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Arbeitshilfe Kommunale Altenberichterstattung

09.12.2014 - (idw) Technische Universität Dortmund

Kommunen stehen vor der Aufgabe, passgenaue Handlungsstrategien zur Gestaltung des Alterns vor Ort zu entwickeln und dabei die Lebenslagen und Bedarfe älterer Menschen zu berücksichtigen. Kommunale Altenberichterstattung ist in diesem Zusammenhang ein Instrument, um Informationen über ältere Menschen und die jeweiligen Rahmenbedingungen zu gewinnen, sie aktiv am Gestaltungsprozess zu beteiligen und auf dieser Basis lokale und nachhaltige Initiativen in die Wege zu leiten. Das Institut für Gerontologie hat im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW (MGEPA) und in engem Austausch mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern eine Arbeitshilfe entwickelt, die Kommunen beim Aufbau einer kommunalen Altenbe-richterstattung unterstützen kann. Die anwendungsorientierte Arbeitshilfe enthält zahlreiche Hin-weise und praktische Beispiele, wie kommunale Altenberichterstattung initiiert, umgesetzt und nachhaltig fortgeführt werden kann.

Die Arbeitshilfe adressiert folgende zentrale Themen und Fragen:

- Was geschieht im Vorfeld der kommunalen Altenberichterstattung?
- Wie kann eine kommunale Altenberichterstattung initiiert werden?
- Welche Rahmenbedingungen müssen für eine kommunale Altenberichterstattung gewährleistet sein?
- Wie kann eine umfassende Beteiligung erreicht werden?
- Wie sollte ein kommunaler Altenbericht aufgebaut sein?
- Welche Daten werden benötigt und wie können sie erhoben werden?
- Wie können Handlungsempfehlungen generiert werden?
- Was braucht es, um Nachhaltigkeit zu erreichen?

Die vorliegende Arbeitshilfe ist ein Angebot für Kommunen, die eine Altenberichterstattung initiieren oder eine vorhandene Berichterstattung fortschreiben und weiterentwickeln möchten. Sie soll eine Orientierung für den Aufbau und die Umsetzung kommunaler Altenberichterstattung bieten. Dabei wird grundlegend darauf geachtet, dass die Altenberichterstattung als zielführender und umsetzungsorientierter Prozess anzulegen ist, die Perspektive der Bürgerinnen und Bürger und der lokalen Akteure einbezogen wird und die jeweiligen lokalen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen berücksichtigt werden.

Ziel der Arbeitshilfe ist es vor allem, den Einstieg in die Altenberichterstattung zu unterstützen. Vorrangig geht es darum, Mindeststandards für eine qualifizierte Altenberichterstattung zu beschreiben und verschiedene Wege zur Realisierung darzustellen. Insbesondere für kleine Kommunen und Kommunen mit geringen Ressourcen werden Möglichkeiten aufgezeigt, eine kommunale Altenberichterstattung umzusetzen.

Das Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund ist ein unabhängiges wissenschaftliches Institut, das seit 1990 in der sozialgerontologischen Forschung tätig ist. Träger ist die Forschungsgesellschaft für Gerontologie e. V. Die Forschungsbereiche des Instituts für Gerontologie an der TU Dortmund umfassen die Themenfelder Seniorenpolitik, kommunale Beratung und Planung, Lebenslagen, Lebensformen und soziale Integration sowie Arbeit, Wirtschaft und Technik.

Zu den Kernaufgaben des Instituts für Gerontologie gehört u.a. die wissenschaftliche Beratung von öffentlichen, gemeinnützigen und privaten Trägern von Einrichtungen und Dienstleistungen für ältere Menschen sowie von Politik und Verwaltung. Ziel ist es, die Gestaltung der individuellen, gesellschaftlichen und (sozial-)politischen Konsequenzen und Herausforderungen der demographischen Entwicklung, insbesondere einer alternden Gesellschaft, zu begleiten und zu unterstützen. In seiner Beratungsfunktion wendet sich das Institut für Gerontologie an Entscheidungsträger und Akteure auf kommunaler Ebene sowie auf Landes- und Bundesebene. Generell basiert die Beratungstätigkeit des Instituts für Gerontologie auf wissenschaftlicher Analyse. Ausgehend von einem dialogorientierten reflexiven Ansatz wird Beratung als kommunikativer Prozess gestaltet, der u.a. eine kontinuierliche Beteiligung des Auftraggebers einschließt.

Das Institut für Gerontologie beschäftigt rund 20 Mitarbeiter/innen, darunter 13 wissenschaftliche Mitarbeiter/innen und vier studentische Hilfskräfte. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen rekrutieren sich aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen wie z.B. aus der Sozialen Gerontologie, den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, der Pädagogik und den Erziehungswissenschaften und arbeiten gemeinschaftlich in interdisziplinären Teams.


Weitere Informationen:
Dr. Elke Olbermann
Wissenschaftliche Geschäftsführerin

Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. /
Institut für Gerontologie an der TU Dortmund
Evinger Platz 13
44339 Dortmund
www.ffg.tu-dortmund.de

Tel.: 0231 728 488-29
E-Mail elke.olbermann@tu-dortmund.de Weitere Informationen:http://www.ffg.tu-dortmund.de/cms/de/Projekte/Seniorenpolitik__kommunale_Beratun...
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