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Universität Göttingen koordiniert Verbundprojekt zum Schutz vor Hackerangriffen

12.12.2014 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

(pug) Unser Alltag ist vollständig abhängig von einer funktionierenden Stromversorgung. Das macht Kraftwerke zu einem lohnenden Ziel für Cyberangriffe. Denn der Weg vom Kraftwerk zur Steckdose wird mithilfe von vernetzter Informationstechnik gesteuert. Um diese Systeme besser zu schützen, entwickelt die Universität Göttingen eine neuartige Technologie zum Schutz vor Cyberangriffen. Das Projekt Intelligente Intrusion-Detection-Systeme für Industrienetze (INDI) wird vom BMBF mit 1,6 Millionen Euro gefördert. Partner in dem von Göttingen koordinierten Verbundprojekt sind die Vattenfall Europe Generation AG, die Technische Universität Cottbus-Senftenberg sowie die Genua mbH. Pressemitteilung
Nr. 308 /2014 12. Dezember 2014

INDI schützt Kraftwerke vor Hackerangriffen
Universität Göttingen koordiniert Verbundprojekt 1,6 Millionen Euro Förderung durch das BMBF

(pug) Krankenhaus, Straßenbahn, Industrie: Unser Alltag ist vollständig abhängig von einer funktionierenden Stromversorgung. Das macht Kraftwerke zu einem lohnenden Ziel für Cyberangriffe. Denn gesteuert wird der Weg vom Kraftwerk zur Steckdose mithilfe von vernetzter Informationstechnik. Um diese sensiblen Systeme besser zu schützen, entwickelt das Institut für Informatik der Universität Göttingen jetzt eine neuartige Technologie zur Erkennung und Eindämmung von Cyberangriffen. Das Projekt Intelligente Intrusion-Detection-Systeme für Industrienetze (INDI) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 1,6 Millionen Euro gefördert. Partner in dem von der Universität Göttingen koordinierten Verbundprojekt sind die Vattenfall Europe Generation AG, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg sowie die Genua mbH aus Kirchheim.

Die neue Technologie zur Abwehr von Hackerangriffen basiert auf dem Konzept der Anomalieerkennung. Dabei analysiert ein Computerprogramm den Netzverkehr innerhalb eines Kraftwerks mit Hilfe von Algorithmen des maschinellen Lernens. Anhand dieser Analyse können die Wissenschaftler Modelle für die normale Kommunikation im Industrienetzwerk berechnen. Auffälligkeiten und Abweichungen von diesen Modellen können dann im Kraftwerk automatisch identifiziert und so mögliche Cyberangriffe aufgespürt werden.

Wir erforschen völlig neuartige Sicherheitssysteme, die sich selbstständig an die unterschiedlichen Gegebenheiten von Industrieanlagen anpassen und so zugleich eine spezifische Analyse sowie eine breite Nutzung in IT-Netzen in der Strom-, Wasser- und Gasversorgung ermöglichen, sagt Prof. Dr. Konrad Rieck vom Göttinger Institut für Informatik, der das Projekt leitet. Das INDI-Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Abwehr von modernen Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen und zum Schutz der energetischen Grundversorgung der Bevölkerung.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Konrad Rieck
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Mathematik und Informatik
Institut für Informatik
Goldschmidtstraße 7, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-172000, Fax (0551) 39-14403
E-Mail: konrad.rieck@informatik.uni-goettingen.de
Internet: http://user.informatik.uni-goettingen.de/~krieck/ Weitere Informationen:http://www.indi-project.org
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