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DEGUM verleiht Wissenschafts-und Promotionspreis 2014

08.12.2014 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

Berlin Im Rahmen des 38. Dreiländertreffens in Innsbruck vergab die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) ihren Wissenschafts- und Promotionspreis an hervorragende wissenschaftliche Arbeiten. Privatdozent Dr. med. Arne Willruth von der Frauenklinik des Universitätsklinikums Bonn und Dr. med. Verena Gürtler von der Technischen Universität München/Klinikum rechts der Isar sind die diesjährigen Preisträger. Mit ihren Arbeiten zeigten sie, dass der Ultraschall in unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen kontinuierlich neue Wege in Diagnose und Therapie beschreite, so die DEGUM. Jedes Jahr verleiht die DEGUM auf dem Dreiländertreffen ihren Wissenschafts- und Promotionspreis. Sie fördert damit den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie die Forschung auf dem Gebiet des medizinischen Ultraschalls. Der Wissenschaftspreis ist mit 5000 Euro und der Promotionspreis mit 2000 Euro dotiert.

Dieses Jahr ging der Wissenschaftspreis an PD Dr. med. Arne Willruth von der Frauenklinik des Universitätsklinikums Bonn für seine Habilitationsschrift Quantitative Beurteilung der fetalen Myokardfunktion mittels speckle tracking Technik. Er zeigte mit seiner Arbeit, dass diese neue echokardiographische Technik anhand hochauflösender 2D-Videosequenzen objektiv die fetale Herzmuskelfunktion beurteilen kann. Zeitaufwand und Lernkurve zur Aufnahme optimaler hochauflösender Videosequenzen schränken den Einsatz dieser innovativen Technik in der täglichen Routine derzeit noch ein, erklärte Willruth. Zukünftige Studien sollten klären, ob speckle tracking früher als bereits etablierte Verfahren subklinische Herzmuskelfunktionsstörungen nachweisen oder zur besseren Diskriminierung zwischen gesunden und kardial erkrankten Feten beitragen kann.

Den Promotionspreis 2014 verlieh die DEGUM an Dr. med. Verena Gürtler von der Technischen Universität München/Klinikum rechts der Isar für ihre Dissertation Kontrastmittelverstärkter Ultraschall zur Detektion von Endoleaks im Follow-up nach endovaskulärer Stentversorgung des infrarenalen Bauchaortenaneurysmas. Mit dieser Untersuchung zeigte sie, dass der Nutzen von kontrastmittelverstärktem Ultraschall (CEUS) bei Folgeuntersuchungen nach endovaskulärer Stentoperation von Bauchaortenaneurysmen (EVAR) der Computertomographie ebenbürtig ist: CEUS scheint bei der Detektion und Klassifikation von Endoleaks nach EVAR der Computertomographie annähernd gleichwertig zu sein, erklärte Gürtler. Künftig wird der Ultraschall sicherlich einen höheren Stellenwert im Follow-up nach EVAR erhalten.

Professor Dr. med. Stefan Delorme vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und ehemaliger Präsident der DEGUM überreichte in Innsbruck die Preise. Wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder sehr viele interessante und für den Ultraschall innovative Arbeiten erhalten zu haben. Durch ihre hervorragenden Studien konnten die Preisträger die Jury schließlich überzeugen.

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Kontakt für Journalisten:
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
Pressestelle
Irina Lorenz-Meyer
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-642/-552
Fax: 0711 8931-984
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