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Prof. Dr. med. Peter Drings mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

10.02.2004 - (idw) Deutsche Krebsgesellschaft e. V.

Dem langjährigen Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft Prof. Peter Drings wurde das Bundesverdienstkreuz für seine Lebensleistung verliehen.


Prof. Dr. med. Peter Drings Am 5. Februar 2004 wurde Prof. Peter Drings das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens durch die Oberbürgermeisterin der Stadt Heidelberg Frau Beate Weber überreicht. Geehrt wurde er für seine Lebensleistung, insbesondere seine Verdienste in der Suchtprävention gegen das Rauchen.

1972 erhielt Prof. Drings die Anerkennung als Facharzt für Innere Krankheiten, habilitierte im folgenden Jahr und wurde 1976 'außerplanmäßiger Professor' der Universität Heidelberg.
Von 1996 an ist er Ärztlicher Direktor der Thoraxklinik-Heidelberg gGmbH.
Die Schwerpunkte seines klinischen und wissenschaftlichen Schaffens sind die Chemotherapie des Lungenkarzinoms, die Entwicklung multimodaler Therapiekonzepte des Lungenkarzinoms, d.h. die Anwendung mehrerer Therapieverfahren, die Identifizierung prognostischer Faktoren sowie die Konzeption und Durchführung von klinischen Studien der Phasen I bis III.

Er ist Mitglied in nationalen und internationalen Fachgesellschaften, u.a. der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, der Internationalen Gesellschaft für Hämatologie, der Deutschen Krebsgesellschaft, der European Society for Clinical Investigation sowie der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie.

Seit 1992 ist Prof. Drings Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft. In den mehr als zehn Jahren war er im wahrten Sinne des Wortes der erste Diener der Gesellschaft, stets bereit, sich für das Wohl der Deutschen Krebsgesellschaft einzubringen. Federführend vertritt er sie in der Kommission Prävention, ist aktives Mitglied im Steuerungsgremium des Aktionsbündnis Nichtrauchen und war Vorsitzender der Projekte 'Smoke Free Workplaces' und 'Research into Labelling of Tobacco Products in Europe'.
Die Deutsche Krebsgesellschaft ist die größte und älteste interdisziplinäre onkologische Fachgesellschaft. Ihre mehr als 5000 Mitglieder sind in der Krebsforschung und Behandlung von Krebspatienten tätig.

Prof. Drings arbeitet seit der Gründung im Tumorzentrum Heidelberg/Mannheim mit und ist dort eine der treibenden Kräfte, wenn es um die Aufgabe einer bestmöglichen Versorgung der Tumorpatienten in der Region geht.
Darüber hinaus weist er in Interviews und Vorträgen auf die schädliche Wirkung des aktiven Zigarettenrauchens und des Passivrauchens als Hauptursache für das Bronchialkarzinom sowie zahlreiche chronische Erkrankungen hin.
Seit Juni 2000 bieten Professor Drings und seine Mitarbeiter in Kooperation mit der AOK Rhein-Neckar in der Thoraxklinik-Heidelberg für Schülerinnen und Schüler eine Veranstaltung zur Raucherprävention an. Ziel ist es, die Risiken und Folgen des Rauchens aufzuzeigen.
Professor Drings weiß von den Gefahren der Tabaksucht: Jährlich werden rund 700 Menschen in seine Klinik eingeliefert, die neu an Lungenkrebs erkrankt sind. Bei über 90 Prozent ist die Ursache das Rauchen. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr rund 100.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Die meisten Tabaktoten sind keine besonders starken Raucher. Sie haben nur früh angefangen und trotz der Gefahren beginnen weltweit zwischen 80.000 und 100.000 Jugendliche mit dem Rauchen.
Das Programm wurde speziell für junge Menschen entwickelt. Die Schüler sind live bei einer Lungenspiegelung dabei und können mit Patienten sprechen, die infolge des Rauchens an Lungenkrebs erkrankt sind .
Nach der Veranstaltung in der Thoraxklinik sind viele Schüler überzeugt, dass sie keine Raucher werden wollen. Einige von ihnen hatten das Rauchen schon einmal ausprobiert.
"Mittlerweile haben mehr als 10.000 Schülerinnen und Schüler an den Veranstaltungen teilgenommen. Die Nachfrage ist so groß, dass wir ab 2004 Zusatztermine anbieten", sagt der ausgezeichnete Professor.

Prof. Drings, der als Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft 2002 in seinem Ehrenamt erneut bestätigt wurde, ist ein geschätzter Kollege und exzellenter Wissenschaftler.

Den Träger des Bundesverdienstkreuzes zeichnet sein hohes Engagement in der Krebsforschung und Krebsbekämpfung sowie bei der Behandlung von Krebskranken aus.

Prof. Dr. Klaus Höffken, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.

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Pressekontakt:
Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gabriele Nioduschewski
Steinlestraße 6
60596 Frankfurt
Tel. 069/ 63 00 96-0
Fax: 069/ 63 00 96-66
E-Mail: presse@krebsgesellschaft.de
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