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NADESHDA gewinnt den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis

08.12.2014 - (idw) Hochschule für Fernsehen und Film München

Zwei Preise für Filme der HFF München: NADESHDA gewinnt den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis und NOCEBO den Baden-Württembergischen Filmpreis.

Am 06. Dezember wurde in Nürnberg zum neunten Mal der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis verliehen / NADESHDA erzählt vom Leben in einem der der größten Roma-Ghettos in Bulgarien / NADESHDA ist der Film der HFF-Studenten Anna Frances Ewert und Falk Müller (Regie), Pius Neumaier (Kamera) und Isabelle Bertolone (Produktion) / NOCEBO gewinnt bei der Filmschau Baden-Württemberg / NOCEBO erhielt dieses Jahr den Studenten-Oscar in Gold / Es ist der Abschlussfilm des HFF-Studenten Lennart Ruff München, 08.12.2015 Gleich zwei Preise an Filme der HFF München: NADESHDA gewinnt den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis in der Kategorie Filmhochschule und NOCEBO den Baden-Württembergischen Filmpreis in der Kategorie "Kurzspielfilm".

NADESHDA wurde aus 416 Filmen ausgewählt. Der Fachjurys sichteten in den Kategorien Langfilm, Kurzfilm, Magazinbeitrag, (Film-)Hochschule und Amateure. Zudem wurde aus allein Einreichungen ein Bildungspreis ermittelt. Insgesamt wurden sechs Preisträger geehrt.

NADESHDA bedeutet auf Deutsch Hoffnung, es ist aber auch der Name eines der größten Roma-Ghettos in Bulgarien in dem Misho, Zorka und Tsveti mit ihren Familien leben. Die 12-jährige Tsveti träumt davon, eines Tages die Musikschule außerhalb der Stadt besuchen zu können. Musik bedeutet ihr sehr viel. Der Film begleitet die Lehrerin und ihre Schüler und folgt ihnen auf ihren Wegen im Ghetto. Die Dokumentation schildert ihren Alltag zwischen Aufstiegshoffnung und Abstiegsangst, zwischen an sich selbst erfahrener gesellschaftlicher Ausgrenzung und den eigenen Vorurteilen.

Aus der Jurybegründung: Durch die dokumentarische Sicht von Anna Frances Ewert und Falk Müller werden wir als Zuschauer zu Begleitern. Zu Begleitern, die nicht verstehen und nicht akzeptieren, dass man einer Familie so etwas Essentielles wie eine eigene Wohnung verwehrt.

NOCEBO zeigt die Flucht des 22-jährigen Christian Lukas. Er war Teilnehmer einer fehlgeschlagenen Medikamentenstudie und zusammen mit seiner Freundin Anna entdeckte er den Tod eines Teilnehmers. Doch anstatt den Vorfall aufzuklären, vertuschten ihn die Ärzte. Als auch Anna beginnt, Anzeichen der tödlichen Nebenwirkungen zu zeigen, bricht Christian aus dem Testcenter aus, um Hilfe zu holen. Doch weder Polizei noch Ärzte glauben seine Geschichte, denn Christian leidet an paranoider Schizophrenie.

Aus der Jurybegründung: Als Jury empfinden wir die Art und Weise, mit der in Nocebo Wirklichkeiten fließend verzahnt werden, als absolut preiswürdig. Nocebo entwirft eine schwebende Realität als Gegengewicht zu Bildwelten, die Wahrheit behaupten.
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