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Wege zur gelingenden Mehrsprachigkeit in Kindertageseinrichtungen

09.12.2014 - (idw) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt sind heute Alltag in Kindertageseinrichtungen. In einem interdisziplinären Projekt der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg widmen sich Pädagogen und Psychologen der Frage, welche Faktoren für eine gelingende mehrsprachliche Entwicklung von Kindergartenkindern bedeutsam sind. Das Projekt wird mit insgesamt über einer halben Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Unsere heutige Gesellschaft ist durch sprachliche und kulturelle Vielfalt gekennzeichnet. Mehrsprachigkeit gehört dadurch zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Lebenswelt der Kinder, die darin aufwachsen. Kindertageseinrichtungen haben den Auftrag, sich mit diesen unterschiedlichen familiären Hintergründen auseinander zu setzen und diese in ihrer Einrichtung zu berücksichtigen. Jedoch besteht eine große Unsicherheit darüber, wie dies geschehen soll und welche Maßnahmen sinnvoll sind.

Ein Verbundprojekt der KU und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat sich das Ziel gesetzt, zur Klärung dieser Frage beizutragen. Es wird untersucht, welche Faktoren für eine gelingende mehrsprachige Entwicklung von Kindern im Kindergartenalter bedeutsam sind. Ziel ist es herauszufinden, welche Maßnahmen in Kindertageseinrichtungen umsetzbar sind und welche Bedeutung diese für die Kinder und deren Familien haben.

Das Kooperationsprojekt wird geleitet von Prof. Dr. Jens Kratzmann (Professur für Pädagogik der frühen Kindheit an der KU) und Prof. Dr. Steffi Sachse von der PH Heidelberg (Professur für Entwicklungspsychologie mit dem Schwerpunkt Sprachentwicklung). Mit beteiligt sind als wissenschaftliche Mitarbeiter Samuel Jahreiß und Maren Frank in Eichstätt sowie Beyhan Ertanir in Heidelberg.

Das Projekt läuft bis September 2017. In dieser Zeit sollen zwanzig Kindertageseinrichtungen für Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren an der Studie teilnehmen. Die Kindergartenteams werden von Expertinnen und Experten während zwei Kindergartenjahren individuell bei ihrer Arbeit begleitet. Eingebettet ist das Projekt in den nationalen Forschungsschwerpunkt Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit, welches im Rahmen des Programms Empirische Bildungsforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Der Fokus wird dabei auf die Potenziale individueller und gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit gerichtet.
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