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DAAD begrüßt Empfehlungen des Wissenschaftsrates

12.02.2004 - (idw) Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

DAAD begrüßt Empfehlungen des Wissenschaftsrates
zur Reform des Hochschulzugangs auch für ausländische Studierende

Der DAAD begrüßt die vom Wissenschaftsrat am 30. Januar veröffentlichten Empfehlungen zum Hochschulzugang. Im Rahmen dieser Empfehlungen bekennt sich der Wissenschaftsrat nachdrücklich zu dem hochschulpolitischen Ziel, den Anteil ausländischer Studierender in Deutschland zu erhöhen. Gleichzeitig weist er zutreffend auf eine Reihe von Herausforderungen hin, vor denen die deutschen Hochschulen gegenwärtig bei der Ausländerzulassung stehen.

Erhebungen, die der DAAD vor kurzem an deutschen Hochschulen in Auftrag gegeben hat, deuten darauf hin, dass der Studienerfolg von Ausländern teilweise niedriger ist als bei Deutschen. Zu Recht fordert der Wissenschaftsrat daher

(1) die Entscheidung über die Zulassung ausländischer Studienbewerber in zulassungsbeschränkten wie zulassungsfreien Fächern alleine den Hochschulen zu überlassen. Dies ist zum einen erforderlich, weil die Voraussetzungen, die Bewerber aus ihren Bildungssystemen mitbringen, häufig heterogen und somit - etwa bei den Durchschnittsnoten - nicht unmittelbar vergleichbar sind. Deutschen Hochschulen muss es deshalb ermöglicht werden, unterschiedliche Profile anzubieten und zu suchen, beispielsweise bei der Rekrutierung von Studierenden aus bestimmten Regionen.

(2) dass deutsche Hochschulen das weltweite Beratungsnetz, das der DAAD in den letzten Jahren aufgebaut hat, intensiv zur Studienberatung im Vorfeld sowie für die Rekrutierung und Auswahl ausländischer Studierender zu nutzen. Mit seinen 14 Außenstellen und 46 Informationszentren (ICs) in 40 Ländern bietet der DAAD deutschen Hochschulen hierfür eine ideale Plattform.

(3) die Hochschulen auf administrativer Ebene so weit wie möglich zu entlasten, indem übergreifende und standardisierte Elemente der Hochschulzulassung von einer gemeinsamen Dienstleistungsstelle übernommen werden. Die auf Initiative von DAAD und HRK von über 40 Hochschulen gegründete Servicestelle ASSIST bezeichnet der Wissenschaftsrat in diesem Zusammenhang als "Schritt in die richtige Richtung".

Der DAAD teilt die Einschätzung des Wissenschaftsrates, dass die erwähnte Dienstleistungsstelle langfristig auch koordinierende sowie studienberatende Aufgaben übernehmen könnte. Von elementarer Wichtigkeit wird es aber auch in Zukunft sein, dass keine Hochschule dazu verpflichtet wird, den angebotenen Service in Anspruch zu nehmen und garantiert bleibt, dass die Verfahren von der Gemeinschaft der Hochschulen selbst ausgestaltet werden.

Mit dem Thema Ausländerzulassung beschäftigt sich ebenfalls die in dieser Woche erschienene DAAD-Publikation: "Betreuung, Zulassung, Ausländerrecht", die unter der ISBN 3-7639-0434-4 im Buchhandel erhältlich ist.

Kontakt: Dr. Annette Julius, 0228-882-491, e-mail: julius@daad.de
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