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Ein Jahr Ukraine-Russland-Krise

13.01.2015 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Vortrag in der Reihe Leibniz-Lektionen am 20. Januar um 19.30 Uhr in der Urania:

Ein Jahr Ukraine-Russland-Krise: europäische Werte, politische Sprache und mentale Kartographien im Stresstest Anna Veronika Wendland forscht am Herder-Institut für Ostmitteleuropaforschung Institut der Leibniz-Gemeinschaft in Marburg. Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitet sie zu den ukrainisch-russischen Beziehungen und die moderne Geschichte der Ukraine. In ihrem Vortrag skizziert sie die Ursachen des Konflikts und zieht eine Bilanz ihrer bisherigen Forschungen.

Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland im Gefolge der Bürgerrevolte auf dem Kiewer Majdan hat Europa und die Welt in eine tiefe Krise gestürzt. Militärische Aktion, Annexion, Wirtschaftsboykott, Sanktionen, Propagandakrieg: das scheinen die neuen Bezugspunkte des politischen Handelns und der politischen Sprache im östlichen Europa zu sein. Wertegemeinschaften und Bündnisse sind herausgefordert, politische Kontroversen um das richtige Handeln in diesem Konflikt toben auch in Deutschland. Hierzulande wird die Auseinandersetzung vor allem als neuer Kalter Krieg und als Streit um die Osterweiterung westlicher Wirtschafts- und Militärbündnisse wahrgenommen. Wendland setzt dagegen: Wer den Konflikt jedoch wirklich verstehen will, muss nicht nur Einblick in die inneren Verhältnisse Russlands und der Ukraine nehmen, sondern auch die Karten im Kopf der Akteure hinterfragen, welche die Wahrnehmung in der Krisensituation bestimmen und handlungsleitend wirksam werden. Nur so können der Situation angemessene Lösungsszenarien entwickelt werden.

Vortragsreihe Leibniz-Lektionen
Die Leibniz-Gemeinschaft präsentiert in der Vortragsreihe Leibniz-Lektionen in Kooperation mit der Urania Berlin eine Auswahl aktueller Forschungsergebnisse aus ihren Mitgliedsinstituten.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Termin
20.1.2015, 19.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Urania Berlin
An der Urania 17
10787 Berlin

Weitere Themen und Termine:

Dienstag 16. 02. 2015, 17.30 Uhr
Wissenschaft und Politik: Erforschung von Lösungswegen für den Klimawandel
Ottmar Edenhofer, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Institut der Leibniz-Gemeinschaft

Mittwoch 04. 03. 2015, 19.30 Uhr
Die Zukunft der Globalen Kooperation
Dennis Snower, Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), Institut der Leibniz-Gemeinschaft

Montag 23. 03. 2015, 19.30 Uhr
Experten in der Krise. Chancen/Möglichkeiten und Grenzen der Politikberatung
Klaus Dieter Wolf, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)

Dienstag 21. 04. 2015, 17.30 Uhr
Agrarspekulation: nützlich oder verwerflich?
Thomas Glauben, Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)

Freitag 18. 05. 2015, 17.30 Uhr
Geht es auch ohne Staat? Sicherheit durch Selbsthilfe in Afrika
Andreas Mehler, Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA)

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft
Christoph Herbort von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Axel Rückemann
Tel.: 030 / 20 60 49 46
Mobil: 0162 / 132 86 56
rueckemann@leibniz-gemeinschaft.de

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 89 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen u.a. in Form der WissenschaftsCampi , mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 17.500 Personen, darunter 8.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,5 Milliarden Euro. Weitere Informationen:http://www.leibniz-gemeinschaft.de

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