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Vier neue Mitglieder in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur

13.01.2015 - (idw) Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur hat in ihrer letzten Sitzung vier neue Mitglieder aufgenommen. Zu den ordentlichen Mitgliedern zählen nun der Mediziner Hermann Einsele, der Rechtswissenschaftler Matthias Jestaedt und die Historikerin Harriet Rudolph. Zum korrespondierenden Mitglied wurde die Psychologin Elsbeth Stern gewählt. Prof. Dr. med. Hermann Einsele ist seit 2004 ordentlicher Professor für Innere Medizin und Direktor der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums in Würzburg.
Nach dem Studium der Medizin an den Universitäten Tübingen, Manchester und London habilitierte er sich 1992 für das Fach Innere Medizin an der Universität Tübingen und erwarb die Schwerpunktbezeichnung Hämatologie/Onkologie. Anschließend wurde er Leiter des Tübinger Programms für allo­gene Stammzelltransplantation. Forschungsaufenthalte führten ihn an das Max-Planck-Institut für Biochemie und das Fred Hutchison Cancer Research Center in Seattle. Einsele veröffentlichte seine mehr als 260 Originalarbeiten in führenden Fachzeitschriften wie u. a. Science, Lancet und Blood. Für seine wissenschaftlichen Erfolge und sein klinisches Engagement wurde er vielfach geehrt, so durch den Van Bekkum-Award der European Society of Blood and Marrow Transplantation sowie mit einem Honorary Fellowship of the Royal College of Pathologists.
Ordentliches Mitglied der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse

Prof. Dr. Matthias Jestaedt ist seit 2011 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Rechtstheorie der Universität Freiburg im Breisgau, seit 2002 hatte er den Lehrstuhl für Öffent­liches Recht, Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Erlangen-Nürnberg, inne.
Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und anschließender ­Promotion habili­tierte er sich 1999 mit einer Arbeit über Grundrechtsentfaltung im ­Gesetz. Studien zur Inter­dependez von Rechts­gewinnungstheorie und ­Grundrechtsdogmatik. ­Zwischen 2005 und 2011 nahm er verschiedene ­Gast­professuren an den Universitäten Paris 1 und ­Paris 2 sowie Franca/São Paulo wahr. Jestaedt leistete Grundlegendes zur Erforschung des vielleicht wichtigsten Juristen des 20. Jahrhunderts, Hans Kelsen (1881-1973); er ist ­Herausgeber der Werkausgabe und leitet seit 2006 die Hans-Kelsen-Forschungsstelle. Seit 2006 Mitherausgeber der Zeitschrift Juristenzeitung und seit 2012 Mitglied des DFG-Fachkollegiums Rechtswissenschaften.
Ordentliches Mitglied der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse

Prof. Dr. Harriet Rudolph wurde 2012 auf den Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Regensburg berufen; seit 2013 nimmt sie dort auch das Amt der Forschungsdekanin wahr.
Harriet Rudolph studierte in Tübingen und London Geschichte und Kunstgeschichte. Ab 1996 arbeitete sie in einem Forschungsprojekt zur peinlichen Strafjustiz im Alten Reich und wurde 1999 auf diesem Gebiet promoviert. Ihr Habilitationsprojekt Das Reich als Ereignis wurde mit einem Forschungs­stipendium der Gerda Henkel Stiftung gefördert. Sie nahm Lehrstuhlvertretungen und Gastprofessuren in Frankfurt/Main und Saarbrücken wahr, ehe sie 2010 einem Ruf an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck auf eine Professur für Geschichte der Neuzeit folgte. Harriet Rudolph ist nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch international sehr gut vernetzt. So wurde sie u. a. in den wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Historischen Instituts Washington berufen.
Ordentliches Mitglied der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse

Prof. Dr. Elsbeth Stern ist seit 2006 Professorin für Lehr- und Lernforschung an der ETH Zürich.
Sie studierte Psychologie, zunächst in Marburg und anschließend in Hamburg, wo sie 1986 promoviert wurde. Von 1987 bis 1993 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München. 1994 habilitierte sie sich an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einer Arbeit über die Entwicklung des mathematischen Verständnisses bei Kindern. 1994 bis 1997 war sie Professorin für Pädagogische Psychologie an der Universität Leipzig und von 1997 bis 2006 Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Kognitive Psychologie, Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie. Sie publiziert sowohl in psychologischen und naturwissenschaftlichen als auch in praktisch pädagogischen Zeitschriften. Das gemeinsam mit Aljoscha Neubauer verfasste Buch Intelligenz: Große Unterschiede und ihre Folgen, machte sie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Korrespondierendes Mitglied der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse Anhang
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