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Klaus-Dieter Lang, Experte für Mikroelektronik- und Mikrosystemtechnologien, wird 60

08.12.2014 - (idw) Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

Prof. Klaus-Dieter Lang, international anerkannter Experte für Systemintegrationstechnologien in der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, feiert am 8. Dezember 2014 seinen 60. Geburtstag. Er ist seit 2010 Leiter des Fraunhofer IZM und seit 2011 Inhaber des Lehrstuhls für Nano Interconnect Technologies an der Technischen Universität Berlin. Strategie: Von der Technologie zur Anwendung
Maßgeblich für seine Strategie am Fraunhofer IZM ist die Erforschung und Entwicklung mikroelektronischer Systeme, basierend auf hochwertigen Technologien, hin zu anspruchsvollen Anwendungssystemen. Im Vordergrund stehen Multifunktionalität, eine höhere Zuverlässigkeit, integrierte Sensoren und Aktoren sowie die Miniaturisierung und Anpassung an beliebige vorgegebene Bauräume. Seinem Engagement ist in diesem Sinne auch die strukturelle Neuausrichtung des Fraunhofer IZM in Kooperation mit der TU Berlin zu verdanken, das mit vorausorientierter Forschung und sechs Geschäftsfeldern auf die Bedürfnisse verschiedenster Anwendungsgebiete bestens eingestellt ist.

Die von ihm vorangetriebene Produktnähe dokumentiert sich ebenso in den Ausgründungen des Instituts. Aktuelles Beispiel: die ArtGuardian GmbH, in der Fraunhofer-Technologien für die Umgebungsüberwachung an Kunstwerken in einem vernetzten Mikrosystem und modernen Kommunikationsplattformen zusammenfließen.

Forscher und Unternehmer
Langs Expertise ist ganz im Sinne Joseph von Fraunhofers die exzellente Verknüpfung wissenschaftlicher Kreativität mit effizientem Innovationsmanagement. Unter seiner Mitgestaltung wurde das Fraunhofer IZM vom Wissenschaftsrat hinsichtlich der wissenschaftlichen Exzellenz zur besten deutschen Forschungseinrichtung im Bereich Elektrotechnik ausgezeichnet. Zugleich stieg der Betriebshaushalt des Instituts seit seinem Amtsantritt als Institutsleiter um mehr als 20 Prozent (2010: 23,1 Mio. Euro, 2013: 29,4 Mio. Euro). Die direkten Industriekooperationen wuchsen um nahezu 30 Prozent (2010: 7,5 Mio. Euro, 2013: 10,7 Mio. Euro). Personell konnte das Institutsteam in dieser Zeit um zusätzliche 50 Mitarbeitende erweitert werden.

Netzwerker
In der Fachwelt gilt er als zielorientierter Integrator, nicht nur unter dem Aspekt der Systemintegration mikroelektronischer Strukturen in nahezu beliebige Applikationsumgebungen, sondern ebenso im Hinblick auf die strukturelle Vernetzung der Forschungsakteure mit Industriepartnern. So ist er z.B. mit Initiator des Zentrums für Mikrosystemtechnik ZEMI mit Sitz in Berlin-Adlershof, welches das regionale Forschungs- und Entwicklungspotenzial in der Mikrosystemtechnik vernetzt. Es wurde 2001 unter seiner wesentlichen Mitwirkung gegründet und aus Mitteln der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie der EU finanziert. Seit 2004 wird das ZEMI von den beteiligten Partnern und Prof. Lang als derzeitigem Sprecher selbstständig erfolgreich weitergeführt.

Doch nicht nur auf regionaler, sondern auch internationaler Ebene ist sein Sachverstand überaus gefragt: Im Scientific Advisory Board von EURIPIDES (European Smart Electronic Systems) koordiniert er z.B. die Weiterentwicklung industrierelevanter Forschungsagenden auf europäischer Ebene und vernetzt das Potenzial der FuE-Einrichtungen aus über 20 Ländern mit federführenden forschungspolitischen Akteuren.

Akquisition und Realisierung von Großprojekten
Von unschätzbarem Wert für die Fraunhofer-Gesellschaft sind Prof. Langs Qualitäten bei der Akquise und dem Management von Großprojekten.

Beispiel 1: Dresdener Zentrum für Halbleitersystemintegration auf Fertigungsniveau
Unter Prof. Klaus-Dieter Lang wurde seit 2010 der Aufbau des Dresdener Zentrums zur 3D-Systemintegration, das All Silicon System Integration Dresden (ASSID), maßgeblich vorangetrieben. Der Standort mit mittlerweile 36 Mitarbeitern entwickelt Wafer-Technologien im 300-mm-Bereich für das Stapeln von Halbleiterbauelementen und überführt diese in die Anwendung. Das Zentrum ist speziell auf Forschungsprojekte und die Prototypenentwicklung für Industriepartner zugeschnitten.

