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Neurobiologie der Haut

10.02.2004 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Mit dem Zusammenwirken des Nervensystems, des Immunsystems und des Hormonsystems in der Haut beschäftigt sich eine internationale wissenschaftliche Fachtagung, die von Freitag bis Sonntag, 13. bis 15. Februar 2004, im Mövenpick-Hotel in Münster stattfindet. Organisiert wird diese Veranstaltung zum Thema "Neurobiology of the Skin", zu der rund 150 Teilnehmer erwartet werden, von Privatdozent Dr. Markus Böhm, Dr. Thomas Scholzen und Privatdozent Dr. Dr. Martin Steinhoff von der Hautklinik des Universitätsklinikums Münster (UKM).

Für das Zusammenwirken von Nerven-, Immun- und Hormonsystem im gesunden und kranken Organismus spielt die Haut als größtes Organ des Menschen eine besondere Rolle. In den letzten Jahren hat sich ein modernes Konzept davon entwickelt, wie diese Systeme durch ein Netzwerk von Neuropeptiden und hormonähnlichen Substanzen, die von Nervenfasern in der Haut, aber auch von Hautzellen und Zellen des Immunsystems freigesetzt werden können, miteinander verknüpft sind. Diese so genannten "Neuromediatoren" beeinflussen dabei nicht nur natürliche Hautfunktionen, wie zum Beispiel die Pigmentierung der Haut nach Sonnenexposition, das Haarwachstum oder die Wundheilung nach Verletzungen, sondern auch zahlreiche Hauterkrankungen, wie etwa die Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), Allergien oder Akne, sowie die Entstehung und das Fortschreiten von Hauttumoren. Viele dieser Erkrankungen verschlimmern sich häufig unter nervlicher Belastung ("Stress") der betroffenen Patienten und sind für diese oft mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Daher haben diese Erkrankungen und ihre Therapie mittlerweile auch eine hohe soziale, gesundheitspolitische und volkswirtschaftliche Bedeutung.

Im Rahmen der Tagung in Münster werden die in Grundlagenforschung und Klinik engagierten Wissenschaftler interdisziplinär neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der Neurobiologie der Haut vorstellen und diskutieren. Im Mittelpunkt wird dabei die Rolle der Wechselwirkung von Haut- und Nervensystem bei der Entstehung von Hautkrankheiten stehen. Es soll erörtert werden, welche körpereigenen Einflüsse oder äußeren Umwelteinflüsse dabei möglicherweise eine Rolle spielen. Weiterer Schwerpunkt und eine Abrundung des Tagungsprogramms wird die
Diskussion der klinischen Perspektive der Neurobiologie der Haut sein. Dabei sollen neueste, aus der Grundlagenforschung abgeleitete klinischen Anwendungen vorgestellt und zukünftige Trends in der Forschung an Neuropeptiden und neuroendokrinen Mediatoren zur Behandlung von Hautkrankheiten aufgezeigt werden.
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