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"Blauer Engel" für Kopierer, Drucker und Multifunktionsgeräte

12.02.2004 - (idw) Umweltbundesamt (UBA)

Umweltzeichen mit höheren Anforderungen für gesündere Raumluft
Emissionen aus elektronischen Geräten sind nicht immer unbedenklich. Zum Beispiel setzen Drucker und Kopierer organische Stoffe in unterschiedlichen Mengen frei, manche Geräte bilden auch Ozon. Dadurch kann sich die Luft in schlecht belüfteten Räumen mit unerwünschten Stoffen anreichern - das kann das Wohlbefinden beeinträchtigen. Doch ungesunde Luft in Büros muss nicht sein: Für besonders emissionsarme Geräte gibt es das Umweltzeichen "Blauer Engel". Seit Herbst 2003 gelten neue Messbedingungen und Höchstkonzentrationen für flüchtige organische Stoffe sowie Staub und Ozon. Nur solche Geräte erhalten das Umweltzeichen, die im Einsatz nachweislich die zulässigen Prüfwerte einhalten oder unterschreiten. Eine Übersicht gibt es im Internet unter der Adresse http://www.blauer-engel.de.

Alle Vergabegrundlagen für Produkte mit dem Blauen Engel werden regelmäßig aktualisiert und nach neuen Erkenntnissen verbessert. Dies gilt auch für Drucker und Kopierer. Sie müssen seit Januar 2004 höhere Anforderungen erfüllen, wenn sie das Umweltzeichen tragen sollen. Für Multifunktionsgeräte - Geräte, die drucken, kopieren oder auch faxen können - kann der Blaue Engel seit Herbst 2003 vergeben werden. Erste Produkte sind bereits im Handel.
Die ausgezeichneten Geräte verbrauchen im Leerlauf weniger Strom als bisher und arbeiten leiser. Ein weiteres wesentliches Kriterium für die Vergabe des Blauen Engels ist die Einhaltung so genannter Emissionsraten. Während bisher die Konzentrationen für Staub, Ozon und Styrol nach einer bestimmten Betriebszeit der Geräte zu messen und zu bewerten waren, ist nun auch die mögliche Freisetzung von Benzol zu prüfen und die Summe der flüchtigen organischen Stoffe zu bestimmen.
Für diese Messungen hat die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) ein neues Prüfverfahren auf der Basis europäischer Normen entwickelt und unter Mitwirkung weiterer Messinstitute und Gerätehersteller erprobt. Die Emissionsraten werden beim Betrieb des jeweiligen Gerätes in speziellen Messkammern ermittelt und bewertet.
Nachzuweisen sind die Unterschreitung oder die Einhaltung maximal zulässiger Prüfwerte. So können Anwenderinnen und Anwender davon ausgehen, dass diese Geräte wenig flüchtige organische Substanzen freisetzen Ó insbesondere kein Benzol und auch nur kleinste Mengen an Staub und Ozon. Das trägt zu einer gesunden Raumluft und zum Umweltschutz bei.
Die Studie "Entwicklung einer Prüfmethode und Untersuchungen zur Begrenzung von Emissionen aus Druckern und Kopiergeräten im Rahmen der Umweltzeichenvergabe" ist in der Reihe TEXTE des Umweltbundesamtes als Nr. 71/03 in deutscher und als Nr. 88/03 in englischer Sprache erschienen. Die Bände sind für je 10 Euro bei Werbung und Vertrieb, Wolframstraße 95-96, 12105 Berlin, Fax: 030/ 218 13 79, e-Mail: berlin@wundv.com, erhältlich.
Berlin, den 11.02.04
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