Das Zentrum bekam eine finanzielle Unterstützung für Investitionen von 49 Mio. Euro aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Freistaat Sachsen sowie der Europäischen Union. Das Fraunhofer IZM-ASSID ist dank des persönlichen Engagements von Prof. Lang fest eingebunden in das institutionelle Forschungs- und Industrienetzwerk mit den Firmen des Silicon Saxony und maßgeblicher Treiber im Fraunhofer-Cluster 3D-Integration. Das Zentrum ist als international führende Einrichtung auf diesem Gebiet hoch anerkannt, wurde 2013 als hervorragend evaluiert und voll in das Fraunhofer-Modell integriert.

Beispiel 2: Berliner Zentrum für intelligente Systeme auf Leiterplatten- und Modulebene (AdaptSys)
Prof. Langs intensiven Anstrengungen ist in den letzten Jahren auch die dauerhafte Weiterentwicklung des Hauptstandorts in Berlin zu verdanken. Unter seiner Leitung konnten rund 40 Mio. Euro von der EU, vom Land Berlin dem BMBF sowie der Fraunhofer-Gesellschaft in das Innovationszentrum AdaptSys investiert werden. Dies ermöglicht neben zukunftsorientierten mikroelektronischen Systemanwendungen und technologischen Innovationen auch die Sicherung von mehr als 250 Arbeitsplätzen am Berliner Standort.
In dem Zentrum werden Methoden und Verfahren entwickelt, die es ermöglichen, dass beliebige Produkte wie Autositze, Werkzeuge, Küchengeräte und selbst Textilien nicht wie bislang gefertigt und Elektronik sowie Sensorik nachträglich montiert werden müssen. Stattdessen werden die elektronischen Systeme bereits während des Herstellprozesses mit dem Endprodukt verschmolzen. Damit wird eine wesentliche Grundlage in Richtung Hardware für z.B. das Internet der Dinge geschaffen.

Akademische Laufbahn
Klaus-Dieter Lang schloss sein Studium der Elektrotechnik an der Humboldt Universität zu Berlin 1981 ab. Von 1981 bis 1991 war er am Fachbereich Elektronik der HU in den Bereichen Halbleitertechnik, Aufbau- und Verbindungstechnik, Packaging und Qualitätssicherung tätig. Er promovierte (1985) und habilitierte sich (1989) zu Themen aus dem o.g. Fachgebiet und wurde für die Ergebnisse seiner Arbeit mit dem Humboldt-Preis geehrt.

Ehrenämter und Gremienarbeit
Prof. Lang ist in unzähligen Gremien engagiert. Eine Auswahl:
IEEE Components, Packaging and Manufacturing Technologies (CPMT): Chairman of the German Chapter IEEE
Member of the SEMI Europe Award Committee
EUREKA-EURIPIDES: Member of the Scientific Advisory Board
Mitglied im strategischen Arbeitskreis Silicon Germany
Deutscher Verband für Schweißtechnik (DVS): Mitglied des Vorstandsrats
Technologiestiftung Berlin (TSB): stellv. Mitglied der außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Kuratorium
Zentrum für Mikrosystemtechnik Berlin (ZEMI): Sprecher des Direktoriums
Vorstandsmitglied OpTec BB
Fachjournal PLUS: Mitglied des Redaktionsbeirats
Konferenz und Messe Elektronische Baugruppen und Leiterplatten (EBL): Wissenschaftlicher Leiter
Mikrosystemkongress: Mitglied des Steuerungskomitees
SMT/HYBRID/PACKAGING Kongress und Messe: Wissenschaftlicher Leiter
Mitglied von Programmkomitees:

o IEEE International Semiconductor Conference
o Laser Optics
o Smart System Integration
Gutachter DFG
Gutachter Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Sprecherkreis Cluster Optische Technologien und Mikrosystemtechnik Berlin-Brandenburg

Festveranstaltung
Anlässlich des 60. Geburtstags von Prof. Klaus-Dieter Lang veranstalten das Fraunhofer IZM und die TU Berlin am 16. Dezember 2014 in Berlin ein Fachsymposium unter dem Titel Microelectronic Packaging in the 21st Century. Hochrangige Industrievertreter und Weggefährten aus Forschung und Entwicklung werfen einen gemeinsamen Blick auf Meilensteine der mikroelektronischen Fertigungstechnol
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