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Die Leibniz Universität Hannover hat einen neuen Präsidenten

13.01.2015 - (idw) Leibniz Universität Hannover

Prof. Dr. iur. Volker Epping nimmt sein neues Amt offiziell entgegen Wechsel an der Spitze der Leibniz Universität Hannover: Für zunächst sechs Jahre - vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2020 hat die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljaji Prof. Dr. iur. Volker Epping zum Präsidenten der Leibniz Universität ernannt. Die Gestaltung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit der Universitäten in der Region Braunschweig/Hannover werde ein zentrales Projekt der Amtszeit des neuen Präsidenten sein, sagte die Ministerin. Sie erinnerte daran, dass die Niedersächsische Technische Hochschule ihre selbstgesteckten Ziele nicht hatte realisieren können. Unser Motto kann jetzt kein Weiter So sein und auch kein Zurück Auf Null, sondern ein Jetzt Aber Richtig. Dem scheidenden Präsidenten Prof. Dr.-Ing. Erich Barke bescheinigte die Ministerin, die Universität mit großem Erfolg für den nationalen und internationalen Wettbewerb gerüstet zu haben: Sie können mit Fug und Recht auf ihre Amtszeit stolz sein, sagte die Ministerin.

Der Senat und der Hochschulrat hatten Volker Epping Anfang Juni vergangenen Jahres einstimmig für das neue Amt gewählt bzw. bestätigt. Die Mitglieder von Senat und Hochschulrat folgten damit der Empfehlung der Findungskommission, die Volker Epping als einzigen Kandidaten vorgeschlagen hatte.

Am heutigen Freitag, 9. Januar 2015, hat Professor Epping die Amtskette des Präsidenten nun auch offiziell aus den Händen seines Vorgängers Prof. Dr.-Ing. Erich Barke entgegen genommen. Er wünsche dem neuen Präsidenten und seinem Team alles Gute für die Zukunft - mit Herz und Verstand, sagte Erich Barke. Ich werde meine ganze Kraft für das Wohl unserer Universität einsetzen, versprach Professor Epping in seiner Ansprache zum Amtsantritt. Sein Vorgänger Erich Barke habe es in seiner Amtszeit geschafft, die Fakultäten stärker zusammenzuführen und das Gemeinschaftsgefühl an der Leibniz Universität zu stärken. Es kommt für ein gutes Miteinander und ein gutes Verstehen nicht mehr darauf an, ob eine Kollegin oder ein Kollege Ingenieur, Naturwissenschaftler oder Geisteswissenschaftler ist. Die Neugier zu hören, wie andere Fakultäten und Fächer denken, was andere Fächer leisten, ist größer geworden. Es ist ein Bewusstsein entstanden, dass wir alle diese Universität nur gemeinsam in eine gute Zukunft führen können, sagte der neue Präsident.

Von der Profession sei er zwar Jurist, nun aber sei er Präsident der gesamten Universität mit neun Fakultäten und einer den Fakultäten weitgehend gleichgestellten Leibniz Forschungsschule. Mein Augenmerk gilt jetzt der Leibniz Universität als Gesamtheit, sagte er weiter. Durch die Weitergabe der Amtskette werde sowohl die Fortdauer der Institution Universität als auch des Präsidentenamtes zum Ausdruck gebracht. Ein Präsident sei allerdings nicht dadurch stark, dass man ihm formale Rechte verleihe. Ein Präsident muss vielmehr seine Autorität und Überzeugungskraft aus seiner Persönlichkeit und weniger aus seinem Amt schöpfen, betonte Professor Epping.

Als Präsident werde er eine Vielzahl von Aufgaben wahrnehmen, die sich in drei zentrale Tätigkeitsfelder aufteilen ließen: Integration, Repräsentation sowie Strategie und Steuerung. Ich sehe die Universität nicht nur als Einheit, sondern will diese Einheit auch aktiv vorleben, erklärte Epping und kündigte an, die Interessen der Universität gleichermaßen nach innen wie nach außen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft vertreten zu wollen: Als Präsident bin ich schließlich Steuermann und Motor für notwendige Veränderungen im Sinne der Optimierung und strategischen Ausrichtung unserer Universität, die freilich von der Mehrheit ihrer Mitglieder mitgetragen sein sollten.

