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Globaler Wissenschaftsrat IPBES braucht Wissensträger aus der ganzen Gesellschaft

08.01.2015 - (idw) Museum für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung

Der gobale Wissenschaftsrat für Biodiversität und Ökosystemservices (IPBES -Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) steht vor seinem 3. Plenumstreffen, welches nächste Woche (12.-17.1.2015) in Bonn stattfindet. Das Museum für Naturkunde Berlin (MfN) betreibt gemeinsam mit dem Helmholtzzentrum für Umweltforschung (UFZ) und unterstützt vom BMBF das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (http://www.biodiversity.de), welches sich stark an der Schnittstelle zwischen Forschung und Politik engagiert, und wird auch mit eigenen Akteuren auf dem 3. IPBES Plenumstreffen anwesend sein. Erste Erfolge stellten das auf den letzten Vollversammlungen beschlossene Arbeitsprogramm sowie die Einrichtung des internationalen Büros in Bonn dar, welches von Deutschland unterstützt wird. Auf diesem Plenum geht es vor allem um die Einbindung unterschiedlicher Interessengruppen. Nur wenn es gelingt, die verschiedenen Wissensträger aus Wissenschaft und Gesellschaft, wie z.B. Nicht-Regierungsorganisationen, lokale und indigene Gemeinschaften oder den privaten Sektor in die Erarbeitung, die kritische Prüfung und Verbreitung von IPBES Produkten einzubeziehen, hat IPBES eine Chance, als Wissenslieferant für politische Entscheidungen anerkannt zu werden, meint Malte Timpte, der das Plenumstreffen für das Museum für Naturkunde Berlin begleitet.
Der Erfolg von IPBES muss sich vor allem an seinen eigenen Kriterien, nämlich Relevanz und Glaubwürdigkeit, messen lassen, erklärt Dr. Katrin Vohland vom Museum für Naturkunde Berlin in den Philosophical Transactions of the Royal Society B, welche gerade einen Sonderband zu den phylogenetischen Aspekten der Erhaltung von Naturkapital herausbringt. Die Publikation resultiert aus einer Tagung der Royal Society gemeinsam mit dem globalen Forschungsprogramm zu genetischer Vielfalt (BioGenesis). Dafür ist wichtig, dass die Prozesse transparent sind, und die den Assessments zugrunde liegenden Daten und Methoden öffentlich zugänglich sind. Darüber hinaus können partizipative Ansätze in der Forschung wie beispielsweise Citizen Science helfen, den Zusammenhang zwischen biologischer Vielfalt, den Funktionen von Ökosystemen und von Lebensqualität besser zu verstehen und entsprechende Handlungsmodelle zu entwickeln.

Mehr Information:
Link zum Originalartikel: http://rstb.royalsocietypublishing.org/content/370/1662/20140012.full?ijkey=pEav...
Link zur IPBES 3: http://www.ipbes.net/plenary/ipbes-3.html
Link zu Stakeholderdays für IPBES 3: http://www.ipbes.net/news/631-stakeholder-days-prior-to-ipbes-3.html
Link zum Netzwerk-Forum Biodiversitätsforschung Deutschland: www.biodiversity.de
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