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Pressekonferenz: Wärmereflektoren und Stifte recyceln für mehr Nachhaltigkeit

10.12.2014 - (idw) Universität Hohenheim

15. Dezember, ab 14 Uhr: Pressekonferenz an der Universität Hohenheim, großer Lesesaal 13, 1.Stock, Fachbereichsbibliothek, Schloss Hohenheim, 70599 Stuttgart Grüne Ideen für den Campus: LED-Lampen, Wärmereflektoren hinter Heizungen oder Recyclingboxen für verbrauchte Stifte und Korrekturmittel: Studierende, Verwaltungsmitarbeiter und Wissenschaftler ziehen an einem Strang, um die Universität Hohenheim nachhaltiger zu machen. Neben einem Ideenwettbewerb soll vor allem auch systematisches Umweltmanagement an der Universität Hohenheim für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Finanziert werden die Projekte aus Sustain Ability 2.0 durch den Innovations- und Qualitätsfonds (IQF) des Landes. Bei der Pressekonferenz berichten Projektleiter und Projektmanager von Sustain Ability 2.0, studentische Energy Scouts und Studierende der Gruppe Greening Hohenheim, die viele nachhaltige Projekte an der Universität initiierten, über erste Ergebnisse.

Gerade in alten Gebäuden ohne moderne Isolierung dringt viel Energie ungenutzt nach draußen. Ein Kostenfresser und eine große Umweltbelastung. Ende Oktober montierten darum studentische Energy Scouts über 200 Wärmereflexionsfolien an die Heizkörper auf dem Universitätsgelände.

Mit den Heizungsreflektoren wird die Wärme der Heizkörper zurückreflektiert und kann dadurch den Energieverbrauch um 6 bis 10 Prozent verringern, sagt Dipl. oec. Alexis Hanke, Projektmanager von Sustain Ability 2.0 und assoziierter Mitarbeiter vom Lehrstuhl für Umweltmanagement an der Universität Hohenheim. Die Idee für die Wärmefolien entstammt einem Ideenwettbewerb der Universität, die ihre Mitglieder aktiv animieren will, Verbesserungsvorschläge für mehr Nachhaltigkeit vorzubringen.

Eigene Vorrichtung für den Denkmalschutz

Doch vor allem im alten Schloss Hohenheim war die Umsetzung dieser Energiesparmaßnahme nicht einfach. Normalerweise werden die Reflektoren einfach an die Wand geklebt. In diesem Fall ging das nicht, weil das Schloss denkmalgeschützt ist, erklärt Hanke.

Studentische Energy Scouts haben sich im Rahmen eines Seminars bei Dr. Klaus Meissner, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet für Agrartechnik in den Tropen und Subtropen, dem Problem angenommen und eine eigene Vorrichtung für die Reflektoren entwickelt. Dadurch konnten sie direkt an den Heizkörpern angebracht werden.

Neue Verwendung für Kulis, Tipex & Co.

Doch der Blick der Studierende ist nicht nur auf die Universität gerichtet. Das zeigt eine weitere Idee, die ebenfalls aus dem Wettbewerb resultiert und von der studentischen Gruppe Greening Hohenheim betreut wird.

In der Mensa, im Foyer im Mittelbau des Schlosses und in den Bibliotheken der Universität Hohenheim stehen seit Anfang November sogenannte Stifteboxen, die mit ausgedienten Textmarkern, Kulis, Tipex und anderen Korrekturmitteln befüllt werden können. Mit jedem Schreibwerkzeug, das seinen Weg in die Recyclingbehälter findet, wird gleichzeitig ein guter Zweck unterstützt. Die Boxen werden regelmäßig durch die Studenteninitiative Greening Hohenehim geleert.

Hintergrund Sustain Ability 2.0

Für das Projekt Sustain Ability 2.0 konnte die Universität Hohenheim im vergangenen Jahr 476.000 Euro aus dem Innovations- und Qualitätsfonds (IQF) des Landes einwerben.

Ziel ist es, Kompetenzen aus Forschung, Lehre und Verwaltung zu bündeln, um Abläufe auf dem Campus nachhaltiger zu gestalten. Das größte Teilprojekt war die Implementierung des europäischen Umweltmanagementsystems EMAS im Jahr 2013 und die bevorstehende Implementierung des Energiemanagementsystems ISO 50001 im Jahr 2015 für einen Pilotbereich auf dem Campus der Universität Hohenheim.


EMAS gilt als weltweit strengstes Audit-Verfahren im Bereich Umweltmanagement. Zu den selbstgesteckten Zielen der Universität Hohenheim gehören unter anderem die Einführung eines Abfallkonzepts, eine Reduktion des Strom-, Wasser- und Papierverbrauchs und die Förderung von Fahrgemeinschaften.

Text: C. Schmid / Leonhardmair
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