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Experte für Methoden der Sozialforschung

13.01.2015 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Am Institut für Politikwissenschaft und Soziologie ist Henning Best für den Bereich Methoden der quantitativen empirischen Sozialforschung zuständig. Der neue Professor ist zum Wintersemester von Mannheim nach Würzburg gewechselt. Er beteiligt sich unter anderem an einem Forschungsprojekt über Korruptionsprävention. Wie lassen sich individuelle Entscheidungen in gesellschaftlichen Kontexten verstehen und modellieren? Wie beeinflussen Normen, Werte und Einstellungen soziales Handeln, und wie ist das Zusammenspiel mit Nutzenerwartungen? Und wie können diese generellen Konzepte dazu beitragen, Umweltverhalten und die Gesellschaft-Umwelt-Interaktion besser zu verstehen? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum der Forschung des neuen Professors Henning Best.

Best studierte nach Abitur und Zivildienst an der Universität zu Köln Soziologie, Ethnologie und Geschichte. In Köln verfasste er auch seine Doktorarbeit in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: Er ging in einer quantitativen empirischen Analyse der Frage nach, welche Faktoren die Entscheidung von Landwirten beeinflussen, ihren Betrieb auf ökologische Landwirtschaft umzustellen.

Unter quantitativen empirischen Analysen verstehen Soziologen einen Forschungsansatz, bei dem Daten mit standardisierten Methoden erhoben und statistisch ausgewertet werden. Best ist Experte auf diesem Gebiet. Er vertritt es in Forschung und Lehre seit dem Wintersemester 2014/15 als Lehrstuhlinhaber am Institut für Politikwissenschaft und Soziologie der Universität Würzburg.

Habilitation in Mannheim

Bisher hat Henning Best in Mannheim geforscht. Dorthin war er 2006 nach seiner Promotion gewechselt. An der Universität Mannheim, einem der Zentren der empirischen Sozialforschung und der analytischen Soziologie in Deutschland, habilitierte sich Best 2009 mit einer Arbeit über struktur-individualistische Umweltforschung. Dabei ging es unter anderem um die Frage ob, wie und unter welchen Bedingungen Einstellungen das individuelle Umweltverhalten beeinflussen. Hierfür untersuchte Best unter anderem die Verkehrsmittelwahl, landwirtschaftliches Handeln und die Teilnahme am Wertstoffrecycling.

Nach der Habilitation war Best einige Jahre lang Projektberater und Senior Researcher bei GESIS, dem Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim. Zu dieser Zeit lag sein Interessensschwerpunkt verstärkt auf methodischen Fragestellungen; schon 2010 hatte er mit Christof Wolf das umfangreiche Handbuch der sozialwissenschaftlichen Datenanalyse herausgegeben.

Neues Buch zu Causal Inference

Brandneu auf den Markt kommt in diesen Tagen ein weiteres Buch, bei dem Best Herausgeber ist: das SAGE Handbook of Regression Analysis and Causal Inference, zu dem international führende Experten beigetragen haben. Das Buch behandelt moderne Methoden der quantitativen Datenanalyse, die es erlauben, kausale Effekte möglichst unverzerrt zu schätzen.

Korruptionsprävention als Thema eines Forschungsprojekts

Ebenfalls neu ist ein großes Forschungsprojekt, an dem Best beteiligt ist. Sozialwissenschaftler aus ganz Deutschland untersuchen darin seit Mai 2014, wie sich der Korruption vorbeugen lässt. Die Federführung des Projekts Risikomanagement der Korruption (RiKo) liegt bei der Universität Halle-Wittenberg, finanziell gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF. Allein für Bests Teilprojekt stehen in den kommenden drei Jahren circa 400.000 Euro zur Verfügung.


Kontakt

Prof. Dr. Henning Best, Lehrstuhl für Methoden der quantitativen empirischen Sozialforschung, Universität Würzburg, henning.best@uni-wuerzburg.de Weitere Informationen:http://www.politikwissenschaft.uni-wuerzburg.de/lehrbereiche/empirische/ Zur Homepage von Prof. Henning Best
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