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Spitzenförderung in Bremen: Chemie-Talente forschen am Fraunhofer IFAM an Zukunftstechnologien

13.01.2015 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Weil Spitzenforschung auch Spitzentalente braucht und sucht, beginnt vom
12. bis 14. Januar 2015 die zweite Runde des Förderprogramms für besonders begabte Schülerinnen und Schüler: die Fraunhofer MINT-EC-Talents für Chemie am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM. Mit dem Ziel, die Begeisterung für ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium zu wecken, begleiten Wissenschaftler des Instituts die talentierten Jugendlichen in verschiedenen Workshops zum Thema Kleben und Faserverbundwerkstoffe über zwei Jahre hinweg. Aus den Forschungsergebnissen werden dann Wettbewerbsbeiträge für »Jugend forscht« entwickelt. Wissenschaft und Technik prägen das Leben der Menschen im privaten wie auch im beruflichen Alltag. Auch in Zukunft werden Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz »MINT«, einen wichtigen Anteil an unserem Fortschritt haben. Eine Initiative der Wirtschaft, die diesen Trend unterstützt und den Nachwuchs fördert, ist das nationale Excellence-Center MINT-EC von derzeit 212 Schulen mit einem überdurchschnittlich ausgeprägten Profil in den entsprechenden Fächern.

Eingebettet in das MINT-EC-Netzwerk wurde 2012 das Fraunhofer MINT-EC-Talents-Programm mit den Schwerpunkten Mathematik und Chemie gegründet. Es ist ein bundesweit einmaliges, exklusives und nachhaltiges Instrument der MINT-Talentförderung und wird in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern für den Bereich Mathematik und dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen für das Fach Chemie durchgeführt. Aufgrund des Erfolgs und der hohen Nachfrage wird das Projekt weitergeführt und startet in eine zweite Runde.

Wissenschaftliche Begabungsförderung in Theorie und Praxis

Nach einem aufwendigen Bewerbungsverfahren inklusive Assessment-Center haben sie es geschafft: Zwölf junge Chemie-Talente konnten sich aus bundesweit 80 Bewerbern ab der 10. Klasse der MINT-EC-Schulen durchsetzen und freuen sich über einen der begehrten Plätze am Fraunhofer IFAM.

In Anlehnung an aktuelle Fragestellungen aus der Industrie zum Thema Klebstoffe und Entwicklungen aus dem Bereich der Faserverbundwerkstoffe erwartet die Forscherinnen und Forscher von morgen in insgesamt fünf mehrtägigen Fachworkshops neben einer theoretischen Grundausbildung auch ein besonders hoher Praxisanteil. »Sie setzen sich mit chemischen, physikalischen und naturwissenschaftlichen Themen auseinander und erhalten einen tiefen Einblick in das angewandte wissenschaftliche Arbeiten«, erklärt Projektleiterin Beate Brede die Struktur der Workshops. »Aber nicht nur das: Neben den fachlich orientierten Anteilen trainieren sie auch die so genannten »Soft Skills« wie Projektmanagement, Präsentationstechniken und insbesondere die Teamarbeit. Zwischen den Präsenzphasen in Bremen bearbeiten sie dann selbstständig im gegenseitigen Austausch ihre Aufgabenstellungen und bleiben im engen Kontakt«, so Brede.

Am Ende der Projektarbeiten, nach vielen Stunden des Forschens, Tüftelns und Fertigens, können die Schülerinnen und Schüler zusätzlich die Chance nutzen, sich direkt am Wettbewerb »Jugend forscht« zu beteiligen. »Aus dem ersten Durchgang der MINT-EC-Chemie-Talents gab es insgesamt sechs Landes- und Regionalsieger«, freut sich Beate Brede.


Zudem haben die jungen Talente im Anschluss an ihr Studium die Möglichkeit, Promotions- oder Forschungsstipendien an Fraunhofer-Instituten zu bekommen.

Projektförderung
Gefördert und unterstützt wird das Projekt vom Industrieverband Klebstoffe e.V., der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Fraunhofer IFAM. Weitere Informationen:http://www.ifam.fraunhofer.dehttp://www.mint-ec.de/
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