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Meine Arbeit macht mich krank: Wie Burnout-gefährdet ist mein Arbeitsplatz?

13.01.2015 - (idw) Hochschule Fresenius

Hochschule Fresenius entwickelt neues Diagnoseverfahren zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz. Seit genau einem Jahr sind alle deutschen Unternehmen per Gesetz (§5 ArbSchG) dazu verpflichtet, psychische Belastungen bei der Arbeit ihrer Mitarbeiter zu beurteilen, zu dokumentieren und präventive Maßnahmen einzuleiten. Sollten Mitarbeiter psychische Erkrankungen wie beispielsweise einen Burnout erleiden, könnten die Sozialversicherungsträger möglicherweise von den Unternehmen Regress einfordern. Psychische Belastungen und Krankheiten sind sehr komplex. Daher ist eine professionelle Unterstützung von Experten ratsam. Aufgrund der Vielzahl von Belastungsfaktoren gibt es in Deutschland kein Standardverfahren zur Durchführung einer Gesundheitsbeurteilung (GBU). Es handelt sich vielmehr um einen langfristig angelegten Prozess, der an die individuellen Ansprüche des Unternehmens angepasst sein sollte.

Hierzu hat Prof. Hahnzog, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Fresenius in München, das neue Diagnoseverfahren MAVA entwickelt. Mithilfe eines Fragebogens können psychische Belastungsfaktoren aus einer ganzheitlichen Perspektive und unter Beteiligung der Mitarbeiter ermittelt werden. So lässt sich beispielsweise feststellen, wie hoch Angestellte den Zeit- und Leistungsdruck an ihrem Arbeitsplatz empfinden oder inwiefern häufig auftretende Konfliktsituationen die Arbeitsatmosphäre und damit die Psyche der Mitarbeiter beeinflussen. MAVA ermöglicht einerseits, dass die Dokumentation den Überprüfungen durch die Gewerbeaufsicht oder der Berufsgenossenschaft standhält und andererseits, dass konkrete Erkenntnisse für eine nachhaltige Förderung der psychischen Gesundheit im Unternehmen gewonnen werden können.

Studierende des Masterstudiengangs Wirtschaftspsychologie der Hochschule Fresenius in München haben diesen Fragebogen in einer Projektarbeit getestet und ihre Ergebnisse am 12. Januar präsentiert. Letztendlich ist ein gesunder und tatkräftiger Mitarbeiter auch für das Unternehmen von enormem Vorteil. Eine präventive Gesundheitspolitik ist daher sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber lukrativ, so Prof. Hahnzog. Weitere Informationen:http://www.hs-fresenius.de
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