Beim anschließenden Neujahrsempfang der Leibniz Universität stellte Professor Epping einige seiner Ziele für die nächsten Jahre vor. Einen besonderen Akzent will der Präsident in der Schärfung des Forschungsprofils setzen. Die bereits vorhandenen Forschungsschwerpunkte im Maschinenbau, der Physik sowie der Biomedizintechnik sollen weiter ausgebaut werden, dafür bedarf es jedoch finanzieller Unterstützung seitens der Politik. Beispielhaft will ich durchaus bewusst drei Forschungsbauten herausgreifen: allen voran den Maschinenbaucampus, der in Garbsen entstehen soll, daneben der Forschungsbau HITec, dessen Grundsteinlegung jetzt im Januar erfolgt und um noch ein Beispiel zu nennen den NIFE-Forschungsbau, sagte der Präsident.

Die Verlagerung des Maschinenbaus nach Garbsen sei vom Land gewollt und müsse jetzt auch vom Land finalisiert werden. Wir bauen ohne jeden Schnickschnack, abgespeckt auf das Notwendigste. Aber die technischen Anforderungen sind enorm, und damit ist das Kostenvolumen hoch. Die Grundfinanzierung der Universität sei jedoch seit 2005 eingefroren und daher mehr als nur am Anschlag, insbesondere im Bereich der Energiekosten und der Bauunterhaltung. Wir sind schon jetzt gezwungen, über unsere Verhältnisse zu leben, und die vorgenannten Kosten zahlen wir mit der Nichtbesetzung von Personalstellen. So aber sparen wir am Wichtigsten: den klugen Köpfen. Dieser uns auferlegten Selbstkannibalisierung müssen wir entrinnen!, forderte Volker Epping mit Nachdruck.

Mit dem Hannover Institut für Technologie (HITec) plane die Leibniz Universität zudem eine themenübergreifende Forschungsinfrastruktur für Quantentechnologien. Neben der Grundlagenforschung im Bereich der Physik im Zusammenspiel mit der Geodäsie und den Ingenieurwissenschaften stehe das HITec auch für einen fächerübergreifenden Forschungs- und Lehransatz ganz im Sinne von Leibniz, sagte Professor Epping.

Als letztes Beispiel für einen innovativen Forschungsbau führte der Präsident das Niedersächsische Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) an. Die Biomedizin und Biomedizintechnik markiere einen dritten, national wie international sichtbaren Forschungsschwerpunkt der Universität. Dieses Themenfeld sei der Nukleus, mit dem die Forschungsregion Braunschweig-Hannover in der nächsten Runde der Exzellenzinitiative 2017 antreten werde. Neben der Exzellenzinitiative soll die Universität aber auch weitere Förderwege nicht aus den Augen verlieren, um neue Forschungsthemen bei entsprechenden Drittmittelgebern zu platzieren.

Epping betonte jedoch auch, dass Spitzeneinzelforschung, die in der Fokussierungsdebatte oftmals geringgeschätzt werde, von grundlegender Bedeutung sei. Sie ist die Basis auch für fächerübergreifende Erfolge und Ansätze. Und sie ist auch dann, wenn sie in große Forschungsverbünde nicht einbezogen ist, für unsere Universität wichtig: Wir sind ich gebrauche diesen Ausdruck gerne ein sog. Vollanbieter. D.h. auch jenseits der fächerübergreifenden Zusammenarbeit sind wir auf exzellente Forscher und Lehrer angewiesen und haben sie bereits!

Ein weiteres Ziel sei die Stärkung des Lehramtsstudiums, erklärte Epping. Die Leibniz Universität habe 6.000 Lehramtsstudierende. Hannover muss daher nicht nur der Standort für die gymnasiale Lehramtsausbildung, sondern auch für die mit dieser zusammenhängenden Forschungsfragen werden, betonte der Präsident. Auch der Bereich der Wissenschaftsreflexion solle in Zukunft stärker sichtbar werden. Im Mittelpunkt stehe u. a. die Frage, welchen Einfluss Wissenschaft auf die Gesellschaft ausübe und umgekehrt die Gesellschaft auf die Wissenschaft.

Als drittes Ziel hob Volker Epping die Schärfung des Lehrprofils hervor: Nur weil wir Studierende haben, sind wir Universität. Spitzenforschung und hervorragende akademische Ausbildung müssten Hand in Hand gehen. Die Studienbedingungen sollen daher konsequent verbessert werden, um so optimale äußere Rahmenbedingungen für eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung zu erreichen.

Die Bedingungen für Forschung und Lehre in Hannover seien in nahezu allen Bereichen exzellent und dies gelte es auch, nach außen zu vertreten. Vielen Menschen sei nicht bewusst, welch e
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