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«Besser erfolgreich abhängig als unabhängig erfolglos»

12.12.2014 - (idw) Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur

Bündner Touristiker und Touristikerinnen kooperieren zu wenig. 85 Prozent der Teilnehmenden am 7. Bündner Tourismus Trendforum waren dieser Meinung. Die Fachleute sind überzeugt, dass sich eine verstärkte Kooperation positiv auswirken würde. Die Kleinstrukturiertheit der Schweizer Tourismuswirtschaft begrenzt deren Rentabilität und Entwicklungsmöglichkeit. Darüber hinaus zwingt sie den Gästen unnötigen Koordinationsaufwand im Hinblick auf die Auswahl und Buchung der Teilleistungen ihrer Ferien auf. Durch eine innovative Zusammenarbeit gilt es daher gemeinsam Synergie-Potentiale, auch über Wettbewerbsgrenzen hinweg, zu nutzen. Die durch die «Coopetition» frei werdenden Ressourcen können hilfreich für die betriebs- und destinationsübergreifende Profilschärfung eingesetzt werden, damit Graubünden und die Schweiz in Zukunft besser auf den touristischen Märkten wahrgenommen wird.

Gesucht: Zukunftsgerichtete Unternehmerinnen und Unternehmer
Die rund 100 Touristikerinnen und Touristiker versammelten sich am 11. Dezember zum siebten Mal in der zur Holzhütte umgestalteten Aula der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur. Die heutige Situation fasste Michael Caflisch, Leiter Tourismusentwicklung des Kantons Graubünden, wie folgt zusammen: «Der Bündner Tourismus ist nicht im freien Fall, es ist aber eine schleichende Krise beobachtbar. Die Gefahr besteht darin, dass man sich an die «leicht» schlechteren Zahlen gewöhnt.» Abhilfe erhoffen sich die Fachleute durch «Coopetition», der Innovation durch kooperativen Wettbewerb. Marco Hartmann, Leiter des veranstaltenden Instituts für Tourismus und Freizeit ITF, betonte, dass Kooperationen Vertrauen und Transparenz unter den Kooperationspartnerinnen und -partnern voraussetzt.

Offline Ferien Nische oder Trend?
Immer häufiger wird von den Gästen erwartet, dass auf jedem Hotelzimmer ein Tablet bereit steht so wie heute ein TV-Gerät zur Standardausrüstung eines jeden Hotelzimmers gehört. Ist Abschalten durch Ausschalten nur ein frommer Wunsch oder gar eine Illusion? Letztlich werden die Gäste die Entscheidung selber treffen, ob sie auch in den Ferien rund um die Uhr vernetzt sein möchten. Die Mehrheit der Teilnehmenden eines der sieben Workshops war sich einig, dass Offline-Ferien vorerst ein Nischenprodukt bleibt und in der zunehmend digitalisierten Welt wohl auch bleiben wird.

Vernetzte Gäste
Gäste vernetzen und informieren sich zunehmend unabhängig von touristischen Anbietern. Die Masse der vernetzten Gäste bildet eine Art «höhere Intelligenz» und wird damit zur wichtigsten Orientierungsinstanz, die jedem Expertenwissen vorgezogen wird. Dass sich Touristiker und Touristikerinnen entsprechend anders und neu vernetzen müssen, erläuterte Marta Kwiatowski Schenk, Senior Researcher & Advisor am GDI Gottlieb Duttweiler Institut, in ihrer Keynote.

Weitere Auskünfte:
Bergamin Domenico, BSc in Sport Science, MSc in Business Administration
Tel. +41 (0)81 286 39 00
Fax +41 (0)81 286 39 16
domenico.bergamin@htwchur.ch


Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur mit ihren rund 1600 Studierenden ist eine regional verankerte Hochschule mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Sie bietet Bachelor-, Master- und Weiterbildungsstudiengänge in den Disziplinen «Ingenieurbau/Architektur», «Informationswissenschaft», «Management», «Multimedia Production», «Technik» sowie «Tourismus» an. Die HTW Chur betreibt in allen Disziplinen angewandte Forschung und Entwicklung, führt Beratungen durch und bietet Dienstleistungen an. Die gesamte Hochschule ist ISO 9001:2008 zertifiziert. Die HTW Chur ist seit dem Jahr 2000 Teil der FHO Fachhochschule Ostschweiz. Als erste öffentliche Schweizer Hochschule ist die HTW Chur 2009 der Initiative der Vereinten Nationen für verantwortungsvolle Ausbildung im Management, den UN Principles for Responsible Management Education, beigetreten. Doch die Geschichte der Hochschule begann bereits 1963 mit der Gründung des Abendtechnikums Chur. Weitere Informationen:http://www.htwchur.ch/trendforum - Bündner Tourismus Trendforumhttps://www.flickr.com/photos/itf_chur/sets/72157649294135227/ - Eindrücke des 7. Bündner Tourismus Trendforums

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