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Projekt IMEI zur Erforschung integrierter Mobilitäts- und Energieinfrastrukturen gestartet

08.12.2014 - (idw) FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Spitzencluster Elektromobilität Süd-West will Komfort für Elektrofahrzeug-Nutzer erhöhen / Sechs Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft forschen in den nächsten zweieinhalb Jahren an Verbindung einer intelligenten Ladesteuerung für Elektrofahrzeugflotten mit regenerativer Energieerzeugung vor Ort STUTTGART, 11.11.2014. Das Projekt Integrierte Mobilitäts- und Energieinfrastrukturen (IMEI) hat seine Arbeit erfolgreich aufgenommen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Spitzenclusters Elektromobilität Süd-West das Projekt IMEI in den nächsten zweieinhalb Jahren mit 50% des Projektvolumens von 2,3 Mio. Euro. Untersucht werden soll, wie eine intelligente Ladesteuerung für Elektrofahrzeugflotten mit der regenerativen Energieerzeugung vor Ort verbunden werden kann. Ziel ist es vor allem, die Nachfrageflexibilität von E-Fahrzeugen in unterschiedlichen Anwendungsszenarien effizienter nutzbar zu machen, sowie die technische und ökonomische Bewertung der Möglichkeiten zur Netzunterstützung durch eine intelligente Energieverteilung für E-Fahrzeuge in sog. Smarten Microgrids zu vorzunehmen. Hierfür soll eine anwenderfreundliche Multi-Sided-Dienste-Plattform, ein Simulations-Modell, als auch ein Abrechnungssystem entwickelt werden. Zudem werden Prognosen und Algorithmen entwickelt, um einen E-Fahrzeugeinsatz in einem Smart Grid planbar zu machen und um spontane Flottenbuchungen zu ermöglichen. Durch diese Maßnahmen wird im Erfolgsfall sowohl der Komfort für die Elektrofahrzeug-Nutzer erhöht, als auch eine zukunftsfähige, bezahlbare, versorgungssichere und effiziente Energieversorgung gewährleistet.

Das Projekt betrachtet zwei unterschiedliche Szenarien: eine dezentral gesteuerte Flotte, wie z.B. innerhalb eines Wohngebiets, sowie eine zentral gesteuerte Flotte, beispielsweise in einem gewerblich genutzten Fuhrpark. Während im ersten Fall der Fokus auf einer Optimierung der Betriebsstrategie mittels Schwarmintelligenz liegt, steht im zweiten Fall die Integration der Flotte in das Energiemanagement von Industriekunden im Vordergrund. Zudem liegt ein weiterer Schwerpunkt des Projekts auf der Betrachtung von sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen. Wie z.B. der Auswirkungen des demographischen Wandels, sowie veränderter Mobilitätsanforderungen auf die Zielmärkte Baden-Württembergischer im Besonderen am Spitzencluster Elektromobilität beteiligter Unternehmen.

Zu den Partnern im Rahmen des Projekts gehören Ametras rentconcept GmbH, BridgingIT GmbH, CarMediaLab GmbH, ENERGY4U GmbH, das Fraunhofer IAO sowie das FZI Forschungszentrum Informatik. Gemeinsam leisten alle Projektpartner eine wichtige Forschungsarbeit, um die erfolgreiche Industrialisierung der Elektromobilität voranzutreiben. Neben den Fahrzeugen und der Infrastruktur selber, sind hierfür auch eine optimale Vernetzung dieser Komponenten sowie der Komfort für die Nutzer von zentraler Bedeutung, sagt Sven Lierzer, Projektleiter IMEI, BridgingIT GmbH.

Mit rund 80 Akteuren aus Industrie und Wissenschaft ist der vom BMBF geförderte Spitzencluster Elektromobilität Süd-West einer der bedeutendsten regionalen Verbünde auf dem Gebiet der Elektromobilität. Der Cluster, der von der Landesagentur e-mobil BW GmbH gemanagt wird, verfolgt das Ziel, die Industrialisierung der Elektromobilität in Deutschland voranzubringen und Baden-Württemberg zu einem wesentlichen Anbieter elektromobiler Lösungen zu machen. Unter dem Motto road to global market nutzt der Cluster die einmaligen Möglichkeiten der Region Karlsruhe Mannheim Stuttgart Ulm, um renommierte große, mittlere und kleine Unternehmen aus den Bereichen Fahrzeugtechnologie, Energietechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie dem Querschnittsfeld Produktionstechnologie untereinander und mit Forschungsinstituten vor Ort zu vernetzen.

