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Was Verbraucher wirklich möchten

11.12.2014 - (idw) Universität Siegen

Im Forschungsprojekt SmartLive werden an der Uni Siegen gemeinsam mit den Nutzern Lösungen für ein intelligentes Zuhause entwickelt. Wenn das Fenster öffnet, geht die Heizung aus. Wenn das Fenster schließt, heizt die Heizung wieder. Genau bis zu der Temperatur, die vorher eingestellt worden ist. Heizung und Fenster werden drahtlos gesteuert, die Einstellung erfolgt über eine App auf dem Smartphone oder dem Tablet. So kann ein Smart Home funktionieren, ein intelligentes Zuhause. Im Forschungsprojekt SmartLive wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität Siegen und Partner aus der Industrie Lösungen entwickeln, die auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten sind und zwar mit den Nutzern gemeinsam.

Wichtig ist das Nutzer-Erlebnis. Wie fühlt sich das intelligente Haus im Alltag an? Wie muss Technik gestaltet sein, die sich gut anfühlt, einfach ist, Spaß macht? Können wir vielleicht auch vollkommen neue Wohnerlebnisse schaffen? Dies sind Fragen, die wir im Labor nie beantworten können. Hier müssen wir raus ins wahre Leben, um sie gemeinsam mit dem Nutzer zu erforschen, sagt Gunnar Stevens, Junior-Professor am Lehrstuhl Human-Computer-Interaction. Deshalb stehen der Nutzer des Smart Home und seine Wünsche im Mittelpunkt.

Das Forschungsprojekt wird über drei Jahre vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und hat ein Gesamtbudget von 1,2 Millionen Euro. Gemeinsam mit privaten Haushalten möchte das Projekt-Team Richtlinien entwickeln, die die Gestaltung der neuen Technologie einfacher machen, indem von Anfang an die Meinung und die Erfahrung der Nutzer einbezogen werden. Es geht um Benutzerfreundlichkeit, um Komfort und um Sicherheit.

Beispielsweise bei der Steuerung der Geräte im Haushalt. Ein Smart Home kann Daten liefern, wie viel Strom welches Gerät verbraucht. Doch ob der alte Kühlschrank nun weg muss oder das angelassene Licht im Flur ein Vermögen kostet, erfährt der Nutzer dann, wenn das Smart Home die Daten in Euro umrechnet und die Stromkosten so sichtbar werden. Der Nutzer soll es leicht haben. Es geht um seine Erfahrungen im Umgang mit der Technik. Basierend auf diesen Erkenntnissen wollen wir Richtlinien entwickeln. Ziel ist ein Baukasten-System, sagt Corinna Ogonowski, die Projektleiterin. Dieses Baukasten-System können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für die Entwicklung neuer Produkte verwenden.

Privat-Haushalte gesucht
Für SmartLive werden noch Privat-Haushalte aus der Region Siegen-Wittgenstein gesucht, die mitmachen. Die einzigen Voraussetzungen sind ein Smartphone und ein Internet-Anschluss. Wer Interesse hat, kann sich über die Homepage www.praxlabs.de ab sofort anmelden.

Beteiligte
Lehrstuhl Wirtschafsinformatik und Neue Medien, Universität Siegen (Prof. Dr. Volker Wulf)
Lehrstuhl Human-Computer Interaction, Universität Siegen (Jun.-Prof. Dr. Gunnar Stevens)
Devolo AG, Aachen (Dr. Markus Wächter)
ProSyst Software GmbH, Köln (Kai Hackbarth)
the peak lab. GmbH & Co KG, Oldenburg (Jens Läkamp)
ASEW Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im VKU GbR, Köln (Stefan Schulze-Sturm) Weitere Informationen:http://www.praxlabs.de
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