander von Humboldt-Professur einwerben. Mit dem hochdotierten internationalen Forschungspreis wird die Umweltökonomin Prof. Dr. Stefanie Engel, die bislang an der renommierten Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich tätig war, am Institut für Umweltsystemforschung in Osnabrück forschen.

Die 46-Jährige erhielt ihren Master of Science in Agrar- und Umweltökonomie von der Universität Arizona (USA), promovierte im gleichen Fach an der Universität Maryland (USA) und habilitierte in Ressourcen- und Entwicklungsökonomie an der Universität Bonn. Vor Beginn ihrer Tätigkeit an der ETH war sie an der Universität Bonn sowie der Universidad de Los Andes in Kolumbien tätig.

Ihre Forschung beschäftigt sich mit der »Politik und Ökonomie von Ökosystemdienstleistungen« und der Rolle von ökonomischen Anreizen und Präferenzen im Management von Umweltgütern. Sie untersucht, wie Individuen und Gruppen mit ihrer Umwelt und natürlichen Ressourcen umgehen und wie ihr Verhalten beeinflusst wird sowie gesteuert werden kann. Hierzu nutzt sie Methoden aus der experimentellen Ökonomie und Verhaltensökonomie. Am Osnabrücker Institut für Umweltsystemforschung möchte sie den Profilbereich »Governance von nachhaltigen sozio-ökologischen Systemen« stärken und zur internationalen Spitze führen.

Prof. Dr. Frank M. Hilker erwarb 2002 sein Diplom in Angewandter Systemwissenschaft und drei Jahre später seinen Doktorgrad an der Universität Osnabrück. Dann ging er als Postdoktorand in einem Marie-Curie-Excellence-Team an das Gulbenkian-Institut in Oeiras (Portugal). Mit einem Ingenuity- und Honorary Killam-Stipendium forschte er von 2006-08 an der University of Alberta (Kanada) und anschließend mit einem Ciência-Stipendium an der Universität Lissabon. Zuletzt war der 38-Jährige als Assistant Professor an der University of Bath (Großbritannien) tätig.

In seiner Forschung analysiert er die Funktionsweise komplexer Umwelt- und Ökosysteme sowie deren Reaktion auf Biodiversitätsverlust, Ressourcen-verbrauch und Lebensraum¬zerstörung. Dazu verwendet er mathematische Modelle und Computersimulationen, mit denen er die Dynamik dieser Systeme abbildet und Handlungsalternativen vergleicht. Auf diese Weise können Lösungsvorschläge bewertet werden, um gefährdete Arten zu schützen und Schädlinge oder invasive Arten zu kontrollieren.

Grußworte sprechen der Dekan des Fachbereichs Mathematik/Informatik, Prof. Dr. Norbert de Lange sowie die Direktorin des Instituts für Umweltsystemforschung, Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Norbert de Lange, Universität Osnabrück
Dekan Fachbereich Mathematik/Informatik
Albrechtstraße 28a, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 2561
E-Mail: dekan-fb06@uni-osnabrueck.de
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