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Neues Buch zu Arne Jacobsens Mainzer Rathaus

12.12.2014 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Veröffentlichung von Professoren der Kunstgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit Beiträgen namhafter Kunst- und Architekturhistoriker, Historiker und Denkmalpfleger Noch rechtzeitig zu Weihnachten werden Matthias Müller und Gregor Wedekind, Professoren für Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU, ein Buch über das vom dänischen Architekten und Designer Arne Jacobsen entworfene Mainzer Rathaus herausbringen. Der mit zahlreichen Fotos ausgestattete Band versammelt Beiträge von namhaften Kunst- und Architekturhistorikern, Historikern und Denkmalpflegern und ist zugleich die erste umfassende architekturhistorische Würdigung dieses für die moderne Architekturgeschichte wichtigen Bauwerks seit seiner Einweihung vor 40 Jahren. Voraussichtlich ab dem 19. Dezember 2014 wird das im Schnell und Steiner-Verlag Regensburg erscheinende Buch im Buchhandel erhältlich sein.

Arne Jacobsens Mainzer Rathausbau von 1974 gehört zu den bedeutendsten öffentlichen Bauwerken der deutschen Nachkriegsmoderne und darf zugleich als Vermächtnis des dänischen Stararchitekten gelten. Es war das erste eigenständige kommunale Bauwerk in Mainz, das den Wiederaufstieg der im Zweiten Weltkrieg beinahe gänzlich zerstörten Stadt mit einer selbstbewussten, monumentalen Geste ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken sollte. Das in Zusammenarbeit mit Otto Weitling 1968 entworfene und 1974 fertiggestellte Rathaus war in seiner Zeit eine der größten und anspruchsvollsten politischen Bauaufgaben, woraus sich sein herausragender Denkmalwert ergibt. Dennoch fehlt in der Öffentlichkeit vielfach das Verständnis für die besonderen architektonischen Qualitäten dieses Bauwerks, das bis hin zu seiner Möblierung die Handschrift Jacobsens trägt.

Nach jahrzehntelanger Nutzung und durch Vernachlässigung eines kontinuierlichen Bauunterhalts zum Sanierungsfall geworden, stellt sich mehr denn je die Frage, wie mit diesem monumentalen Architekturerbe der 1960/1970er-Jahre künftig umzugehen ist. Eine Antwort hierauf möchten die Aufsätze des Bandes geben, der von den Herausgebern exklusiv als Beitrag für eine aktuelle Debatte konzipiert wurde. Den Anstoß hierzu gab eine Podiumsdiskussion, die von den Herausgebern unter Beteiligung einer großen Öffentlichkeit und mit Unterstützung des Oberbürgermeisters der Stadt Mainz, Michael Ebling, sowie des Präsidenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, am 20. Februar 2013 im vollbesetzten Ratssaal des Rathauses durchgeführt wurde und damals die provokante Frage aufwarf: Schandfleck oder Architekturdenkmal?. Aus dem Kreis der damaligen Podiumsteilnehmer stammen auch die meisten für diesen Band eigens angefertigten Beiträge, darunter auch verschiedene Aufsätze von Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Matthias Müller / Gregor Wedekind (Hg.)
Das Mainzer Rathaus von Arne Jacobsen
Politische Architektur in der deutschen Nachkriegsmoderne
1. Auflage 2015 (lieferbar vorauss. ab 19.12.2014), ca. 160 Seiten, ca. 50 Farb- und 80 s/w-Abbildungen, 21 x 28 cm, Pappband, fadengeheftet
ISBN 978-3-7954-2966-9, ca. 25.- Euro

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Matthias Müller
Abteilung Kunstgeschichte
Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
Tel. 06131 39-32258
E-Mail: mattmuel@uni-mainz.de
www.kunstgeschichte.uni-mainz.de
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