Die Projektpartner

Das FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-Anwendungsforschung und Technologietransfer. Es bringt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert junge Menschen für eine akademische und wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die Selbstständigkeit. Geführt von Professoren verschiedener Fakultäten entwickeln die Forschungsgruppen am FZI interdisziplinär für ihre Auftraggeber Konzepte, Software-, Hardware- und Systemlösungen und setzen die gefundenen Lösungen prototypisch um. Mit dem FZI House of Living Labs steht eine einzigartige Forschungsumgebung für die Anwendungsforschung bereit.
Das FZI ist mit einer Außenstelle in Berlin vertreten.

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen rund um den arbeitenden Menschen. Insbesondere unterstützt das Institut Unternehmen dabei, die Potenziale innovativer Organisationsformen sowie zukunftsweisender Informations- und Kommunikationstechnologien zu erkennen, individuell auf ihre Belange anzupassen und konsequent einzusetzen. Die Bündelung von Management- und Technologiekompetenz gewährleistet, dass wirtschaftlicher Erfolg, Mitarbeiterinteressen und gesellschaftliche Auswirkungen immer gleichwertig berücksichtigt werden.
Durch die enge Kooperation mit dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart verbindet das Fraunhofer IAO universitäre Grundlagenforschung, anwendungsorientierte Wissenschaft und wirtschaftliche Praxis.

Die Ametras rentconcept GmbH ist seit mehr als 30 Jahren ein erfolgreicher Lösungsanbieter für das Management und den Betrieb von Fahrzeugflotten. Dabei werden die Kunden von über 35 Mitarbeitern an den mittlerweile vier Standorten in Deutschland und Rumänien betreut. Bis vor fünf Jahren wurden Autovermietungen als Mobilitätsanbieter für die Softwarelösung adressiert. Das Portfolio wurde in den letzten Jahren um Lösungen rund um das Carsharing, Business Carsharing und die elektromobilen Flotten erweitert. Die Ametras rentconcept wurde somit zu einem kompletten Anbieter rund um die individuelle Mobilität. Auf dieser Basis wurden für führende OEMs innovative Mobilitätskonzepte entwickelt.
Die Produkte sind in über 10 Ländern in Europa sowie in Australien und in Asien im Einsatz.
Eine entscheidende zentrale Motivation ist es, Nutzen und Mehrwert für die Kunden zu schaffen.

Die BridgingIT GmbH wurde 2008 als unabhängiges IT-Beratungsunternehmen gegründet. Sie versteht sich als innovativer Dienstleister und verbindet die Anforderungen der IT mit denen der Fachseite. Über 300 Mitarbeiter beraten an den Standorten Mannheim, Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart, Köln und München Kunden des gehobenen Mittelstands und Großkunden bei der Umsetzung von Unternehmensstrategien und dem Einsatz moderner Technologien. Als Full Service Provider bietet bridgingIT ein fokussiertes Angebotsportfolio und arbeitet dabei stets herstellerunabhängig.

CarMedialab ist führender Anbieter von Telediagnose und Smart Charging im Markt OEM Special Purpose Fleets. Das Produktspektrum reicht von Embedded Systemen für den Einsatz in Fahrzeugen bis hin zum Gesamtsystembetrieb von Telematiklösungen.
CarMedialab arbeitet ausschließlich mit qualifizierten und TS16949 zertifizierten produzierenden Betrieben bei der Herstellung Ihrer Steuergeräte zusammen. Abhängig von Volumen, Komplexität und geforderter Flexibilität wird der passende Partner aus dem Produzentennetzwerk ausgewählt. So kann das Unternehmen seinem Anspruch an Qualität und Performance gerecht werden.

Wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu Mitbewerbern ist, dass CarMedialab nicht nur Embedded Systeme liefert, sondern auch gewohnt ist, in Ihrem Markt als Telematik Service Provider aufzutreten. So werden seit vielen Jahren Systeme für die Automobilindustrie nicht nur entwickelt, sondern auch über den gesamten Lebenszyklus verantwortlich betrieben.
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